Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Image can't be displayed.

Sophie in Norwegen

Was muss mit? Packtipps für Norwegen

Schon lange vor meiner Abreise habe ich mir Gedanken über meinen Koffer gemacht. Ob ich wohl alles mitbekomme, habe ich auch wirklich die richtigen Sachen im Hinterkopf und brauche ich dies oder jenes wirklich? Daher habe ich mir viele Videos über Austauschschüler auf YouTube angesehen. Doch leider waren dies alles Schüler, die nach Amerika oder Australien gegangen sind, also hauptsächlich Sommersachen brauchten. Daher haben diese mir nur zum Teil weitergeholfen. Doch hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer.

Ich habe dir hier ein paar Tipps zusammengestellt, die dir vielleicht helfen könnten, um deinen Koffer zu packen.

 

Tipp 1: Kein großes Duschgel und Shampoo

Ich habe damals gedacht, ich kaufe die ganzen Sachen wie Duschgel und Shampoo am besten schon in Deutschland, weil ja Norwegen ziemlich teuer ist. Es ist schon ein bisschen teurer, aber nicht so viel. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich bestimmt 5 kg sparen können. Norwegen ist was Duschgel und Shampoo angeht, bis auf ein paar Ausnahmen genauso ausgestattet wie Deutschland. Und zur Not findet man dort eine norwegische Sorte, die genauso gut passt.

Deswegen mein Tipp, kauft euch nur die kleinen Reisegrößen, die dürften für die erste Woche reichen. Eure Gastfamilie wird euch bestimmt die Möglichkeit geben, mit ihnen einkaufen zu fahren. Was ich jedoch empfehlen kann, ist, dass ihr in Deutschland zum Beispiel eine spezielle Gesichtscreme kauft, wenn ihr sehr empfindliche Haut habt. Was ich außerdem empfehlen würde, ist es, Tampons vorher schon zu kaufen. Es gibt sie zwar auch in Norwegen, doch die haben für eine geringe Menge einen ziemlich hohen Preis. Und sie passen überall dazwischen im Koffer und haben kaum Gewicht.

 

Tipp 2: Muss es das ganze Badezimmer sein?

Ich habe alles gekauft und eingepackt, wovon ich dachte ich könnte es irgendwann mal im Laufe des Jahres gebrauchen. Im Nachhinein habe ich das meiste wieder ungeöffnet oder nur gering benutzt mit nach Hause gebracht. Daher der Tipp, stellt euch die Frage: Brauche ich es wirklich oder nehme ich es nur zur Sicherheit mit? Zum Beispiel Haarspray… Ich habe eine kleine Flasche mitgenommen und habe sie zweimal benutzt. Und dann hätte ich auch meine Gastmutter oder meine Gastschwester danach fragen können, ob ich nicht ihres nutzen könnte.

 

Tipp 3: In Norwegen regnet es oft

Ich hatte vorher so ungefähr eine Ahnung, dass es ein bisschen mehr regnet, als ich es aus Deutschland kenne. Doch es hat fast jeden Tag geregnet, wenn nicht, dann sah es immer so aus, als finge es gleich an, so dass man immer vorbereitet sein sollte. Daher ist mein erster Tipp eine Regenjacke mitzunehmen. Auch gut ist eine Softshelljacke, je nachdem was man lieber mag. Auch wäre ein zweites paar Sneaker passend, da es sein könnte, dass das eine Paar nass ist.

Natürlich kommt es auch ein bisschen auf die Region an, in die man kommt. Ich habe in der Nähe von Stavanger gelebt, also in Vestlandet, an der Westküste des Landes. Insgesamt sollte man sich daher ein bisschen über das Klima und die Umgebung der Region informieren, in die man kommt, damit man besser einschätzen kann, wie das Wetter während des Jahres sein wird.

 

Tipp 4: Auch bei eurer Gastfamilie wird Wäsche gewaschen

Ich habe damals eine ganze Menge T-Shirts eingepackt. Doch getragen habe ich ganz selten welche. Da in meiner Schule erst ziemlich spät im Herbst die Heizungen angestellt wurden, habe ich ab meiner zweiten Schulwoche nur noch kuschelige Hoodies oder langarmige Sweatshirts angezogen. Natürlich kommt es darauf an, was man gerne anzieht, aber ich habe nur noch ganz selten meine Shirts angerührt. Es ist nicht notwendig, 20 Pullover einzupacken. Packt einfach so, als würdet ihr in den Urlaub fahren. Wenn ihr ein bis eineinhalb Wochen Winterurlaub macht, wie viele Pullover nehmt ihr dann mit? Auch bei T-Shirts kann man für ca. eine Woche rechnen, das ist vollkommen ausreichend, schließlich wird ja auch bei eurer Gastfamilie Wäsche gewaschen. Außerdem gibt es in Norwegen auch coole Pullover zu kaufen ;)

 

Tipp 5: Sportsachen

Ein paar Sportsachen sind nie verkehrt. Und denkt auch daran, dass ihr in der Schule Sportunterricht habt. Also ein paar kurze Sachen, aber auch ein bisschen Funktionswäsche, weil ihr ja vielleicht mit eurer Gastfamilie auch mal bei etwas kühleren Temperaturen wandern geht. In Norwegen gibt es ein Motto „Det finnes ikke dårlig vær, bare dårlig klær!“, was soviel bedeutet, wie „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!“ Ich glaube das Sprichwort ist selbstverstehend.

 

Tipp 6: Auch was Schickes

Während des Auslandjahres wird es bestimmt den einen oder anderen Anlass geben, wo man sich schick anziehen kann. Die Norweger ziehen sich besonders an Feiertagen, wie ihrem Nationalfeiertag oder auch an Weihnachten und an Geburtstagen ein bisschen schicker an, als wir es aus Deutschland kennen. Doch es reicht, wenn man sich ein schickes Kleid mitnimmt und ein paar schicke Schuhe. Wenn man noch etwas anderes zur Abwechslung haben möchte, kann man sich zur Not auch in Norwegen nochmal ein schönes Kleid kaufen.

 

Tipp 7: Wichtige Dokumente

Für die Polizei in Norwegen braucht ihr bestimmte Dokumente und Papiere, um euch zu registrieren, da Norwegen nicht in der EU ist. Dazu zählen unter anderem die Geburtsurkunde, Kopien von den Ausweisen eurer Eltern, eure eigenen Pässe und einen Nachweis eurer Auslandsversicherung. Auf der Seite von UDI, Norwegens Einreisebehörde, findet man alle Informationen dazu. Hier ein Link zur Website.

https://www.udi.no/en/word-definitions/checklists-which-explains-which-documents-you-must-hand-in-with-your-application/

 

Tipp 8: Kreditkarte

In Norwegen wird alles mit Karte bezahlt, selbst der Parkautomat oder die Toilette. Ich habe mir damals 3000 kr mitgenommen, das sind umgerechnet 300 €. Ich habe das Bargeld nicht wirklich gebraucht, so dass ich nach gut zwei Monaten versucht habe, alles auszugeben, weil ich es loswerden wollte. Doch ein bisschen was davon hätte ich dann doch noch gebrauchen können. In Norwegen gibt es eine App, mit der alle bezahlen, wenn man jemandem noch etwas schuldet. Das Problem für uns Austauschschüler ist jedoch, dass wir uns da nicht registrieren können, weil wir keine norwegische Geburtsnummer haben. Daher wäre es insgesamt doch ganz gut, wenn man noch ein bisschen Bargeld mit hat, zum Beispiel in der Schule, wenn jemand von deinen Freunden etwas für einen in der Cafeteria oder im Supermarkt um die Ecke besorgt. Daher würde ich empfehlen so 100 bis 150 € in kleinen Scheinen mitzunehmen. Dazu dann noch eine Kreditkarte und evtl. eine Girokarte, falls eine der zwei Karten mal nicht funktioniert. Am besten setzt ihr euch mit eurer Bank in Verbindung und lasst euch dort beraten, welches die beste Lösung ist. Eure Eltern können euch dabei ebenfalls unterstützen.

 

Tipp 9: Passwörter

Ich habe mir, bevor ich nach Norwegen aufgebrochen bin, einen Zettel geschrieben, wo ich alle Passwörter gesammelt habe, die wichtig waren. So, dass ich für diverse Apps auf dem Handy oder für Internetseiten die Zugangsdaten habe, falls mal etwas schiefgehen sollte und ich somit trotzdem Zugriff auf meine Daten habe.

 

Tipp 10: Schulsachen

Der Unterricht in Norwegen findet am Laptop statt. Daher braucht ihr hauptsächlich den Laptop. Wenn ihr selber keinen habt, ist dies jedoch kein Problem. Soweit ich weiß, bieten die Schulen einem einen Laptop zum Ausleihen für das Schuljahr an. Zumindest war es so an meiner Schule. Zudem hatte ich noch meinen Taschenrechner mit, den ihr höchstwahrscheinlich gut gebrauchen könnt. Dann wären da noch ein paar Stifte wie Bleistift, Kugelschreiber oder auch Füller. Doch Achtung! In Norwegen gibt es keine Füllerpatronen, weil es dort auch keine wirklichen Füller oder Tintenkiller gibt, daher einfach genug mitnehmen, damit es für ein Jahr reicht. Jetzt fragt ihr euch bestimmt, warum denn Stifte, schließlich wird alles am Laptop gemacht… Stimmt, aber manche Prüfungen werden per Hand geschrieben, darunter zum Teil Mathe oder auch Chemie. Daher solltet ihr euch, wenn ihr vor Ort seid, auch einen Block besorgen, doch von zuhause aus mitnehmen würde ich ihn nicht. Als letztes wären auch Sachen wie Lineal oder Geodreieck von Vorteil. Mehr braucht ihr aber eigentlich nicht.