12:39 22nd Februar 2022

Halbzeit auf Sizilien

Ciao,

Jetzt ist schon fast die Hälfte meines Auslandsjahres um und es bereitet mir nun fast keine Probleme mehr auf Italienisch zu reden. Im Unterricht bin ich allerdings trotzdem noch etwas verloren. Damit komme ich auch gleich zu dem Thema dieses Student Reports. Diesmal möchte ich nämlich über die Probleme reden, die es bisher gab und zum Teil noch gibt.

Zuerst etwas zur Schule, die mir immer noch einige Probleme bereitet. Im Gegensatz zum Unterricht in Deutschland (zumindest so wie ich es an meiner Schule gewohnt bin) beruht er zum Großteil darauf, dass der Lehrer durchgängig redet. Nur in Fächern wie Mathe, Deutsch und Englisch schreiben die Lehrer manchmal Übungen oder Vokabeln an. In wenigen Fächern schauen wir uns ein paar Bilder oder ganz selten ein Video an. Dadurch ist es oft sehr schwierig für mich dem Unterricht zu folgen. Bei den mündlichen Leistungskontrollen und Tests muss ich trotzdem teilnehmen. Die Lehrer sind aber immer sehr hilfsbereit und verständnisvoll und geben mir weniger Text zum Lernen auf oder erklären mir schwierige Texte. Es ist natürlich immer anstrengend in der Schule, aber es wird mit jeder Woche besser.

Ein anderes Problem hatte ich auch dabei Freunde zu finden. Am Anfang hatte ich eigentlich nur Kontakt mit meiner Klasse. Ich glaube viele meiner Klassenkameraden hat es abgeschreckt, dass sie mit mir Englisch sprechen müssten, daher hat es relativ lange gedauert, bis ich Freunde in meiner Klasse gefunden habe. Meiner Meinung nach ist es daher sehr wichtig, so schnell wie möglich Freizeitaktivitäten zu finden, um mehr Leute kennenlernen zu können. Das habe ich allerdings etwas schlecht organisiert und erst spät damit angefangen. Jetzt bin ich bei den Pfadfindern, mit denen ich fast jedes Wochenende etwas mache; nehme seit drei Wochen an einem Kurs für Capoeira teil und zusammen mit meiner Gastschwester sehe ich mich gerade nach einer Möglichkeit Tennis oder Paddel zu spielen um. Außerdem habe ich vor ein paar Tagen eine Musikschule in der Nähe entdeckt.

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Ein weiteres Problem könnte natürlich die Gastfamilie sein, welche bei mir jedoch nicht so ein großes Problem darstellt. Natürlich gibt es hin und wieder Konflikte zwischen den Familienmitgliedern und auch schon ein paar Mal mit mir. Mein Gastvater legt zum Beispiel sehr viel Wert auf Ordnung und weist mich manchmal daraufhin, wenn etwas nicht aufgeräumt wurde. An die neuen Regeln gewöhnt man sich aber nach einigen Wochen. Das wichtigste ist, dass ihr euch mit eurer Gastfamilie generell gut versteht.

Ich möchte noch anmerken, dass es ganz sicher viele schöne, aber vielleicht ein paar weniger schöne Überraschungen gibt, die nicht euren Erwartungen entsprechen. Beispielsweise war ich zu Beginn sehr geschockt, als ich erfahren habe, dass ich jeden Tag 50 Minuten zur Schule hin und 50 Minuten zurücklaufen muss. Jetzt habe ich aber erkannt, dass das auch Vorteile hat.

Ich bin mir sicher, dass sich diese kleinen Probleme leicht beheben lassen.

A la prossima volta.

Jenny

Sizilien

Jenny verbringt ihr Auslandsjahr 2021/22 auf Sizilien, Italien. Hier kannst du sie bei ihren Abenteuern während des Schüleraustausches begleiten.

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