8:45 19th November 2021

Mein Alltag in den Tropen

Coucou! Für diesen Beitrag dachte ich mir nehme ich euch mal für einen Tag mit! Heute ist der letzte Tag vor den Sommerferien, und ich will ja nicht flexen aber die dauern hier 5 Wochen… Ich hab’s nötig und freue mich riesig. Zu blöd nur das die meisten meiner Freunde wegfahren ☹. Wie dem auch sei, bevor ich anfange, gehe ich generell noch zu meinem Alltag ein:

Alltag in der Schule:

Der Stundenplan hier ist von Person zu Person und Schule zu Schule unterschiedlich. An manchen Schulen haben die Schüler jeden Tag bis 17h Schule und teilweise auch Samstag. Beides trifft bei mir zum Glück nicht zu. Generell würde ich sagen habe ich einen relativ entspannten Stundenplan: Nur 1-2-mal die Woche (hängt von A- oder B-Woche ab) bis 17h, Mittwoch ist sowieso immer kurz und ich kann sogar ausschlafen, und Dienstag und Donnerstag sind auch chillig.

Die Stunden hier dauern 55min und zwischen den Kursen hat man immer 5 Minuten Zeit, um Raum zu wechseln, was echt nötig ist, weil meine Schule riesig ist. Nach zwei Stunden Unterricht hat man hier 15min Pause, in der du dich mit Freunden treffen kannst oder dir in der Cafeteria was kaufen kannst. Mittagspause ist dann um 11.35 und dauert normalerweise 1,5h, was echt geil ist. Momentan esse ich in der Kantine, die man auch zahlen muss. Das Essen hier besteht meistens aus einem Salat, einem Obst, einem Joghurt, einem Brötchen und einer Hauptspeise.

Ich bin hier in der Première also in der 11. Klasse. Meine Fächer hier sind:
-Francais
-Anglais
-Histoire-Geographie (ja das ist zusammen)
-EMC (Enseignement moral et civique = bisschen wie Sozialkunde)
-Sport
-Physique-Chemie
-SVT (sciences sur la vie et la terre)
Zudem muss man in der Premiere noch 3 Spezialitäten wählen, die man 4h die Woche hat. Meine sind:
-HLP Philosophie
-LLCE Englische Literatur
-HGGPSP Geopolitik

Die Tests schreibe ich eigentlich in allen Fächern mit und ich werde auch normal benotet. Nur in Französisch und Histoire-Géo muss ich nicht immer mitschreiben, das ist aber von den Lehrern abhängig. Generell würde ich sagen ist die Schule hier viel einfacher als in Deutschland, vor allem was die Sprachen aber auch Geographie oder Geopolitik angeht.

Alltag nach der Schule und an freien Tagen:

Nach der Schule ist normalerweise nicht viel los. Ich komme nach Hause und chill meistens dort dann einfach. Das ding ist selbst wen ich was machen wollen würde, gäb´s halt niemanden der Zeit hat. Mittwochs nach der Schule kann man außerschulische Aktivitäten machen, die das Lycée anbietet. Bei mir gibt es Klettern, Badminton, Volleyball und Musculation. Es ist aber nicht wie in Deutschland mit Wahlfächern. Du meldest dich einfach nur einmal an und kannst dann jede Woche entscheiden, wie und wo du hingehst. Ich habe dort auch Musculation gemacht, gehe aber jetzt nicht mehr, da mittwochs wie gesagt mein kurzer Tag ist und ich den Nachmittag auch anderweitig nutzen kann (zb um zum Strand Boucan Canot oder nach St. Gilles zu Fahren) Zudem melde ich mich auch jetzt im Fitnessstudio an. Wenn ich am Wochenende was machen will, muss ich einfach nur meine Gastmutter fragen und die ist meistens auch einverstanden es sei denn sie hat etwas vor.

Alltag in der Gastfamilie:

Mein Alltag in der Gastfamilie… bzw. hier eben besonders, wie ich im Haushalt mithelfe: Als erstes, versteht sich eigentlich von selbst, mein Zimmer ordentlich und sauber halten. Damit meine ich auch, putzen und fegen. Ansonsten fege ich auch mal im Haus, v.a. wenn es regnet und die Hunde im Haus sind. Ich soll ungefähr einmal im Monat das Auto staubsaugen und alle zwei Wochen ca. soll ich die Dusche putzen, incl. Abfluss. Außerdem koche ich einmal die Woche, das gilt für mich genauso wie für meine Gastbrüder. Aber selbst, wenn wir es mal nicht schaffen, ist das nicht schlimm, ich müsste auch mal wieder kochen fällt mir grad ein… ups. Das sind so meine Aufgaben, die abgesprochen sind. Dazu kommen noch Dinge, bei denen ich einfach mal mit anpacke. Wäsche aufhängen oder zamlegen, selbst wenn es nicht meine ist; Müll rausbringen. Zudem helfe ich eigentlich viel in der Küche, v.a. mit dem aufräumen und abspülen… Hab ich gleich ab dem ersten Tag von allein gemacht, was ich euch wirklich auch empfehle. Ich würde nämlich sagen, dass es hier oft so ist, dass die Leute nicht gerne fragen, ob ihr mal mit anpacken könnt. Sie sagen nicht, wenn sie mit etwas unzufrieden sind und dass kreiert schnell Missverständnisse und Spannungen. Also was ich euch mitgeben kann ist definitiv: Wartet nicht bis sie euch um Hilfe bitten, oder irgendwas sagen. Packt von allein mit an. Kocht mal, räumt die Spülmaschine aus, wenn ihr grad nichts zu tun habt, spült ab, hängt die Wäsche auf, wenn die Waschmaschine fertig ist, selbst wenn es nicht eure ist, holt die Wäsche rein, wenn es regnet. Generell wenn ihr seht ja ok das könnt ich jetzt machen, dann macht es, zb wenn ihr seht, dass der Müll voll ist ihn rausbringen, wenn die Wäsche trocken ist sie abhängen usw… Das kommt immer gut an 😊

Alltag in den Tropen:

Bzw. Mein Alltag bei dem heißen Wetter. Ich wohne auf einem Plateau und nicht direkt am Strand, weswegen es bei mir deutlich kühler ist. Betonung liegt auf kühlER, nicht kühl. Aber bis jetzt geht es eigentlich. In letzter Zeit regnet es relativ häufig, dh es wird zwar vormittags recht schnell heiß und unangenehm aber gegen Mittag Nachmittag, zieht es oft wieder zu und fängt an zu regnen was die Luft zwar erst abkühlt, aber sobald es aufhört, ist es unglaublich schwül. Trotzdem konnte ich bis jetzt noch in langen Hosen rumlaufen (also so lockere Hosen, was aber schon echt warm ist), ich denke aber das wird sich jetzt dann doch ändern.
Zudem sind die Mücken hier schrecklich lästig und Mückenspray wird täglich benutzt. Zudem hat muss man hier aufpassen mit Denguefieber des sich ja über die Viecher verbreitet. Es ist jetzt nicht sehr wahrscheinlich, aber dennoch möglich es zu kriegen.
Ansonsten was jetzt nicht wirklich immer alltäglich ist aber jetzt im Dezember/Januar sind letchis/litchis. Die gibt’s überall und machen süchtig. Ich esse sie eigentlich täglich und kann trotzdem nicht genug kriegen. Es ist einfach komisch, wie die ganzen Früchte hier heimisch sind. Auch Passionsfrucht und Mango (wenn grade Mango-zeit ist).

Celestine

La Réunion

Celestine verbringt ihr Auslandsjahr 2021/22 auf La Réunion, einer französischen Insel im pazifischen Ozean. Hier kannst du sie bei ihren Abenteuern während des Schüleraustausches begleiten.

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