Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Anne in England

Erlebnisse im April

Ein weiterer Monat mit tollen Erinnerungen im Ausland ist vorüber. Anfang des Monats habe ich an einem Häkelkurs teilgenommen, das war sehr cool. Ich kann nur empfehlen, Workshops auszuprobieren und etwas Neues zu lernen (vor allem auf Englisch), das ist wirklich interessant!

Ich muss gestehen, ich habe diesen Monat nicht so viel gemacht außer dem Häkelkurs und mich mit Freunden treffen, ich musste auch für meine Examen Ende Mai und Anfang Juni lernen, aber ich finde, dass das nicht super schlimm ist und ich will in meinen Einträgen auch immer wieder betonen, dass es im Ausland nicht jede Woche coole Ausflüge gibt, oder dass man ständig nur mit seinen neuen und coolen Bekanntschaften abhängt. Natürlich soll man das Beste aus dem Auslandsjahr herausholen, aber manchmal ist es okay, wenn man nur zur Schule geht und sich mit Freunden trifft, so wie man das zu Hause auch macht.

Man muss sich im Klaren sein, dass das Auslandsjahr auch nur ein normales Leben ist, irgendwann ist auch im Gastland nicht mehr alles schillernd und neu, sondern normal und vielleicht auch ein bisschen nervig. Ich will gar nicht deprimierend wirken, mir gefällt es hier wirklich gut und ich werde schon traurig sein, wenn das alles zu Ende ist, aber ein Auslandsjahr sind keine zehn Monate pures Glück. Natürlich bin ich dankbar hier sein zu können und freue mich auf jeden Tag, aber manchmal ist es ein bisschen viel. Manchmal reicht es mir, einen Monat mal “ganz normal” zu leben, ohne viele Ausflüge und besondere Ereignisse.

Habe ich manchmal das Gefühl, dass ich hier nicht genug mache? Natürlich. Aber manchmal wird alles ein bisschen viel und man will nur mal alleine sein und chillen. Das ist komplett in Ordnung, man muss nicht zu allem ja sagen. Ein häufiger Tipp ist, dass man beim Auslandsjahr immer zu allem ja sagen soll, zu Treffen, Ausflügen und so weiter. Dem würde ich zustimmen, man sollte das Jahr wirklich ausnutzen, aber niemand sollte sich gezwungen fühlen, jeden Tag oder auch jedes Wochenende etwas zu machen. Es ist okay, mal Pause zu machen. Es ist okay, mal am Wochenende zu Hause im Zimmer zu sitzen und sich zu entspannen, auch, wenn man das in Deutschland auch machen kann.

Lange Rede kurzer Sinn: man muss nicht jeden Monat viel erleben, um ein super Auslandsjahr zu haben. Man muss nicht jeden Tag etwas machen, nur, weil man im Ausland ist. Vielleicht wollen das manche Leute machen, aber als introvertierte Person brauche ich manchmal meine Ruhe und ich weiß, dass es vielen anderen auch so geht. Also: während des Jahres kein schlechtes Gewissen haben, wenn ihr mal Energie tanken müsst und alleine sein wollt!

Bis zum nächsten Bericht, see you later!

Anne