!DOCTYPE html>

Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Image can't be displayed.

Lima in Victoria

Ich lasse mich überraschen, was auf mich zukommen wird

Ich bekam in der letzten Woche vor den Ferien einen Anruf von meiner Organisation, wonach ich doch nicht den Ort und die Schule wechseln werde, sondern weiterhin auf dieselbe Schule in Yarram gehen würde. Außerdem erfuhr ich, dass ich in einer kleinen Gemeinde, ca. 20 km von Yarram entfernt, bei meiner neuen Gastfamilie leben werde. Es war erst einmal schwierig für mich, mich doch wieder auf denselben Ort einzustellen, nachdem ich meinen Lehrern und Freunden mitgeteilt hatte, dass ich umziehen würde.

Da für meine neue Gastfamilie noch nicht alle Dokumente eingereicht beziehungsweise ausgefüllt waren, blieb ich in der ersten Ferienwoche jedoch zunächst bei meiner ersten Gastfamilie und zog in der zweiten Woche mit meinem Koffer etliche Kilometer weiter zu meiner Koordinatorin. Während der Ferienzeit habe ich ehrlich gesagt sehr viel Fernsehen geschaut, aber ich konnte auch immer mal wieder Tagesausflüge unternehmen. Zu Beginn der zweiten Woche wurde ich dann leider krank, wie sehr viele hier zu dieser Zeit.

Meine Koordinatorin wohnt in einem etwas größeren Ort etwa 1,5 Stunden von Yarram entfernt. Sie hat fünf Kinder, wovon zwei noch zuhause wohnen und die jüngste Tochter etwa in meinem Alter ist, was echt praktisch war. Meine Koordinatorin hat mit mir eine Menge unternommen und wir waren fast jeden Tag unterwegs. Da die Schule wieder anfing, die erforderlichen Dokumente für den Umzug aber immer noch nicht angekommen waren, kehrte ich am Ende der zweiten Woche zurück nach Yarram, in meine alte Gastfamilie.

Mitte der ersten Woche nach den Schulferien konnte ich dann endlich zu meiner neuen Gastfamilie wechseln und zog zu den Millers. Hier habe ich jetzt zwei Gastschwestern. Laura ist zwei Jahre älter als ich (18) und gerade sehr mit ihrem Schulabschluss und den damit verbundenen Klausuren in zwei Wochen beschäftigt. Meine gleichaltrige Gastschwester heißt Emma. Sie besucht wegen der Pre School in Australien (ein Jahr Vorschule) aber erst die zehnte Klasse. Seitdem ich hier wohne, stehe ich jeden Tag eine Stunde früher auf und kann die Erfahrung machen, täglich den Schulbus zu nehmen. Schon bevor ich zu meiner neuen Gastfamilie zog, wurde mir von allen berichtet, dass diese supernett sind und ich mich sehr wohl fühlen werde bei ihnen. Und soweit ich das bis jetzt schon einschätzen kann, stimmt das auch.

Meine Familie wohnt nur etwa 5 Minuten zu Fuß von ihrer Farm entfernt. Aber das ist auch das einzige, was man so erreichen kann. Von hier fahren auch leider keine Busse. Das bedeutet natürlich eine ziemliche Umstellung, da ich jetzt immer davon abhängig bin, dass mich meine Gastfamilie zu Terminen oder Verabredungen hinbringt und wieder abholt. Die Farm ist recht groß. Es gibt fast 400 Kühe und Lämmer, außerdem 11 Katzen, einige Schafe und Meerschweinchen, wovon leider eines vor kurzem gestorben ist. Beide Gasteltern arbeiten auf der Farm und meine gleichaltrige Gastschwester hilft dort auch oft und gern mit. Ich habe bisher nur beobachtet.

Ich wohne hier jetzt seit mittlerweile anderthalb Wochen und gewöhne mich nach und nach ein. Letzte Woche wurde es hier in der Gegend das erste Mal richtig heiß, woraufhin meine ältere Gastschwester Laura mit einer Freundin und mir an den Strand gefahren ist und ich das erste Mal in Australien baden war. Der Strand ist übrigens sehr lang und sehr schön und nur 5 Minuten mit dem Auto entfernt. Emma war in der letzten Woche mit ihrem Jahrgang auf „Melbourne Camp“ und kam daher nicht mit. Da Laura am nächsten Tag arbeiten musste, war ich alleine in unserem Pool am Haus schwimmen.

Dieses Wochenende besuchte ich mit meiner Gastfamilie mehrere Male Yarram, da mein Gastvater dort wegen Rückenschmerzen im Krankenhaus lag. Es geht ihm jetzt glücklicherweise wieder besser und er ist zurück auf der Farm. Gestern nahmen wir im Krankenhaus an einer Verlosung teil, was hier offenbar eine ziemlich beliebte Beschäftigung ist (es gibt auch regelmäßig Auslosungen in der Schule). Dabei habe ich eine große Topfpflanze gewonnen!

In der Schule habe ich mal wieder etwas umstrukturiert und einige Fächer gewechselt. Statt zweimal Mathe belege ich es jetzt nur noch einmal (das weniger schwere) und dafür zusätzlich Kochen und an Stelle von Outdoor Education mache ich jetzt bei Media mit. Da ich lange Zeit nicht wusste, dass ich an der Schule bleiben würde, hatte ich einige SACs (Klausuren) nicht mitgeschrieben und die Ferien-Hausaufgaben ausfallen lassen, was sich jetzt rächt, denn ich hinke in einigen Fächern mittlerweile doch etwas hinterher.

Zusammengefasst brachte der letzte Monat für mich eine ziemlich überraschende Wende (oder eben nicht, je nach Betrachtungsweise) und auch für das nächste Schuljahr scheint noch nicht sicher, wo ich sein werde. Ich werde mich dann wohl wieder überraschen lassen, was auch immer auf mich zukommen wird.

Lima berichtet über ihr Auslandsjahr in Victoria. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Australien? Wir beraten dich gerne!

Beratungstermin vereinbaren