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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Jonas in Baroville

Ich fühle mich hier schon heimisch

Nach dem ich mich im ersten Monat schon sehr gut eingelebt hatte, hat sich dieses Wohlbefinden im Oktober noch weiter bekräftigt. Anfang des Monats dachte ich mir, meiner Gastmutter mal einen freien Abend zu bescheren und selber für die ganze Familie ein Essen zuzubereiten. Und um gleich einmal die Gelegenheit zu nutzen, besorgte ich alle Zutaten für eins meiner Lieblingsgerichte: Schnitzel mit Kartoffelecken. Dies hat meiner Gastfamilie so gut geschmeckt, dass kurzerhand beschlossen wurde, mich jeden Monat einmal etwas zubereiten zu lassen, das ich gerade aus der deutschen Küche vermisse. Ich finde das sehr schön, dass auch wenn ich hier bin um ihr Leben in Frankreich kennen zu lernen, sie trotzdem auch viel Interesse an meinem Leben in Deutschland zeigen und mich auch fast täglich fragen, wie denn manche Dinge bei uns anders ablaufen als bei ihnen.


 

Nach dem ich ihnen eines meiner Lieblingsgerichte zubereitet hatte, wollte mir meine Gastfamilie zeigen, was sie gerne zum Dessert machen, um eine stressige Woche hinter sich zu lassen. Aus diesem Grund wurde bereits während des Abendessens am Freitag Schokolade geschmolzen und anschließend ein Schokobrunnen in der Mitte des Tisches aufgebaut. Dazu haben wir dann noch Obst in kleine Stücke geschnitten. Ich weiß nicht ob es an der Schokolade lag, aber die Atmosphäre an dem Abend war richtig gut und ich konnte mich super mit meiner Gastfamilie unterhalten. Bereits im September begann ich beim Verein der Stadt, in der sich meine Schule befindet, mit Fußball spielen und hatte jetzt im Oktober mein erstes Match. Überraschenderweise lief die Verständigung während der ersten Trainings auch sehr gut, zu einem großen Teil auch dadurch da meine Mannschaftskameraden immer hilfreich sind und mir alles wenn nötig noch einmal ruhig erklären, wodurch ich auch keinerlei Probleme hatte Anschluss in der Mannschaft zu finden.

 

 

Ab Mitte des Monats begannen unsere 2-wöchigen-Oktoberferien. Da meine Gasteltern arbeiten mussten, blieben wir die ganze Zeit zu Hause. Meine Klasse sollte zu dem Zeitpunkt ein Buch mit Gedichten über die Ferien lesen. Obwohl ich während des Französischunterrichts eigene Aufgaben bekomme und nicht den selben Stoff mache wie meine Klasse (was mir auch viel mehr bringt, da mir die Lehrerin einen Plan mit Aufgaben aus allen Bereichen zusammen gestellt hat, welche mit der Zeit auch anspruchsvoller werden), kaufte ich mir das Buch um in den Ferien ein wenig zu lesen. Und glücklicherweise waren die Gedichte sogar sehr einfach geschrieben, zumindest empfand ich es so, sodass ich keine Probleme hatte sie zu verstehen, auch wenn ich natürlich einige Wörter nachschlagen musste. Ende der ersten Ferienwoche gingen wir nach Troyes, um uns ein Konzert anzuhören, bei dem auch mein kleiner Gastbruder mit seinem Chor vom Collège teilnahm. Bei dem Konzert handelte es sich um ein jährlich stattfindendes Event, bei dem 750 Schüler aus den Collège der Region Aube, Lieder von Pascal Obispo, einem bekannten Sänger und Musikproduzenten aus Frankreich, gemeinsam singen. Und wenn man sich das Bild ansieht, kann man sich vorstellen, wie beeindruckend es aussieht und klingt, wenn hunderte Kinder auf einer Bühne stehen und gemeinsam singen.

 

In der letzten Ferienwoche hatten wir dann wieder nichts geplant und außer für einen kleinen spontanen Shopping-Ausflug mit meiner Gastmutter, ihrer Schwester und meinen beiden Gastschwestern, verließen wir nicht das Haus. Da es hier in der Gegend auch keine Busverbindung gibt, skypte meine Gastschwester viel mit ihren Freunden. Dadurch dass ich auch nicht wirklich wusste was ich tun könnte, setzte ich mich einfach mit dazu und fing an mit ihren Freunden zu reden. Jetzt im Nachhinein war das wahrscheinlich das beste was ich hätte machen können. Denn anstatt die ganze Zeit in meinem Zimmer zu hocken und deutsche und englische Musik zuhören, unterhielten wir uns ununterbrochen von Früh bis Abends auf französisch, was mich im Verständnis, der Aussprache und vor allem im Antworten auf Gesagtes sehr weit vorangebracht hat. Zudem verbrachte ich dadurch auch  viel Zeit mit meiner Gastschwester, wodurch wir uns jetzt richtig gut verstehen. Allgemein fühle ich mich nach diesem zweiten Monat hier schon heimisch und hab von meiner Gastfamilie das Gefühl bekommen, ein Teil dieser Familie zu sein. Und ich denke darauf kommt es auch an bei diesem Austauschprogramm. Dass man nicht nur 'bei' einer Gastfamilie lebt, sondern zusammen 'mit' ihnen lebt. Dass man nicht nur erwartet, dass sich 5 oder 10 Monate um einen gekümmert wird, sondern das man dankbar ist, von einer Familie aufgenommen zu werden, sich integriert und ihnen auch zeigt, dass man gewillt ist an ihrem Leben teilzunehmen. Und ich denke wenn man das macht, hat man auch eine super Zeit im Ausland. 

Hier geht es weiter zu Teil 3

Jonas verbringt sein Austauschjahr in Baroville, Frankreich und berichtet von seinen Erfahrungen. Hast du auch Lust auf einen Austausch in Frankreich? Dann vereinbare noch heute ein Beratungsgespräch!

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