Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Molly in Kanada

September auf Vancouver Island

Hello everyone! 

Ich bin Molly und werde die nächsten zehn Monate in Kanada, auf der Pazifikinsel Vancouver Island verbringen. In diesem Blog würde ich gerne meine Erlebnisse mit euch teilen und euch mit auf meine unglaubliche Reise nehmen!

 

Seit vier Wochen lebe ich in meiner neuen Heimat, Nanaimo, einer Stadt an der Ostküste Vancouver Islands, direkt am Pazifik gelegen. 

 

 

Meine große Reise begann am Morgen des 02. Septembers in Frankfurt am Main in Deutschland. 

Nach dem langen Warten in der Schlange vor dem Check-In Schalter, dem Einchecken und dem Koffer Aufgeben, kam der gefürchtete Moment des Abschieds von meiner Familie. 

Wer sich davor vielleicht fürchtet, ich kann jetzt schonmal sagen, dass, auch wenn es natürlich schwer ist Abschied zu nehmen, es sich auch sehr viel Vorfreude in die Gefühle mischt, da die unglaubliche Reise auf einen wartet. 

Also habe ich alle sowohl ein bisschen traurig, aber auch voller Aufregung nochmal in den Arm genommen und bin dann mit ein paar anderen Austauschschülern zu den Sicherheitskontrollen weitergegangen. 

Als ich etwas später schließlich im Flugzeug saß, konnte ich kaum fassen, dass das Abenteuer Auslandsjahr nach all dem Warten endlich beginnen sollte… 

 

Doch, 15 Stunden und zwei Flugzeuge später, landete ich im städtischen Airport Nanaimos und wurde von meinen wartenden Gasteltern begrüßt. Obwohl ich nach der langen Reise sehr müde war, haben wir uns noch unterhalten und ein wenig kennengelernt, bevor ich in meinem neuen Zimmer ins Bett gefallen bin. 

 

 

In den nächsten Tagen hatte ich kaum Zeit mein neues Zuhause ein bisschen besser kennenzulernen, da meine Gastfamilie direkt am nächsten Morgen zum Campen mit ihrer älteren (erwachsenen) Tochter und deren Familie aufbrach. Obwohl wir dort die nächsten drei Tage verbrachten, waren wir nur bei dem Zelt auf dem Campingplatz und sind nicht zu weiteren Trips aufgebrochen, weswegen ich von der wunderschönen Natur rund um Nanaimo nur durch einen kurzen Spaziergang etwas sehen konnte.

 

Die Stadt Nanaimo hat einen Hafen mit vielen kleinen Booten und Schiffen und eine Hafenpromenade, von der aus hat man einen wunderschönen Blick auf die naheliegender kleinen Inseln und den Ozean. Auch die umliegenden Berge und Wälder bieten ein unglaubliches Panorama, von dem man jedes Mal aufs Neue beeindruckt wird, wenn man hier durch die Straßen läuft.

 

 

 

Mein erster Schultag an meiner neuen Schule, der John Barsby Community School war ein Tag des Kennenlernens der neuen Fächer und Lehrer, mit einem anschließenden Orientationstreffen für die internationalen Schüler, bei sich  unser Schul Advisor und unsere Homestay Koordinatorin uns vorstellten. 

 

 

Der erste „richtige Schultag“ war der Tag danach, an dem wir unseren neuen Stundenplänen folgten und die neuen Fächer und das Schulsystem in Kanada kennenlernten (dazu mehr unten in der Rubrik „Noch nicht gewusst?“). Da ich meinen Pre-Cal Kurs (ein Mathe-Kurs) lieber wechseln wollte, hatte ich wie viele andere ohne Probleme die Möglichkeit in einen anderen freien Kurs zur gleichen Zeit zu wechseln, deswegen habe ich jetzt Oceanography. 

Im ersten Semester belege ich die Fächer Chemistry, Oceanography, Leadership und Literary Studies und sie machen mir auch alle sehr viel Spaß, da ich in jedem Kurs Freunde habe und die Lehrer sehr nett und die Themen echt interessant sind.

 

Um ehrlich zu sein, war eine meiner größten Ängste vor dem Auslandsjahr, am Anfang keine Freunde zu finden und die ersten Wochen alleine zu sein… dies war glücklicherweise überhaupt nicht der Fall! 

 

 

Ich hatte mich schon am ersten Tag entschieden, mich im Unterricht nicht neben die anderen Deutschen, sondern nur neben Kanadier zu setzen und das kann ich jedem Austauschschüler nur empfehlen, da ich so schon am ersten Tag mit vielen Kanadiern gesprochen habe und meine ersten Kontakte knüpfen konnte. Sehr viele Leute freuen sich total mehr über euch zu erfahren und euch besser kennenzulernen. 

In den folgenden Tagen habe ich immer mehr Leute kennengelernt und über den ersten Monat hinweg schon gute Freunde hier gefunden, sowohl Kanadier als auch andere internationale Schüler. 

 

 

Zusammen mit kanadischen Freunden habe ich oft mittagspäusliche Spaziergänge zu Tim Hortons unternommen (dem absoluten Getränkeladen-Favorit der Kanadier, einer Art Mischung aus günstigem Starbucks und Fastfood-Restaurant), bin durch die Wälder rund um das Haus meiner Freunde gewandert, habe Nachmittage am Hafen in Nanaimo verbracht oder mich an regnerischen Tagen zum Filme Schauen getroffen!

Ende der ersten Woche habe ich dann auch zusammen mit meinen Freunden mein allererstes Football-Spiel besucht, was ich hier erwähne, da das ein sehr beliebter Sport in Kanada ist. Obwohl ich die Regeln des Spiels nicht kannte und das Spiel auf mich eher chaotisch wirkte, war die lebhafte und gespannte Stimmung auf den Zuschauertribünen sehr ansteckend. 

Noch viel spannender und aufregender fand ich die ersten Ice Hockey-Spiele, die ich letzte Woche mit verschiedenen Freunden besucht habe. 

Auch Ice Hockey ist ein sehr bekannter und beliebter Sport in Kanada, ähnlich dem Fußball-Hype in Deutschland. 

 

 

 

Da ich mich viel mit meinen Freunden treffe und die Schule mir sehr viel Spaß macht, sind die ersten vier Wochen wie im Flug vergangen und wenn ich jetzt zurückblicke, kann ich kaum glauben, dass ich schon einen ganzen Monat hier bin!!

 

See you soon! 

Eure Molly

 

 

Rubrik: Noch nicht gewusst?

…alles rund um die Schule!

 

Hier in Kanada ist das Schulsystem natürlich etwas anders als in Deutschland, so gibt es beispielsweise keine Trennung zwischen Gymnasial- oder Realschule, die weiterführende Schule beginnt in der achten Klasse und man lernt auch nicht im festen Klassenverband, sondern hat in jedem Fach, beziehungsweise Kurs eine andere Gruppe. Der Schultag beginnt (zumindest an meiner Schule) um 8.30am und endet entweder um 2 oder 3pm. 

Pro Semester hat man vier verschiedene Fächer, die im Halbjahr wechseln, so hat man acht unterschiedliche Fächer im ganzen Schuljahr. 

Diese Fächer sind jeweils einem Block zugeordnet. Es gibt die Blöcke A, B, C und D und die hat man je nach Tag in unterschiedlicher Reihenfolge, so gibt es etwas Abwechslung in der Schulwoche. 

Dein Stundenplan im ersten Semester könnte am Montag beispielsweise so aussehen: A-Block: Chemistry, B-Block: Food Studies, dann ist Lunchtime (oft etwas früher als an deutschen Schulen), C-Block: Physical Education, D-Block: Biology. Am Dienstag hättest du die gleichen Fächer, nur in unterschiedlicher Reihenfolge und manchmal auch nur zwei Blöcke am Tag, einen vor und einen nach der Mittagspause, also mehr Zeit pro Block. Sämtliche Lehrer sind unglaublich nett und die Atmosphäre im Klassenraum ist viel entspannter (und soweit ich das bisher erlebt habe, auch ruhiger und konzentrierter) als in Deutschland. Die Schulgemeinschaft ist sehr miteinander verbunden und es wird viel getan um ein freundliches und offenes Umfeld zu schaffen, so gibt es beispielsweise Mottowochen, Awareness-Campagnen oder freundliche Plakate, die mit netten Sprüchen gute Laune und Liebe in der Schule erzeugen sollen. Generell ist die Schule hier in Kanada ein sehr fröhlicher Ort, an dem man gerne mit anderen lernt, Schulclubs und die Kurse besucht und seine Freunde trifft.