Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Laura in den USA

Tipps zur Vermeidung von Heimweh

Hallo liebe Leser,

heute werde ich mich etwas näher mit dem Thema „Heimweh“ befassen. Meine Zeit im Ausland war von wenig Heimweh geplagt, und deswegen werde ich euch in diesem Artikel meine Tipps und Erfahrungen weitergeben, die mir geholfen haben, dass Heimweh möglichst erst gar nicht auftritt. Natürlich ist dies kein Patentrezept, ich denke, jeder Austauschschüler wird mindestens einmal ein Gefühl erleben, welches man als Heimweh bezeichnet. Doch wenn Heimweh außergewöhnlich häufig auftritt, kann es den Spaß im Ausland sicher einschränken. Deswegen gebe ich meine besten Ratschläge mit auf den Weg. Viel Spaß beim Lesen!


  • Beschäftigung suchen

Ich denke, Heimweh resultiert oft aus Unterbeschäftigung oder Langeweile. Deswegen ist es wichtig „to keep yourself busy.“ Lasst es gar nicht erst dazu kommen! Sucht euch ein Hobby, unternehmt etwas mit Freunden, geht ins Schwimmbad. Es ist wichtig, dass ihr eure Zeit dort genießt und vor allem jede Sekunde bestmöglich ausnutzt und erlebt! Wenn ich das Gefühl hatte, einen Anflug von Heimweh zu haben, war das meist nach einer Phase, in der ich sehr viel Zeit für mich selbst hatte und dann auch viel über zu Hause nachgedacht habe, was mich manchmal etwas melancholisch stimmte. Deswegen achtet darauf, euch Beschäftigung zu suchen und die Zeit auszukosten, anstatt alleine zu Hause zu sitzen und der Heimat zu sehr „nachzutrauern“.


  • Vertraute Traditionen teilen

Während der Zeit im Ausland ist es nicht das Ziel, die Identität des eigenen Landes abzulegen und eine komplett neue im Ausland anzunehmen. Mein persönliches Ziel war eine Art „Bikultur“, also ein Mix aus der Kultur meines eigenen Landes und der des Auslandes. Hier kann es helfen, vertraute und gewohnte Traditionen und Elemente der eigenen Kultur mit in den Alltag zu integrieren. Ich werde in meinem Herzen immer aus Deutschland stammen, und hätte ich versucht, den „deutschen Teil“ in mir komplett zu unterdrücken, als ich in Amerika war, wäre ich vermutlich sehr unglücklich gewesen, jedenfalls auf Dauer. Im oberen Punkt habe ich zwar beschrieben, dass man nicht zu viel Zeit damit verbringen soll, an zu Hause zu denken und in Erinnerungen zu schwelgen, doch meiner Meinung sollte man es auch nicht komplett lassen, denn dann wird man die eigene Heimat irgendwann, an einem bestimmten Punkt, so sehr vermissen, dass Heimweh auftritt. Es kann schon helfen, Kleinigkeiten, die ihr von zu Hause kennt, mit eurer Gastfamilie oder euren Freunden zu teilen. Außerdem haben davon auch eure Mitmenschen im Ausland etwas!


  • Zimmer gestalten

Meine Gastfamilie hat mir viel Freiraum bei der Gestaltung meines eigenen Zimmers gegeben und das hat mir geholfen. Ich habe Fotos von Freunden, Familie und Haustieren aufgehängt, sowohl aus Deutschland als auch aus Amerika. So wurde mein Zimmer wirklich MEIN Zimmer, in dem ich mich wohl und heimelig gefühlt habe. Ich hatte nie das Gefühl, fremd zu sein oder mich nicht wie daheim zu fühlen.


  • Mit Gastfamilie und Freunden reden

Wenn ich sage, ich habe Deutschland keine Sekunde vermisst, würde ich lügen. Ich bin mir sehr sicher, jeder Austauschschüler wird die Heimat ab und an etwas vermissen. Wenn man merkt, dass man eher einen schlechteren Tag hat und man sich nach der Heimatfamilie oder anderem sehnt, sollte man seiner Gastfamilie und seinen Freunden davon erzählen. Ich bin mir sicher, sie werden ihr bestes geben, euch aufzumuntern und zu unterstützen. Jeder weiß, dass ein Auslandsjahr nicht einfach ist und eine Menge Mut erfordert, und jeder hat Respekt und Verständnis dafür. Reden hilft und schweißt euch gleichzeitig noch inniger zusammen, da euch sicher dafür gedankt werden wird, dass ihr euch anderen Menschen mit euren Sorgen oder Problemen anvertraut habt.


  • Mit der deutschen Familie skypen oder telefonieren

Meine Familie und ich haben einmal pro Woche geskypt. Ich habe mich immer sehr auf diese Termine gefreut, und wenn ich meine deutsche Familie mal etwas mehr vermisst habe, hat es geholfen, ihre Gesichter zu sehen und ihre Stimmen zu hören. Gleichzeitig habe ich mitbekommen, was daheim so alles passiert, und meine Familie blieb auf dem Laufenden, wie es mir im Ausland ergeht, was ihnen sicher auch geholfen hat, sich weniger Sorgen zu machen. Kontakt nach Deutschland war mir sehr wichtig, doch sollte man es meiner Meinung auch nicht übertreiben, doch darüber werdet ihr im nächsten Punkt noch etwas finden!


  • Nicht zu viel Kontakt nach Deutschland

Es ist wichtig, die Sache mit dem Kontakt nach Deutschland nicht zu übertreiben, denn das wird euch nur aufhalten, euch einzuleben, und vor allem wird es euch immer wieder zurückwerfen und von eurer Entwicklung im Ausland abhalten. Was den Kontakt in das Heimatland angeht, muss man darauf achten, das richtige Maß zu finden. Gerade in der Anfangszeit, in der man meiner Meinung sehr anfällig sein kann, da man sich vielleicht noch nicht so sicher fühlt oder die Gastfamilie und Mitschüler noch nicht so gut kennt, ist es wirklich wichtig, nicht täglich mit Mami und Papi zu telefonieren. Ich denke, dann lebt man mental mehr in der Heimat als im Ausland und das ist nicht das Ziel eines Auslandsjahres!