Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Emily auf La Réunion

Die Reise geht los

Salut :)

Ich bin Emily aus Hamburg und 16 Jahre alt. Ich verbringe zurzeit mein Auslandsjahr auf der französischen Insel La Reunion im indischen Ozean und möchte euch etwas über meine ersten Eindrücke meines neuen Lebens erzählen.

 

Ich bin vor ca. 2 Monaten auf der Insel angekommen. Mein erster Flug ging von Hamburg nach Paris. Am Pariser Flughafen habe ich die anderen Deutschen kennengelernt. Anschließend sind wir zusammen von Paris nach Saint Denis (der Hauptstadt von La Réunion) geflogen. Der Flug war ca. 11 Stunden lang und ging quer über Afrika. 

Der Flughafen von St. Denis liegt direkt am Strand

Mein Flug

In Saint Denis angekommen ging alles ganz schnell. Sobald wir den Flughafen verlassen hatten, wurden wir direkt von unseren Gastfamilien empfangen. Mit meinen Gasteltern bin ich nach Le Tampon in den Süden gefahren. Hier wohne ich mit meiner Gastfamilie in einem Haus, zwischen den Bergen und dem Ozean. Man kann fast immer, wenn man in Richtung Süden schaut, das Meer sehen.  Meine Gastfamilie besteht aus meinen Gasteltern Erick und Patricia, meinem großen Gastbruder Thomas (20 Jahre) und den Zwillingen Raphaël und Gabriel, die am Tag meiner Ankunft 12 Jahre alt geworden sind. Zudem besitzt meine Gastfamilie einen Hund namens Koda und zwei Baby Katzen, die erst seit kurzer Zeit bei uns wohnen. 

Mein Gastvater, Gastbruder und ich am Vulkan Pitons de la Fournaise 

Am zweiten Tag gab es schon direkt eine Familienfeier für den Geburtstag meiner Gastbrüder. Ein großer Teil der Familie ist gekommen und einige Freunde meiner Gastfamilie. Ich wurde von allen herzlich empfangen. Ich habe am Anfang noch nicht wirklich viel verstanden, aber es war trotzdem eine tolle Erfahrung bei einer Großfamilienfeier dabei zu sein, gerade weil ich in Deutschland keine Großfamilie habe. Zusammen wurde gesungen, getanzt und vor allem gegessen. Es gab typisch kreolische Gerichte, wie zum Beispiel Rougail Saucisses, Samoussas, Bonbons Piments und natürlich auch Kuchen. Was mir vor allem aufgefallen ist, sind jedoch die Früchte hier. Es gibt eine große Auswahl an exotischen Früchten wie Papayas, Ananasse, Mangos oder Litschis (die Litschis gibt es nur im Sommer hier) und alles ist super saftig und süß.

Es ist kaum zu glauben, dass ich schon seit über zwei Monaten auf der Insel bin. Die Zeit vergeht echt schnell und ich kann mich noch genau an meinen ersten Schultag erinnern, an dem ich überwältigt von der Größe meiner Schule war. Ich besuche das Lycée Roland Garros, welches zu den größten Lycées hier im Süden gehört. Alleine in meinem Jahrgang gibt es 14 Klassen mit jeweils um die 30 Schülern. An meiner Schule gibt es die Möglichkeit AbiBac zumachen und es gibt daher einige Schüler die sich für Deutschland interessieren. In meiner Klasse gibt es noch eine zweite Deutsche, die hier mit einem Austauschprogramm für 6 Monate bleibt und eine weitere Deutsche, die mit DFSR für 5 Monate auf der Insel ist.

Die Lehrer sind hier ganz nett. Ich muss zwar die meisten Tests mitschreiben, aber die werden dann nicht gezählt. Mein Schultag beginnt immer um 7:30 Uhr (ist aber Stundenplan abhängig). Mittwochs ist die Schule für alle um 11:30 Uhr vorbei und manche Schüler haben auch Samstag vormittags Unterricht (ich zum Glück nicht). Am Wochenende ist meistens Zeit, um sich zum Beispiel mit Freunden zu treffen und zum Strand zu fahren. 

Der Strand von St Pierre 

In meiner Freizeit habe ich entweder etwas mit meiner Gastfamilie oder Freunden unternommen. Vor einem Monat war ich mit meinen Gastbrüdern im Kino und wir haben den Film „Shanghai Chi“ gekuckt. Oft treffe ich mich auch mit anderen Austauschschülern. Zusammen waren wir meistens am Strand, in Saint Pierre (der nächst größten Stadt von mir) oder wir haben einfach so die Insel ein wenig erkundet.

Ein hinduistischer Tempel in St Pierre 

Ein chinesischer Tempel in St Pierre 

Der Pitons de Grand Anse
 
Mir ist aufgefallen, dass hier die unterschiedlichsten Religion friedlich zusammen leben. Hier steht eine Moschee zwischen einer Kirche und einem Tempel. Obwohl es noch bis jetzt Winter war, konnte ich meistens mit kurzen Ärmeln rumlaufen. Jetzt steigen jedoch die Temperaturen und  man spürt, dass der Sommer kommt. Ich kann es schon kaum erwarten den Sommer auf der Insel zu verbringen.

 

Liebe Grüße von der sonnigen Insel im indischen Ozean 

 

Emily