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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Finnja in den USA

Mein Flug nach Amerika

Wenn ich nach dem aufregendsten Tag in meinem Leben gefragt werde, muss ich nicht lange überlegen: der Tag an dem ich mein Auslandsjahr gestartet und in die USA geflogen bin. Mit diesem Tag verbinde ich so viele verschiedene Emotionen und obwohl es schon fast ein Jahr her ist, fühlt es sich immer noch an, als wäre es gestern gewesen.

Mein Abflugdatum war der 24.08.2019 und schon die ganzen Wochen davor war ich super nervös und konnte es kaum abwarten. Als es endlich soweit war habe ich früh morgens mit meinen Eltern gefrühstückt und bin dann mit ihnen zu dem Flughafen bei mir in der Nähe gefahren. Meine besten Freunde sind auch extra dahin gekommen, um sich noch von mir verabschieden zu können. Das war der Moment, vor dem ich am meisten Angst hatte: der Abschied. Auch wenn ich sehr traurig war und auch ein paar Tränchen gekullert sind, hat aber doch die Vorfreude überwogen und es war gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Als ich dann im Flugzeug saß kam jedoch der Moment, an dem ich mir nur dachte “Was mache ich eigentlich hier?”, in dem Moment ist das Flugzeug aber auch schon gestartet und ich hatte gar nicht so viel Zeit, darüber nachzudenken. Hinzu kam, dass ich das erste mal seit 8 Jahren geflogen bin und somit super fasziniert von ALLEM war und mich somit auch sehr gut ablenken konnte.

In Frankfurt habe ich mich dann mit meiner Reisegruppe getroffen. DFSR bietet für diejenigen, die die New York Orientation mitmachen, Gruppenflüge an und somit bin ich mit 30 anderen Austauschschülern zusammen geflogen. Da unser Flieger einige Stunden Verspätung hatte, sind wir in dieser großen Gruppe auch die ganze Zeit durch den Frankfurter Flughafen gelaufen, haben Just Dance gespielt und uns kennengelernt. Es war echt schön mit so vielen zusammen zu sein, da so auch die Wartezeit wie im Flug vergangen ist.

Auf dem Vorbereitungstreffen habe ich schon eine andere Austauschschülerin kennengelernt, die am gleichen Tag fliegt und so haben wir schon vorher Plätze nebeneinander gebucht. Zufällig saß auch noch ein anderer Austauschschüler neben uns und so konnten wir den 8 stündigen Flug nebeneinander verbringen. Dadurch ist auch der Flug gleich viel witziger geworden. Wir haben zusammen einen Film gesehen, unsere Abschiedsbücher gelesen und uns die ganze Zeit unterhalten. Gerade in so einer Situation war es super, nicht allein zu sein und jemanden zu haben, der das gleiche erlebt. Somit ging es mir auch den ganzen Flug über ziemlich gut und ich habe gar nicht daran gedacht, dass ich meine Familie und Freunde für 10 Monate zurücklasse. 

Als wir dann in New York gelandet sind, war es in Amerika zwar erst 19 Uhr, aber durch die Zeitverschiebung war ich schon sehr müde. Trotzdem musste ich erst durch die Eiwanderung, bei der mein Visum kontrolliert wurde. Davor war ich sehr aufgeregt, da mir gesagt wurde, dass die amerikanischen Beamten sehr streng sein sollen, aber tatsächlich war es gar nicht so schlimm. Als ich auch noch meine Koffer abgeholt hatte und durch die Zollkontrolle gegangen bin, haben uns die Campleiter mit Schildern am Flughafen empfangen und wir durften noch ein bisschen dableiben, um uns was zu Trinken oder zu Essen zu holen. Wir konnten alle gar nicht so richtig glauben, dass wir jetzt wirklich in New York waren und sind deshalb direkt zu einem Fenster gelaufen, von dem man leicht die Skyline und einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen konnte. 

Danach ging es dann auch schon mit einem Shuttle Bus ins Hotel, wo wir in unsere Zimmer aufgeteilt wurden. Ich habe mir ein Zimmer mit einer Spanierin geteilt, mit der ich mich super verstanden habe und zu der ich auch immer noch Kontakt habe. Als ich endlich in meinem Zimmer war, war ich wirklich todmüde und bin direkt eingeschlafen.

Selbst ein Jahr später hat dieser Tag immer noch eine enorme Bedeutung für mich, weswegen ich ihn gerne mit dir teilen wollte und ich hoffe, dass deiner auch so abenteuerlich, lustig und aufregend wird. :)