Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Frieda in den USA

Oktober in Michigan

Der zweite volle Monat ist vergangen und die Zeit ist unglaublich schnell verflogen. Allgemein wird das Wetter jetzt kälter. Allerdings schwankt es ziemlich. Mir geht es sehr, sehr gut hier und ich könnte mir keine bessere Gastfamilie vorstellen. Für die Schule muss ich glücklicherweise nicht allzu viel machen, ich bekomme öfter mal Hausaufgaben auf und ich schreibe normalerweise 1-3 mal die Woche einen Test/Quiz, wofür ich mich am Abend davor vorbereite (was definitiv ausreichend ist). Mit dem Englisch klappt es ganz gut und man gewöhnt sich schnell daran, alles auf Englisch zu machen. Auch Filme auf Englisch zu schauen (was ich vorher nicht gemacht habe) geht viel besser und es ist viel besser, die Filme in der Originalsprache zu schauen, meiner Meinung nach.  

Der Alltag mit meiner Gastfamilie läuft super gut, ich habe meine Aufgaben und helfe, wo ich kann. Wir kochen fast jeden Abend und vor allem mein Gastvater ist ein talentierter und begeisterter Koch. Allgemein finde ich es sehr cool, seitdem ich hier bin, neues Essen auszuprobieren. Meine persönlichen Favoriten, wenn es um Fast Food geht, sind Taco Bell und Arby’s. Allerdings essen wir verhältnismäßig sehr wenig Fast Food. Außerhalb der Schule verbringe ich sehr viel mit zwei weiteren Austauschschülern aus der Umgebung (Italien und Frankreich). Allerdings auch mit Freunden, die ich in der Schule kennengelernt habe. Die meisten meiner sozialen Kontakte habe ich in meinem Team gemacht und durch die Schule.  Allgemein muss man sehr offen auf Menschen zugehen und selbst die Initiative ergreifen. 

Ich handhabe das mit dem Kontakt nach Hause so, dass ich telefonisch mit meiner Familie in Kontakt bleibe (ca. alle zwei Wochen telefoniere ich beispielsweise mit meinen Eltern) und mit Freunden schreibe oder, wenn ich Zeit habe, telefoniere. Das funktioniert für mich aktuell sehr gut. Allgemein habe ich im ersten Monat mit kaum jemandem telefoniert, weil so viel neues passiert ist und ich gar keine Zeit hatte, meine Familie zu Hause auf dem Laufenden zu halten (auch aufgrund der Zeitverschiebung). Nach ca. 6 Wochen habe ich dann angefangen, meine Erlebnisse mit meiner Familie zu teilen, indem ich sie angerufen habe. 

Ich kann nach dieser Zeit jetzt auch etwas über Unterschiede sagen, die mir aufgefallen sind. Das war für mich ein großer Reiz, diese Erfahrung zu machen.  Es ist sehr interessant, die Unterschiede in bestimmten Situationen zu sehen und vor allem am Anfang sind mir sehr viele Details aufgefallen, die anders aussehen, anders gehandhabt werden oder ganz anders sind. Hier ein paar Beispiele:

  1. Die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern ist viel freundschaftlicher. Die Art, wie sich Lehrer und Schüler unterhalten ist viel lockerer und Lehrer geben sehr viel mehr preis von ihrem Privatleben. 
  2. Die Klamotten sind allgemein sportlicher. Es werden mehr Leggings/Jogginghosen als Jeans getragen. Crocs oder Adiletten tragen die Mehrheit der Schüler für die Schule. 
  3. In einem Restaurant bestellt man ein Getränk, das man dann unaufgefordert unendlich nachgefüllt bekommt. Auch in manchen mexikanischen Restaurants bekommt man Chips unendlich nachgefüllt, obwohl man einen festgelegten Preis bezahlt. 
  4. Wenn man neue Klamotten kauft, werden diese meistens nicht anprobiert, oder die Anproben sind abgeschlossen und man muss gezielt bei einem Mitarbeiter nachfragen.

Das war nur ein kleiner Teil und ich werde vielleicht in den nächsten Berichten noch mehr über Unterschiede, die mir hier aufgefallen sind, schreiben. 

In dem Monat Oktober habe ich wieder sehr viel erlebt und hatte vor allem an den Wochenenden sehr viel Spaß. Ich bin auf ein Football Spiel einer anderen Schule gegangen, was sich von den Football Spielen an meiner Schule unterschieden hat und eine tolle Erfahrung war. 

Ich bin an einem Wochenende mit meiner Gastfamilie bowlen gegangen und haben in der Bowling Halle noch verschiedene Spiele gespielt, die dort angeboten wurden (ähnlich wie auf einer Kerwe). 

Eine Woche später bin ich mit zwei Freunden nochmal in einer anderen Bowling Halle spielen gegangen. 

Außerdem habe ich eine Tour mit den E-bikes mit meinem Gastvater gemacht, wir sind durch die nahen gelegenen Wälder gefahren und es war sehr schön, vor allem, weil die Blätter anfangen, sich bunt zu färben. 

Wir sind dreimal innerhalb der Halloween Zeit zu einem haunted house gegangen, was wirklich sehr, sehr gruselig war. Ein haunted House ist ein Gebäude, das in der Halloween Zeit genutzt wird als Halloween Attraktion. Es wird gruselig dekoriert und echte Menschen erschrecken dich, verkleidet. Man läuft durch und wird dann an unerwarteten Stellen erschreckt (es ist in den meisten Räumen dunkel).  

Passend zu der Halloween Zeit, die hier relativ groß gefeiert wird, haben wir an einem Wochenende Kürbisse ausgeschnitzt (mit der Familie meiner Gastmutter). 

Außerdem hatte ich weitere Cross Country Rennen, was nach einigen Tagen voller Regen eine ganz schön schlammige Angelegenheit war. 

Mitte Oktober wurden meine Gasteltern und ich auf eine Hochzeit eingeladen, es war ein toller Abend mit sehr leckerem Essen und ganz viel Spaß.  Wir sind 2h dorthin gefahren und in einem Hotel übernachtet. Vor allem die Fahrt war sehr, sehr lustig. Weil meine Gasteltern so jung sind, haben wir  einen ähnlichen Musikgeschmack, und wir haben auf der Fahrt laut Musik gehört und hatten sehr viel Spaß. Ich bin sehr dankbar, dass ich miteingeladen wurde und eine amerikanische Hochzeit erfahren durfte und zusätzlich das erste Mal eine Kirche hier von innen sehen konnte. 

An dem letzten Wochenende von Oktober hatte ich am Samstag morgens mein letztes Cross Country Rennen. Es waren regionale Wettkämpfe, für die ich mich qualifiziert habe. Es war wieder sehr matschig aber ein sehr, sehr schönes letztes Rennen. So traurig ich auch bin, dass die Season vorbei ist, bin ich sehr dankbar für mein Team und meinen Trainer, die mich so gut aufgenommen haben.

An Halloween bin ich mit Freunden trick or treating gegangen und durfte das beliebte Halloween in den USA miterleben. Meine Gastmutter und ich sind vorher in einen großen Halloween Shop gegangen und haben uns all die Kostüme angeschaut und uns durch die Masken probiert, was sehr lustig war.

Der ganze Monat Oktober wird hier in den USA rund um Halloween gelebt und es gibt so viele tolle Angebote rund um Halloween. Ich habe mit meinen Gasteltern Halloween Filme geschaut und leckere Snacks gemacht, Cider getrunken und ein Lagerfeuer gemacht. 

Das war ein kleiner Einblick in meinen vergangenen Monat, bis zu meinem nächsten Bericht.