Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Ella in Nanaimo

Mein dritter Monat in Kanada - Ostern

Kaum zu glauben… Nun ist einfach schon über die Hälfte meines Aufenthalts hier um und ich wünsche mir mittlerweile, dass ich für immer hierbleiben könnte. Ich komme erst jetzt, gegen Mitte des Monats, endlich dazu meinen Artikel zu schreiben, da ich in den letzten zwei Wochen nicht wirklich zuhause war und somit keine Möglichkeit hatte.

Diesen Monat war ich das allererste Mal mit meiner Gastfamilie in Tofino, einer kleinen Stadt am Meer. Ich habe mich riesig auf das Wochenende gefreut, da jede Person, ob Kanadier oder Austauschschüler, davon geschwärmt hat. Als wir dann am Freitagabend in Uqlulet, einem Nachbardorf , angekommen sind, haben wir am Abend noch den Strand , oder eher die Bucht besucht die auch bei Nacht wunderschön aussah. Rechts und links waren hohe Berge und man konnte vom Strand aus, auf das offene Meer hinausschauen. Am nächsten Morgen sind wir dann trotz des schlechten Wetters nach Tofino gefahren und auf dem Weg haben wir tatsächlich einen kleinen Schwarzbären am Straßenrand gesehen.

All die kleinen Läden hatten so ein Inselfeeling und ich habe mich so ein bisschen wie in Outerbanks (eine netflixserie; welches an einem ähnlichen Ort spielt) gefühlt. Am Nachmittag waren wird dann noch am Long Beach, der wirklich groß und imposant war. Da die Wellen relativ hoch waren, sind auch ein paar Leute gesurft. Ich muss sagen, es war mit einer der schönsten Strände, die ich jemals gesehen habe.

Am Abend waren wir dann noch in einem echt schönen Restaurant essen, was ein perfekter Abschluss für dieses Wochenende war. Ich weiss leider den Namen nicht mehr aber es war wirklich empfehlenswert :)

Am Sonntag morgen war ich dann zum allerersten Mal in meinem Leben surfen.

Ich muss zugeben, dass ich echt nervös war, da es an dem Tag recht stürmisch war und wir nicht wusste, wie  gut die Wellenbedingungen waren. Ich musste mir vorher noch einen Neoprenanzug ausleihen, da die Wassertemperatur ca. 8 Grad betragen hat  :/.

Zu Beginn der Surfstunde haben wird dann erstmal das sogenannte „Wellenreiten“ gelernt. Wir haben uns auf den Bauch auf das Surfboard gelegt und wurden dann von der Welle ans Ufer getragen. Das Gefühl war wirklich unbeschreiblich, es hat sich angefühlt, als würde man fliegen.

Nach einer Weile haben wir dann gelernt , wie man sich auf dem surfboard hinstellt und das nach kurzer Zeit, dann auch in der Praxis auf dem Wasser geübt. Obwohl ich ca. 1000 mal ins Wasser geklatscht bin, habe ich es auch es mehrmals hinbekommen. Es war wirklich eine sehr coole Erfahrung und ich freue mich schon riesig, im Sommer bei (hoffentlich) wärmeren Wetter surfen zu können.

Eine Woche später habe ich dann auch schon mein erstes Ostern in Kanada gefeiert. Wir sind über das lange Wochenende nach Port Alberni zu Jens Eltern gefahren und haben dort mit ihren Verwandten Ostern verbracht. Nachdem wir am Samstag angekommen sind, haben wir alle am Abend zusammen gegessen und wir haben danach noch lange zusammen gequatscht und Spiele gespielt.

Am Sonntagmorgen haben Jen und ihre Mutter dann kleine Ostereier versteckt und alle Kinder haben sich dann auf Eiersuche über das ganze Grundstück begeben. Anschließend bin ich mit den Patenkindern von Jens Vater das allererste Mal Boot auf dem See, hinter ihrem Haus, gefahren. Ich war zwar schon mal Boot fahren, aber dies war eine ganz neue Erfahrung. Der See war sehr ruhig weswegen das Boot auch nicht geschaukelt hat, worüber ich  sehr froh war.

Zuletzt haben wir dann noch gekochte Eier gefärbt und bemalt. Anders als bei mir zuhause wurden die Eier hier mehr bemalt und dann in verschiedene Farben getaucht. Ich muss zugeben, dass die verzierten Ostereier zwar sehr bunt aber auch echt einzigartig aussahen :).

Ich habe dieses Ostern hier so genossen und hoffe, dass ich irgendwann nochmal Ostern mit meiner Gastfamilie dort verbringen kann.

Gegen Ende des Monats hatte ich dann noch Provincials von Volleyball ( ein Turnier in denen alle angemeldeten Teams aus British Columbia gegeneinander spielen) in Vancouver.

Wir sind dann also am Freitagabend mit der Fähre nach Vancouver gefahren und ich war richtig nervös, da dies schließlich mein erstes richtig großes Turnier war. Im Hotel angekommen haben wir dann zusammen im Pool mit anderen Teams aus Spaß schon mal Volleyball gespielt und ich habe mich entspannt als ich gesehen habe, dass ich nicht die Einzige bin, die nervös ist. Als unser Team dann am nächsten Morgen das erste Spiel hatte, war meine Aufregung wie weggeblasen und ich habe mich einfach nur auf dieses Wochenende gefreut. Wir waren in der besten Liga der Provinz gelistet und obwohl wir am ersten Tag alle Spiele knapp verloren haben, hat es super viel Spaß gemacht, gegen so viele gute Teams zu spielen. In der Pause haben wir uns alle Merch wie z.b Hoodies oder Sweatshirts geholt, bevor wir anderen Teams bei ihren Spielen zugeschaut haben.

Am Samstagabend war unser ganzes Team dann noch in der „Old Spaghetti Factory“ essen und es war so schön, zum Abschluss ein Essen mit dem ganzen Team zu haben. Es hat mich aber auch traurig gestimmt, besonders als unser Trainer über die zukünftigen Saisons geredet hat :(. Naja, ich komme ja hoffentlich wieder und kann dann auch mein Team sehen. Am Sonntag haben wir leider auch alle drei Spiele verloren und sind somit 16ter von 64 Plätzen in BC geworden.

Auf dem Rückweg nach Hause haben wir uns dafür umso besser verstanden und ich wünsche, dass wir für immer ein Team bleiben könnten.

Solltet ihr in Deutschland irgendeinen Sport machen, kann ich euch auf jeden Fall empfehlen einen Teamsport zu machen. Es macht so viel Spaß, ihr habt eine tolle Zeit und ihr kommt mit Leuten viel besser in Kontakt :)

Das war ziemlich genau mein dritter Monat in Kanada und ich hoffe, dass euch das lesen so sehr gefallen hat, wie mir das schreiben :).