8:15 13. January 2023

Buon natale e buon anno nuovo!

Ciaooo,

Heute teile ich euch mit, wie ich Weihnachten, Silvester und die Ferien in Italien verbracht und was ich erlebt habe.

Vorweihnachtszeit

Die Vorweihnachtszeit in Sassari war nicht wirklich spektakulär oder wunderschön. Da es fast den ganzen Dezember über nicht weniger als 15 Grad waren und es in meiner Stadt auch nicht viel weihnachtliche Dekoration gab, war ich nie wirklich in Weihnachtsstimmung. Auf dem Piazza d’Italia, ein relativ großer Platz im Zentrum der Stadt, wo es viele Cafe’s und Bars gibt und wo man sich meistens mit seinen Freunden trifft, gab es drei, vier Stände, wie auf einem Rummel aber das war es auch schon. Auch in bei meiner Gastfamilie und im Haus war nicht wirklich viel Deko und Weihnachtsstimmung vorzufinden. Das hat mich ein bisschen traurig gemacht, weil ich es von Zuhause mit den kalten Temperaturen, den Weihnachtsmärkten und den vielen Lichtern anders kenne. Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, als meine Gasteltern Mitte Dezember den Weihnachtsbaum aufgestellt haben. Hier in Italien gibt es nämlich die Tradition der katholischen Kirche, dass der Baum erst am 8. Dezember aufgestellt und geschmückt wird.

Am letzten Schultag, den 22. Dezember, wurde an meiner Schule ein ‘‘Weihnachtskonzert“ veranstaltet. An sich war es wirklich sehr schön; es gibt sehr talentierte Schüler an meiner Schule und es wurden Lieder gesungen und gespielt, die man auch kannte und wo man mitsingen konnte…aber leider kein einziges Weihnachtslied. Folglich blieb auch da die Weihnachtsstimmung aus. Aber die Schüler (darunter sogar auch 2 aus meinem Freundeskreis), die das ganze organisiert, gesungen und ihre Instrumente gespielt haben, haben sich wirklich sehr große Mühe gegeben!

Weihnachten

Insgesamt sind die Weihnachtstage mit der Familie sehr entspannt und schön gewesen. Der Vormittag, Mittag und Nachmittag des 24. Dezembers war der Tag der Vorbereitungen. Meine Gasteltern haben ganz viel gekocht und ich habe auch bei einigen Sachen helfen können. Am späten Nachmittag sind wir in zu einer Kirche in der Stadt gefahren, weil meine Gasteltern Taufpaten von dem kleinen Baby von einem befreundeten Paar geworden sind. Es war eine sehr schöne kleine Zeremonie, aber doch erschreckend anders als ich es mir vorgestellt hatte. Viele der Gäste sind zu spät gekommen und haben sich, da die Türen der Kirche, eine moderne und leider nicht schöne alte Kirche, wie man sich sie vorstellt, offen waren, einfach mit hineingestellt. Danach waren wir noch für ca. eine Stunde zuhause. In der Zeit habe ich mit meiner Familie zuhause telefoniert. Abends ging es zum Haus meiner Gasttante, -Onkel und -Cousinen, wo sich die ganze Familie eingefunden hat. Wir waren insgesamt 15 Personen. Es wurde sehr viel Essen angerichtet. Am ganzen Abend gab es soweit ich mich erinnern kann 4 oder 5 Gänge!! Es war alles Mögliche dabei…Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch, verschiedenes Gemüse, verschiedene Beilagen, verschiedene Nachspeisen…Ich konnte nicht alles probieren, aber das was ich versucht habe war sehr lecker!

Um 0 Uhr war ich erst sehr überfordert und wusste nicht so recht, was überhaupt vor sich ging, weil alle plötzlich aufgesprungen und sich gegenseitig in die Arme gefallen sind. Doch kurz darauf habe ich mitbekommen, dass es quasi eine Tradition ist, dass sich alle gegenseitig umarmen bzw. die ‘‘typischen italienischen Küsschen links und Küsschen rechts“ geben und sich mit „AUGURIII“ oder „Buon natale“ frohe Weihnachten wünschen. Denn erst am 25. Dezember ist hier wirklich Weihnachten. Anschließend durften wir, also die Kinder, jeder schonmal ihr Geschenk von einem Onkel öffnen, weil dieser am nächsten Tag nicht dabei kein konnte. Kurz vor 1 Uhr sind wir wieder zuhause angekommen und es hieß gleich schnell schlafen, weil immer am frühen Morgen des 25. Dezembers die Bescherung ist.

Es warteten sehr viele Geschenke auf meine Gastschwestern und mich. Ich habe mich über jedes einzelne so sehr gefreut und bin sehr dankbar dafür, vor allem auch, dass sich meine Gasteltern und insbesondere meine Gastmutter so viel Mühe gegeben hat. Vormittags stand ein weiterer Kirchenbesuch an, diesmal aber zum Gottesdienst. Danach sind wir wieder mit der Familie und diesmal auch den Großeltern in ein Restaurant in einem kleinen ländlich gelegenen Dorf gefahren. Dort war es sehr schön, die Location, das Wetter, die Atmosphäre…und ich habe um ersten Mal Muscheln probiert!! Der restliche Tag war sehr entspannt; wir konnten uns ausruhen und erholen.

Den 2. Weihnachtstag haben wir ebenfalls sehr entspannt verbracht. Mittags habe ich zusammen mit meinem Gastvater „Pasta ai frutti di mare“ (Nudeln mit Meeresfrüchten) gekocht. Zum Essen sind dann wieder meine Gasttante, -Onkel und -Cousinen gekommen. Und dann war Weihnachten auch schon wieder vorbei.

Silvester

Silvester habe ich mit einer Freundin und ihrer Freundesgruppe verbracht. Am Vormittag habe ich etwas Deutsches zu essen für das Abendessen mit den anderen vorbereitet, am Nachmittag habe ich mich dann fertig gemacht, bis ich dann um 17 Uhr von meiner Freundin und ihrem Freund abgeholt wurde. Wir sind zusammen mit den anderen nach Stintino gefahren. Es ist einer der schönsten Orte auf der Insel. Dort besitzt einer der Freunde eine Art Ferienhaus, wo wir den Abend, die Nacht und den nächsten Vormittag verbracht haben. Erst haben wir gegessen (jeder hat etwas mitgebracht) und dann gefeiert, ein bisschen getanzt und einfach die Zeit genossen. Kur vor Mitternacht sind wir dann alle auf die Straße gegangen. 10 Sekunden vor 0 Uhr haben wir runtergezählt und alle haben laut geschrien und sich gegenseitig mit ebenfalls „AUGURIII“ und „Buon anno (nuovo)“ ein frohes neues Jahr gewünscht. Viel Feuerwerk wurde nicht gezündet. 2 Sachen, dann war es vorbei. Dafür haben wir zwei solcher großen weißen Lampions in die Luft geschickt; das hat mir sehr gefallen. Danach ging es eher entspannt weiter. Wir haben nur noch rumgesessen und geredet und nach und nach sind alle schlafen gegangen, weil wir sehr müde waren. Am nächsten Morgen sind die Aufräumarbeiten losgegangen, bis nacheinander alle abgeholt wurden bzw. nachhause gefahren sind. Ich bin von meinen Gasteltern abgeholt worden, was mich sehr glücklich gemacht hat, weil wir danach noch zu einem Strand in Stintino gefahren sind. Das war wirklich ein wunderschöner Start ins Jahr!

Ferien

Die Ferien gingen vom 23. Dezember bis zum 6. Januar…2 Wochen Entspannung! Größtenteils habe ich mich in den Ferien mit Freunden getroffen und etwas mit ihnen unternommen. Mit der anderen deutschen Austauschschülerin hier habe ich noch einen Tagesausflug nach Cagliari gemacht, um auch ihr diese wunderschöne Stadt zu zeigen. Wir sind dreieinhalb Stunden mit dem Zug hin und auch wieder zurückgefahren, aber es hat sich echt gelohnt. Ansonsten habe ich noch etwas für die Schule vorbereitet (eine Präsentation für den Latein über meinen Lateinunterricht in Deutschland) und auch einfach mal nur entspannt. Meine Gasteltern mussten leider in den Ferien arbeiten, weshalb wir nichts unternehmen konnten.

Va bene, hoffentlich hattet ihr alle ein genauso schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr, wie ich 😊

Fino al mese prossima! Saskia

Saskia

Saskia

Italien

Saskia verbringt ihr Auslandsjahr 2022/23 auf der italienischen Insel Sardinien. Hier kannst du sie bei ihren Abenteuern während des Schüleraustausches begleiten.

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