6:40 14. June 2022

Mai auf Vancouver Island

Hello everyone!

Welcome back zu meinem Blog!

Im Mai habe ich sehr viel erlebt: Ich bin durch Alberta gereist, Campen gegangen, habe einen Spring Formal besucht und meinen 17ten Geburtstag gefeiert.

Alles in allem also ein sehr spannender Monat, von dem es viel zu berichten gibt.

Auch wenn in Deutschland das Wetter unglaublich schön und warm ist, haben wir hier in Kanada auf Vancouver Island tatsächlich den ganzen Monat Temperaturen um die 14 Grad Celsius gehabt. Das ist kein normales Frühlingswetter für die Region hier, der Mai dieses Jahr einfach nur eine kühle Ausnahme, viele Kanadier sprachen vom kühlsten und regnerischsten Frühjahr in Jahren.

Da meine Gastfamilie ja im April gemeinsam mit mir zu einer Tour in die Rocky Mountains aufgebrochen ist, waren wir zu Beginn des Monats noch immer unterwegs. Nachdem wir die ersten Tage unserer Reise in Banff verbracht haben, sind wir Anfang Mai weiter nach Calgary gefahren, einer großen Stadt in Alberta, über die meine Flugroute mich schon im September auf meinem Flug von Frankfurt nach Nanaimo geführt hat.

Ganz anders als das bergige Land voller Wälder, Seen und Felswänden nahe der Grenze zu British-Columbia, ist die albertische Landschaft bei Calgary eher hügelig flach und wie eine Prärie von Gras und weiten baumlosen Flächen geprägt. Wir konnten zwei Tage bei Freunden meiner Gastfamilie wohnen, die in der Nähe der Stadt leben und haben uns die Innenstadt und die hohen Skyscraper Calgarys am Mittwoch angesehen.

Am Donnerstag ging es dann schon weiter Richtung Jasper, unserem letzten Reiseziel.

Unser Weg dorthin hat uns am bekannten See „Lake Louise“ und an bekannten Gletschern in den Rockies vorbeigeführt.

Lake Louise, den man wahrscheinlich als die Touristenattraktion schlechthin von vielen Fotos kennt, war komplett zugefroren und umsäumt von dunkelblauen Bergketten mit schneeweißen Berggipfeln.

Auch die Icefield Gletscher waren sehr eindrucksvoll, ein riesiges Eisfeld, das aus nebeligen Berghöhen ins Tal hinabführt. Leider ist das Icefield genau wie viele andere Gletscher bedingt durch die globale Erwärmung über die letzten Jahrzehnte stark reduziert worden und meine Gasteltern, die es vor zwanzig Jahren schon einmal besucht hatten, haben mir erzählt, dass die Eisfläche früher einmal sehr viel größer und weiter gewesen sei. Nichtsdestotrotz war es toll, den ältesten Gletscher in den Rocky Mountains zu besuchen.

Am Abend desselben Tages sind wir dann in Jasper angekommen, wo wir die nächsten Tage bis zu unserer Heimreise verbracht haben. Da mein Gastvater in dem Hotel, in dem wir wohnten, in seiner Jugend gearbeitet hatte, konnten wir die Hundertjahres Reunion mit vielen ehemaligen Mitarbeitern besuchen.

In Jasper haben wir auch meine Gastgroßeltern getroffen und mit ihnen zusammen einige Wanderungen, Ausflüge in die Stadt und Dinner Abende unternommen.

Nach drei Tagen in Jasper haben wir uns dann auf den Nach Hause Weg zurück nach Nanaimo gemacht.

Auf der Fahrt durch die Wälder Albertas und British-Columbias haben wir tatsächlich fünf Bären gesehen. Da dort grade die Winterschlaf Zeit vorüber ist und die Bären auf der Suche nach Futter durch die Wälder streifen, kann man sie oft am Waldrand nahe des Highways sehen. Ich hatte in meinem Leben davor noch nie wildlebende Bären gesehen und war ziemlich begeistert, als mein Gastvater unseren Truck nur ein paar Meter von einem Schwarzbären entfernt angehalten hat, damit wir ihn aus der Entfernung heraus beobachten konnten

Zurück in der Schule habe ich mich sehr gefreut meine Freunde und Mitschüler nach eineinhalb Wochen Reisen wiederzusehen.

Mitte Mai hat meine Schule einen Spring Formal veranstaltet, einen Schulball, der traditionellerweise als Winterformal im Dezember stattfindet, dieses Schuljahr wegen Corona Restriktionen auf das Frühjahr verschoben wurde.

Mit DJ, Popcorn Maschine und Bowle haben wir den Abend mit Tanzen und Feiern verbracht.

Vor allem für Schüler, die nicht den Prom der Graduation Class im Juni besuchen werden, war der Spring Formal eine gute Gelegenheit sich schön anzuziehen und einen ausgelassenen Abend mit Mitschülern und Freunden zu verbringen.

Während eines langen Wochenendes ist meine Gastfamilie zu einem dreitägigen Campingtrip am Miracle Beach aufgebrochen, wo wir die Nächte am Strand in einem Trailer und Zelt verbracht haben.

Wir haben sehr nahe am Strand gecampt und konnten trotz der kalten Mai Temperaturen ein bisschen Sonne und wolkenlosen Himmel am Pazifik genießen. Es ist grade Beginn der Rückkehr der Buckelwale in die Gewässer um Vancouver Island und an einem der Abende konnte ich eine Gruppe Wale beim Sonnenuntergang vom Strand aus beobachten. Ansonsten haben wir jeden Abend Lagerfeuer gemacht, Marshmallows geröstet und Schauergeschichten erzählt.

In den letzten Mai Tagen habe ich hier in Kanada meinen 17ten Geburtstag gefeiert. Schon einen Tag vorher habe ich viele Nachrichten und Glückwünsche aus Deutschland bekommen, weil mein Geburtstag dort natürlich schon neun Stunden vorher angefangen hat. Natürlich habe ich mit meinen Eltern telefoniert und virtuell und über die Distanz hinweg ein wenig gefeiert. Meine Gasteltern haben mir zum Geburtstag ein paar Erinnerungstücke an Kanada geschenkt, zum Mitnehmen nach Deutschland in ein paar Wochen und in der Schule hat meine beste Freundin mir einen selbst gebackenen Kuchen mitgebracht. Am Nachmittag habe ich einige Freunde zu mir nach Hause eingeladen um in kleinen Kreis ein bisschen zu feiern. Wir haben einen Filmabend gemacht und selbstgemachte Pizzen gebacken. Es war ein toller Abend und ein ziemlich schöner Geburtstag, auch wenn es natürlich sehr anders war, als ihn zuhause in Deutschland zu verbringen.

Auch wenn ich es kaum glauben kann, stehen nun die letzten paar Wochen meines Auslandsjahre bevor und ich freue sehr auf den anbrechenden letzten Monat in Nanaimo. Auch wenn die Tage und Wochen sich grade anfühlen, als würden sie nur so dahin rennen, werde ich die restliche Zeit in Kanada auf jeden Fall in allen Zügen auskosten.

See you soon!

Eure Molly

Rubrik: „Noch nicht gewusst?“ … Eine Reise nähert sich dem Ende

Mit dem Monat Mai sind nun schon neun meiner zehn Monate im Ausland vorüber, weswegen ich in dieser vorletzten Rubrik über die Vorbereitungen für die Reise und Rückkehr nach Deutschland sprechen möchte.

Vor ein paar Woche haben alle Austausch Schüler von DFSR die Informationen zur Rückreise per Mail bekommen, das heiβt uns wurden die Flugdaten, Gepäck Infos und Corona Einreise Regel Updates zugeschickt. Jetzt ist es wichtig der Gastfamilie, der eigenen Familie und eventuell auch der Schule zuhause die Abreise- und Ankunftszeiten mitzuteilen, damit sich alle darauf vorbereiten können. Um Stress gegen Ende des Auslandjahres zu vermeiden ist es wichtig, nach zu prüfen ob alle wichtigen Dokumente und Informationen für die Rückreise bereit sind oder ob man sich noch um bestimmte Dinge kümmern muss.

Je nach aus welchem Land oder Bundesland man als Austauschschüler kann es sein, dass immer noch Schulzeit in der Schule zuhause ist. Während andere in den Ferien ins Heimatland zurückkehren und erstmal entspannen können, kann es bei anderen sein, dass es bis zu den Sommerferien noch ein paar Wochen Schule sind. In diesem Fall sollte man sich erkundigen, wie die Rückkehr zur Schule geregelt ist, beispielsweise in welche Klasse man gehen wird, wie der Stundenplan aussieht und welche (neuen) Lehrer man bekommt. Das alles kann natürlich auch von der Länge des Auslandsaufenthaltes abhängen, da Schüler, die nur das zweite Halbjahr im Ausland waren, eventuell nicht so viele schulische Veränderungen erwarten wie diese, die ein ganzes Schuljahr abroad verbracht haben.

Im letzten Monat sollte man sich auch schon Gedanken machen, welche Dinge man im Koffer zurück nach Hause nimmt und was man bei Freunden zurück lässt. Viele Austauschschüler kaufen über die Monate im Ausland hinweg viele Klamotten und Gegenstände ein und verlassen Kanada mit sehr viel mehr Gepäck als sie hergebracht haben. Man kann sich überlegen, ob man bestimmte Sachen vielleicht schon im Paket voraus schickt oder sich einen weiteren Koffer zulegt, um Übergepäck und Mehrkosten zu vermeiden. Den Koffer schon mal vor zu packen ist auch keine schlechte Idee.

Nun heiβt es die letzten paar Wochen nochmal so richtig zu genieβen. Zum Glück endet das Schuljahr im Sommer, so kann man noch einige Ausflüge unternehmen und sich mit Freunden treffen, bevor es nach Hause geht. Die letzten Wochen damit zu verbringen, alle Lieblingsplätze und -Menschen noch ein paar letzte Male zu besuchen, wird das näherrückende Ende hoffentlich ein bisschen versüßen.

Molly

Molly

Vancouver Island, Kanada

Molly verbringt ihr Auslandshalbjahr 2022 auf Vancouver Island, Kanada. Hier kannst du sie bei ihren Abenteuern während des Schüleraustausches begleiten.

Eine einmalige Erfahrung

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