Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Isabell in Dänemark

Geburtstag in Dänemark

Hej,

Nun ist schon die Halbzeit meines Auslandsaufenthaltes. Wirklich schnell, wie die Zeit vergeht.

Ich weiß jetzt schon, wenn ich nach Hause komm, werde ich einige Dinge hier vermisse. Nicht zuletzt meine Gastfamilie. Ich hab sie wirklich sehr lieb gewonnen und ich habe mich hier mega gut eingelebt.

Ich habe in diesem Monat drei Mal für meine Gastfamilie gekocht. Ich habe Königsberger Klopse, Rahmgeschnetzeltes mit Spätzle und Germknödel gemacht. Die Spätzle habe ich eigentlich nur gemacht, da eine Freundin der Familie für ein paar Tage zu Besuch war und wir zusammen Masterchef schauten, wo sie Spätzle machten und dann meinte die Freundin, sie hätte eben diese noch nie gegessen und ich habe, freundlich wie ich bin, angeboten sie am nächsten Tag zu machen. Sie meinte sie werde sie zu Hause ausprobieren, also hat es wohl geschmeckt.

In diesem Monat war ich auf einer Taufe in Roskilde Domkirke und es war sehr interessant, auch wenn ich nicht so viel gesehen habe, da ich mit meiner Gastfamilie ziemlich weit hinten saß. Es war auch sehr interessant zu sehen, wie man in Dänemark eine Taufe nach dem Gottesdienst feiert und wie stark das Augenmerk auf den tatsächlichen Hintergrund einer Taufe gelegt wird, was nicht sehr stark ist.

In der Schule hat uns jemand aus dem Ungekulturhuset (=Jugendkulturhaus) besucht und uns etwas darüber erzählt. Das ist so etwas wie ein Jugendzentrum. Ich war mittlerweile schon vier mal dort und es macht immer sehr viel Spaß. Ich habe dort auch wieder angefangen zu stricken, aber man kann auch ganz viele andere Dinge tun. Es gibt sogar ein kleines Aufnahmestudio.

Mit meiner Klasse haben ich einen Ausflug nach Kopenhagen gemacht. Eigentlich wollten wir in ein naturtechnisches Museum gehen, allerdings gab es technische Probleme und wir haben und nur Kopenhagen angeschaut. Ich vermute für einige meiner Mitschüler war es sehr langweilig, da sie das alles schon einmal gesehen haben, aber für mich war es sehr interessant.

Letzten Montag hatte Geburtstag und da mein Gastvater auf einer Bohrinsel arbeitet, haben wir meinen Geburtstag einen Tag früher am Sonntag gefeiert. Meine Gastfamilie war mega nett und hat ganz viele kleine Geburtstagsbräuche vollzogen.

Ich habe natürlich gleich beim Aufstehen einen „Fehler“ gemacht, da man an seinem Geburtstag mit einem Geburtstagslied geweckt wird. Als ich in die Küche gehen wollte wurde ich deswegen gleich wieder zurück in mein Zimmer geschickt. Es war sehr schön meinen Gasteltern beim singen zu zu hören, auch, wenn ich eigentlich noch hätte schlafen sollen. Danach gab es ein Geburtstagsfrühstück und ich habe mich auf meinen normalen Platz gesetzt, da ich nicht gesehen habe, dass an einem anderen Platz die Geschenke liegen. Also musste ich mich umsetzten. Aber es war sehr lustig, dass ich innerhalb von nur 10min gleich zwei „Fehler“ gemacht habe, fand zumindest meine Gastfamilie. Ich kann dem nicht so ganz zustimmen, aber das ist nicht so schlimm.

Ich habe meine erste Schwarzwälder am Tag davor gebacken, um meiner dänische Familie zu zeigen, was man in Deutschland zu einem Geburtstag so bäckt.

Ich habe mit meinen Gasteltern des Weiteren ein Kagedame (= Kuchendame) gebacken und die Tradition besagt, dass das Geburtstagskind den Kopf der Dame abschneiden muss und die Gäste müssen aus Entsetzen laut schreien, das war sehr lustig.

Meine Gastfamilie und Gäste haben auch einen Geburtstagslied für mich gesungen und ich musste mir Instrumente ausdenken, welche sie nach ahmen müssen. Ich habe mir die Geige ausgesucht, das war keine so gute Idee. 🥴 😂

Abends haben wir dann gegrillt und ich habe, als meine Gäste wieder weg waren, mit meiner Gastfamilie Formel 1 geschaut, da dies seit diesem Jahr wieder wichtig für die Dänen ist, da jetzt wieder ein Däne daran teilnimmt.

Am Montag war ich dann ganz normal in der Schule und beim Badminton. Am Abend bin ich dann mit meiner Gastfamilie Essen gegangen. Ich habe an diesem Tag sehr viele Glückwünsche bekommen, da ich hier sehr viele neue Kontakte geknüpft habe und mir aus Deutschland auch sehr viele geschrieben haben. Das war schön. Mein Gastvater hat mich am Ende des Tages gefragt, ob ich mein Zuhause zumindest heute vermissen würde und ich musste ich leider sagen, dass ich es nicht einmal an meinem Geburtstag vermisse, aber ich freue mich trotzdem schon darauf, wenn ich zurück komm, da ich dann ganz viele tolle Sachen erzählen kann.