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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Laura in den USA

Wiedersehen mit der Gastfamilie

In den vergangenen Ferien habe ich wieder meine Gastfamilie besucht (schon zum zweiten Mal!). Heute werde ich ein wenig über meine Erfahrungen und Gefühle berichten, meine Gastfamilie wieder zu sehen.

Anfang Januar 2018 kehrte ich von meinem Auslandshalbjahr zurück. Ende April im gleichen Jahr hatte ich bereits das Glück, sie wiederzusehen. Ich flog für zwei Wochen zu den Eltern meiner Gastmutter nach Kentucky, da meine Gasteltern sie besuchten, und ich eine weitere schöne, amerikanische Stadt kennenlernen wollte. Ich war zunächst aufgeregt, denn meine Gasteltern kamen erst anderthalb Tage später an als ich (es war praktischer und günstiger für mich, so zu fliegen). Ich würde also diese Zeit allein mit meinen „Gastgroßeltern“ verbringen. Ich kannte diese zwar von einem kurzen Besuch bei uns in Alaska während meines Auslandsaufenthalts, doch ein etwas mulmiges Gefühl hatte ich doch. Dieses war wie weggeblasen, als sie mich am Flughafen mit einem riesigen Grinsen und offenen Armen empfingen, und sich riesig freuten.

Auf dem Weg zum Flughafen hatten sie mir bereits etwas von „TacoBell“ geholt, da sie wussten, dass ich während meiner Zeit in den Staaten eine kleine Sucht nach Burritos und „Cinnabon Delights“ (jeder, der in die USA fliegt MUSS sie probieren!) entwickelt hatte. Ich fühlte mich so willkommen, und diese Menschen fühlten sich mir so nah, obwohl ich erst wenige Tage in meinem Leben mit ihnen verbracht hatte. Während meiner Zeit im Ausland sind meine Gasteltern und ich einander so ans Herz gewachsen, dass ich auch zu ihrer Familie gehöre, auch wenn ich diese Menschen kaum kannte. Dieses merkte ich auch während meines Besuches immer wieder – Ich lernte immer mehr Familienmitglieder kennen und alle waren erfreut, die Austauschschülerin endlich auch in „real“ kennenzulernen!

Es war super interessant, zu sehen, wo meine Gastmutter aufgewachsen ist. Dadurch, dass meine Eltern nur über einen befristeten Zeitraum in Alaska leben (mein Gastvater ist im Militär und dort stationiert), hatte ich nie die Gelegenheit alte Kindheitsfreunde (und eben Familienmitglieder) kennenzulernen, und dies konnte ich nachholen. Im Nachhinein kann ich sagen, ich habe das Gefühl, meiner Gastfamilie nun noch näher gewachsen zu sein, weil ich andere Teile ihres Lebens gesehen habe – Ihr Leben außerhalb von Alaska.

Während meiner Zeit in Kentucky hatten wir unheimlich viel Spaß. So viele Insider-Witze, die während unserer gemeinsamen Zeit entstanden waren, konnten wieder herausgekramt werden. Es fühlte sich wie „nach Hause“ kommen an, auch wenn ich an einem unbekannten Ort war. Die Menschen um mich herum gaben mir das Gefühl, zu Hause zu sein. Und ich denke, dass ist schlicht und ergreifend eines der wichtigsten Prinzipien innerhalb einer Familie, und ich bin wahnsinnig dankbar, in diesen Genuss zu kommen, auch wenn diese Familie nicht meine leibliche ist. Ich freue mich schon auf das nächste Mal, wenn ich wieder „nach Hause“ kommen kann und meine Gastfamilie wieder sehe.

Immer wieder wird mir klar, welche Bindung sich während eines Aufenthalts im Ausland aufbaut, und wie dankbar ich dafür sein kann, mich absolut zugehörig zu zwei Familien zu fühlen: Meiner eigenen und meiner Gastfamilie. Für mich ist das definitiv einer der schönsten Dinge an meinem Auslandsjahr. Ich wünsche jedem Austauschschüler die gleiche wunderbare Erfahrung und Verbindung zur Gastfamilie!