10:31 12th Oktober 2022

Mein erster Monat in Valencia

Hallo an alle, ich freue mich sehr, dass ihr euch diesen Bericht durchlest und hoffe es geht euch allen gut 😚😚😚.

Ich habe mich dazu entschieden, wie viele andere Austauschschüler auch, monatliche Berichte über mein Leben hier zu schreiben – um euch Einblicke in mein Leben zu geben und weil ich es persönlich, bevor ich mich entschieden habe, ins Ausland zu gehen, seeeehr hilfreich fand, mir diese anzusehen.

Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen!

Über mich

Ich bin Leni, 15 Jahre alt, und verbringe mein 10 monatiges Auslandsjahr in Valencia. Bevor ich vor einem Monat hierher gekommen bin, habe ich am Softlanding-Camp in Barcelona teilgenommen.

Puuuh, wo soll ich anfangen. Es fühlt sich an als wäre es gestern gewesen, dass ich in den Flieger gestiegen bin, aber es ist schon so viel passiert.
Vielleicht fangen wir genau da an – als ich in den Flieger gestiegen bin. Das war schon etwas emotional, als ich zum Security Check aufgebrochen bin, aber als ich dann drin war, irgendwie nicht mehr.

Im Flieger hab ich mir dann das Abschiedsbuch durchgelesen und möchte mich an der Stelle riesig bedanken!!! Bei allen, die reingeschrieben haben, ich finde jede einzelne Seite richtig toll und es hat mich nochmal voll aufgebaut🤩🥰! Besonders aber möchte ich mich bei meiner Schwester Mara bedanken, du hast da soviel Arbeit reingesteckt 😚😚😚!

Gut jetzt war ich angekommen in Barcelona und es war sooo schwül! Habe dann mein Gepäck abgeholt, was zum Glück nicht verloren gegangen war und dann habe ich die anderen Austauschschüler getroffen und wir sind ins Soft-Landing-Camp gefahren. Das kann ich jedem empfehlen, weil man nochmal kurz bevor es so richtig losgeht andere Leute kennenlernt, die in der gleichen Situation sind, das nimmt einem schon viel der Aufregung ab. Im besten Fall sind die ein oder anderen Leute, was besonders bei einer Regionenwahl der Fall ist, in der Nähe platziert und wenn man, besonders am Anfang, schon ein paar Leute kennt, dann ist das auf jeden Fall hilfreich. Kennenlernen tut man sich unter den Austauschschülern in derselben Region früher oder später sowieso, aber das Soft-Landing-Camp legt einen sehr guten Grundstein für möglicherweise sehr gute Freundschaften.
Hier ein paar Eindrücke aus Barça 🤟:

Dann ging’s mit dem Zug weiter zur Gastfamilie 😱. Ich war, das muss ich zugeben, schon sehr aufgeregt. Aber es war natürlich auch spannend.
Meine Gastfamilie besteht aus einem Ehepaar mit zwei Töchtern und einem Hund. Wir wohnen in Valencia, die Stadt habe ich mir per Regionenwahl ausgesucht.
Die Schule, in die ich gehe, ist direkt nebenan, was echt entspannt ist, dann kann ich nämlich morgens ein paar Minütchen mehr schlafen…

Ich gehe in die Stufe cuarto de la ESO, was mit der 10. in Deutschland vergleichbar ist. Meine Klasse ist sehr nett und vor allem aufgeschlossen, was mir den Einstieg relativ leicht gemacht hat. Natürlich gibt es hier und da noch Verständigungsprobleme und auch im Unterricht ist es ab und zu ganz kniffelig, besonders weil hier im ein oder anderen Fach verbindlich Valenciano gesprochen wird. Bei mir müssen Mathe und Geschichte auf Valenciano unterrichtet werden, das muss einem vorher bewusst sein, aber weil ich alle Bücher auf Castellano habe, komme ich auf jeden Fall klar. Valenciano habe ich auch als Unterrichtsfach, da schreibt man als Austauschschüler aber keine Arbeiten und muss im Regelfall auch nicht mitarbeiten.

Im Vorhinein musste ich meine Fächer wählen. Man kann sich zwischen zwei Zweigen entscheiden: Ciencias und Letras – Naturwissenschaften oder Sozialwissenschaften/Sprachen. Ich habe letras ausgewählt und mein Stundenplan besteht aus sehr vielen Sprachen sowie Wirtschaft, Mathe, Geschichte und Sport. Das, was wir Klassenlehrer nennen, heißt hier Tutor/-a. Es ist im Gegensatz zu meiner Schule in Deutschland aber nur eine Person, mit der wir einmal in der Woche eine Unterrichtsstunde zur Organisation haben. Ich habe meine Tutorin zusätzlich noch in Geschichte. Für mich beginnt die Schule um 8:15 Uhr und endet um 14:15 Uhr. Der Unterricht wird von einer halbstündigen Pause unterbrochen, in der alle Schüler ihre mitgebrachten Bocadillos essen. Dienstags habe ich auch noch Nachmittagsunterricht, von 15:40 Uhr bis 17:30 Uhr.

Außerhalb der Schule spiele ich in einem Handballverein hier in der Nähe. Seinen Hobbys nachzugehen ist richtig wichtig, weil man zum einen einen Ausgleich zum Alltag hat, an dem man gelegentlich viel nachdenkt, andererseits trifft man auf Leute mit den gleichen Interessen, was soo cool ist.

Meine Handballmannschaft

Der erste Monat hier ist eigentlich sehr schnell vergangen, was natürlich auch daran liegt, dass man sehr viele neue Eindrücke hat.
Ich bin sehr froh, dass ich mich für Valencia entschieden habe, weil die Stadt viele schöne Gesichter hat. Zum einen Modernität in der Ciutat de les Arts i les Ciències, eine Altstadt und vor allem Strand! Ich kann das aber noch nicht zu sehr beurteilen, weil ich wenn dann nur am Wochenende in der Stadt bin, weil ich in einem Vorort wohne. Die Stadt ist aber auch toll, weil meine Local Coordinatorin die beste ist!

Wie fühle ich mich jetzt?

Der erste Tag bei meiner Gastfamilie war schon hart für mich, weil es einfach alles neu war. Da hatte ich Heimweh würde ich sagen. Seitdem hatte ich dieses Gefühl nicht mehr, auch wenn ich natürlich manchmal besser drauf bin als an anderen Tagen.

So, das war’s jetzt für den ersten Monat. Ich bin schon gespannt auf den nächsten und halte euch natürlich auf dem Laufenden. Bis dahin könnt ihr euch die Fotos ansehen, die ich noch unten angehängt habe.

¡Hasta luego! / Adeu! (valenciano)

Unser Hund Luna

Eisessen mit ein paar Mädchen aus meiner Klasse

Meine Gastfamilie und meine local Coordinatorin (rechts) bei meiner Ankunft am Bahnhof

Leni

Leni

Spanien

Leni verbringt ihr Auslandsjahr 2022/23 in Valencia, Spanien. Hier kannst du sie bei ihren Abenteuern während des Schüleraustausches begleiten.

Eine einmalige Erfahrung

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