Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Anne in England

Der Alltag kehrt ein - Mein zweiter Monat in England

Letzten Samstag hat meine Ankunft in England ihr zweimonatiges Jubiläum gefeiert. Ich weiß gar nicht, was ich davon halten soll, bereits zwei Monate hier gewesen zu sein. Mittlerweile hat sich hier der Alltag eingependelt, es ist nicht mehr alles neu und aufregend. Manchmal denke ich schon, dass es surreal ist, dass ich gerade ohne meine Eltern in einem fremden Land lebe, dessen Sprache nicht meine Muttersprache ist. Trotzdem habe ich meine Entscheidung für ein Auslandsjahr noch kein einziges Mal bereut. 

Letzten Monat habe ich von einigen Touren berichtet, unter anderem nach Oxford oder Stonehenge. Diesen Monat war ich einmal in London, ohne Reiseführer*in, sondern mit ein paar Freundinnen, die auch alle ein Auslandsjahr oder –halbjahr machen. An meinem College gibt es um die 30 andere internationale Schüler*innen und die meisten meiner neuen Bekanntschaften kommen nicht aus England, aber es gibt auch Engländer*innen, die sehr offen und freundlich sind, mit denen man sich anfreunden kann. Viele haben leider schon ihre eigenen Gruppen und knüpfen deswegen kaum neue Kontakte, aber es gibt natürlich auch Ausnahmen und mit der Zeit lernt man auch einige Locals kennen. Nicht enttäuscht sein, wenn nicht gleich alles mit den Einheimischen klickt, das wird schon. Und mit den Internationalen kann man ja auch Englisch reden, einige meiner Freundinnen kommen aus Italien, oder der Slowakei. Ich habe auch deutsche Freundinnen, das ließ sich bei so vielen anderen Deutschen nicht vermeiden, aber wir reden untereinander auch viel Englisch, schließlich sind wir ja nicht hier, um ständig Deutsch zu reden. 

Hier habe ich Chili mit einer Freundin gemacht. 

In der Schule läuft es bis jetzt sehr gut, meine Fächer (Englische Literatur, Politik und Geschichte) sind alle sehr interessant, an Literatur musste ich mich erst ein wenig gewöhnen, aber nach einigen Wochen verlief dann alles problemlos. Mit der Sprache habe ich selten Probleme, aber alle Lehrkräfte sind sehr verständnisvoll, was das angeht. Mein Politiklehrer ist begeistert von der deutschen Sprache und Deutschland und versucht manchmal, mit mir Deutsch zu reden. 

Mit meinen Gasteltern verstehe ich mich auch sehr gut, wir unternehmen nicht so viel miteinander, weil sie nicht so gerne ausgehen und mir lieber Zeit lassen wollen, mich mit Gleichaltrigen zu treffen, aber abends schauen wir manchmal zusammen TV und letztes Wochenende war ich mit ihnen auf der Geburtstagsfeier von einem ihrer Enkelkinder. Dort habe ich einen Teil der (sehr großen, sehr verwirrenden) Familie kennengelernt und die meiste Zeit mit den Kindern gespielt, die sehr aufgeregt waren. Und ich habe gelernt, dass englische Fünfjährige wirklich schwer zu verstehen sind. :D 

Hier sind noch ein paar Bilder, einmal die Tower Bridge in London, Erdbeer-Nutella Soufflé, das ich in London gegessen habe und ein Halloween Bild aus meiner Stadt. 

Das war es von mir, bis Ende November für den nächsten Erfahrungsbericht. 

Cheers! 

Anne