Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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David in den USA

Die Rolle der Koordinatoren

Während eines Auslandsjahr ist die Koordinatorin – in seltenen Fällen handelt es sich auch um einen Koordinator - eine der wichtigsten Kontaktpersonen für Austauschschüler. Warum ist das so?

Foto mit meiner damaligen Koordinatorin (Mitte)

In der Vorbereitung auf das Auslandsjahr ist die deutsche Austauschorganisation, also DFSR, erster und wichtigster, weil auch einziger Ansprechpartner für alle Austauschschüler. Doch dies ändert sich mit dem Erhalt der Gastfamilie oder spätestens mit der Ankunft im Gastland. Denn ab nun ist die Koordinatorin erste Ansprechpartnerin bei Fragen, Problemen oder Anliegen.

Die Koordinatorin ist eine Mitarbeiterin der Partnerorganisation im Ausland, in meinem Fall die amerikanische Organisation Cetusa, die direkt vor Ort lebt und nicht nur die Gastschüler betreut, sondern auch die Gastfamilien. Sie steht mit beiden in regelmäßigem Kontakt und ist auch das Bindeglied zur Schule und natürlich der Partnerorganisation. Wie der Name schon erahnen lässt, koordiniert sie den Aufenthalt im Gastland.

Vielen ist die Rolle der Koordinatorin nicht unbedingt bewusst, da sie oft erst bei Problemen für Austauschschüler relevant wird. Tatsächlich ist sie es aber, die mit den Gastfamilien gemeinsam die Gastschüler aussucht und einen maßgeblichen Anteil daran hat, dass der Traum vom Auslandsjahr überhaupt wahr werden kann, da sie des Öfteren auch aktiv Gastfamilien anwirbt und diese überzeugt, einen oder mehrere Schüler aufzunehmen. Ohne genügend Gastfamilien wäre logischerweise auch kein Aufenthalt für ausländische Schüler möglich. Des Weiteren bereitet sie die Familien auf das Hosten vor und ist später sowohl für die Familien als auch für die Schüler bei Anliegen rund um das Auslandsjahr eine wichtige Kontaktperson. So erkundigt sie sich nicht nur bei den Gastschülern, sondernauch bei den Gastfamilien regelmäßig, wie alles läuft und ob es Probleme gibt. Von vielen Austauschschülern wird die

Koordinatorin dennoch nicht besonders stark wahrgenommen, da keine Probleme oder Fragen auftreten bzw. diese direkt mit der Familie geklärt werden können (was natürlich der Idealfall ist) – oder im schlimmsten Falle eben gar nicht. Dabei ist jedoch enorm wichtig, dass Letzteres nicht passiert, denn genau um dies zu verhindern, ist die Koordinatorin da. Sie kennt sowohl die Schüler als auch die Familien und kann meist auf viel Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Kulturen zurückgreifen, weshalb sie bei Problemen die Sicht beider Seiten nachvollziehen und daher bei der Problemlösung äußerst hilfreich sein kann.

Daher ist es als Austauschschüler wichtig, immer im Blick zu haben, dass die Koordinatorin keine Person ist, die mit Fragen nervt und unnötige Regeln auferlegt, sondern dafür da ist, einen zu unterstützen und einem zu helfen und dies in den meisten Fällen auch gerne tut. Gibt es ein Problem, das man sich nicht traut, bei der Gastfamilie anzusprechen, kann man sich z.B. erstmal mit der Koordinatorin besprechen, die einem dann wertvolle Tipps geben kann und alles daran setzen wird, einem zu helfen, das Problem zu lösen. So lässt sich verhindern, dass es entweder einen vermeidbar großen Streit mit der Familie gibt oder man über längere Zeit unglücklich ist, weil man sich nicht traut, Probleme anzusprechen. Im Extremfall kann die Koordinatorin einem auch helfen, die Familie zu wechseln. Das alles funktioniert aber nur, wenn man seine Koordinatorin als Vertrauensperson sieht und entsprechend ehrlich zu ihr ist, denn nur kann sie tatsächlich helfen.

Den Tipp, den ich daher an alle (angehenden) Austauschschüler habe:
Respektiert und schätzt eure Koordinatorin; zögert nicht, bei Problemen Kontakt mit ihr aufzunehmen und behaltet immer im Hinterkopf, dass ihr es zu einem großen Teil auch ihr verdankt, im Ausland zu sein bzw. ins Ausland gehen zu können.