Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Molly in Kanada

November auf Vancouver Island

Hello everyone!

Willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog!

Mit sehr viel Regen und kaltem Wetter ist ein grauer, aber schöner November hier auf Vancouver Island vorüber gegangen. 

Der Monat startete mit einem unglaublich tollen Ausflug nach Vancouver, den ich zusammen mit anderen deutschen Austauschschülern unternommen habe. Wir sind schon früh am Samstagmorgen aufgestanden, um die erstmögliche Fähre zum Festland zu nehmen und so früh wie möglich in Vancouver anzukommen. 

Allein die Hinfahrt von Nanaimo nach Vancouver war ein Highlight für sich, da wir auf Vancouver Island zurück blicken konnten und die schneebedeckten Berggipfel der Insel und den Pazifik bewunderten konnten. 

 

Als uns dann auch noch eine kleine Gruppe Delfine auf dem Weg begleitete, war der Ausflugsstart perfekt. Nach zwei Stunden Fähre und Busfahrt kamen wir in Downtown Vancouver an, wo wir als erstes überwältigt von der Großstadt Atmosphäre der Millionencity waren, die nach der 90.000 Einwohner Stadt Nanaimo natürlich noch größer wirkte. Leider hat es den ganzen Tag ganz typisch für die Gegend hier geregnet, allerdings haben wir uns dadurch nicht den Tag verderben lassen, sondern sind durch die Einkaufsstraßen im Stadtzentrum gelaufen und haben uns den Vancouver Hafen angeschaut. Shoppen in den vielen Läden in den Vancouver Malls haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Die Stadt hat uns alle sehr begeistert, es war unglaublich schön, vorallem als es Abend wurde und wir im Dunklen zwischen all den nächtlich erleuchteten Hochhäusern an den belebten Kreuzungen standen. Gegen Abend haben wir die Fähre zurück nach Nanaimo genommen und ich kann ziemlich sicher sagen, dass dies nicht der letzte Ausflug nach Vancouver bleiben wird. 

Mittlerweile lebe ich schon seit über einem Monat bei meiner neuen Gastfamilie und ich bin sehr glücklich hier. Wie ich schon im letzten Blog berichtet habe, ist die Gastfamilie manchmal einfach der Schlüssel zum Glück und wenn ein Wechsel und mein Leben hat einen alltäglichen Rhythmus angenommen. Um halb neun morgens beginnt die Schule und ich verbringe die Pausen mit verschiedenen Freuden in der Sporthalle, bei Tim Hortons oder in der Cafeteria, um zwei oder drei endet mein Schultag und danach gehe ich meistens zum Gym und treffe mich mit Freunden. Abends esse ich gemeinsam mit meiner Gastfamilie Dinner und mache danach Hausaufgaben oder schaue einen Film mit der Familie. Es fühlt sich so an, als würde ich schon immer hier leben und ich bin, sowohl in meinem Zuhause, als auch in der Schule und mit meinen Freunden, ziemlich glücklich hier in Kanada.  

 

In der Mitte des Monats hatte eine meiner deutschen Austauschschüler Freundinnen ihren 16. Geburtstag und natürlich haben wir diesen gebührend gefeiert. Zusammen mit einer Freundin habe ich einen Geburtstags-Kuchen für sie gebacken und nachdem wir den Nachmittag zusammen verbracht haben sind, wir sind abends noch gut Essen gegangen. Auch wenn es vielleicht anders ist, wenn man zuhause mit seiner Familie und Freunden feiert, denke ich, dass es auch spannend sein kann, einen Geburtstag in der Fremde zu erleben.

 

 

In der Schule wurden in vielen Fächern Mid-Term Exams geschrieben, da die Hälfte des ersten Semesters jetzt vorüber ist, was für die Schüler in Kanada die Mitteilung der Halb-Semester Noten bedeutet. Diese Mid-term Marks werden den Schülern auf der sogenannten Report Card mitgeteilt. Die Noten werden hier in Prozent angegeben, wobei alles unter 60% durchgefallen bedeutet. Neben den Halb-Semester Noten  steht das Ende der Football- und Volleyball Saison, sowie der Anfang der Basketball Saison in der Schule an. In meiner Leadership-Klasse, die verschiedene Events rund um den Schulalltag organisiert, planen wir schon für den Winter-Spirit im Dezember, der die Festlichkeiten in die Schule bringen soll. 

 

In der vorletzten November Woche hatten wir unsere erste große Assembly in der Schule, die trotz Covid nun endlich stattfinden konnte, wenn auch in kleineren Gruppen, nicht wie gewöhnlich mit der gesamten Schule. trotzdem war es eine sehr tolle Erfahrunf an einer kanadischen  Schulversammlung teilzunehmen, bei der unsere Rektorin sowie andere Lehrer gesprochen haben und die Schulgemeinschaft auf Mülltrennung, Achtsamkeit und zukünftige Events wie Christmas Spirit Week und den trotz Corona hoffentlich stattfindenden Winterball im Januar aufmerksam gemacht haben. 

Unser Schulmotto “Try Your Best – Do the Right Thing – Get Better Each Day.  It’s the Barsby Way!“ durfte am Ende natürlich nicht fehlen. 

 

 

Jetzt am Ende des Moants freue ich mich schon sehr auf die Weihnachtszeit in Kanada, die durch festlich geschmückte Häuser und die dunkler werdenden Tage schon Ende November immer spürbarer wird. Hoffentlich lässt auch der erste Schnee nicht mehr lange auf sich warten!

 

See you soon!

Eure Molly

Rubrik: „Noch nicht gewusst?“

… Bezahlen im Auslandsjahr.

 

Bevor man sein Auslandsjahr startet, sollte man sich darüber Gedanken machen, wie genau man die Sache mit Taschengeld regeln möchte. Dafür gibt es verschiedene Ansatzweisen, ich beispielsweise habe ein Budget von 250 Euro im Monat, da die Organisation uns das empfohlen hatte, davon bezahle ich alles was so anfällt,  den Monatsbeitrag fürs Fitnessstudio, meinen Telefonvertrag, Bustickets, Klamotten und Getränke bei Tim Hortons. Andere Freunde bekommen von ihren Eltern keinen monatlichen Betrag überwiesen, sondern haben beispielsweise ein Budget von 500 Euro auf dem Auslandsjahr-Konto und wenn das Geld leer ist wird wieder „aufgefüllt“. Auch für was genau man zahlt kann variieren, manche Eltern zahlen den Telefonvertrag von zuhause aus oder es gibt ein extra Essens-Budget, falls man sich in der Mittagspause Essen kauft oder Getränke bei Starbucks oder Tims holt. 

Aus meiner Erfahrung heraus kannich bisher sagen, dass die von der Organisation empfohlenen 250 Euro ein guter Richtwert sind, um einen Monat lang alle anfallenden Kosten zu bezahlen.

 

Wenn ihr euer Auslandsjahr in Kanada verbringt, müsst ihr euch daran gewöhnen, dass bei jedem Einkauf am Ende noch Steuern berechnet werden. Das ist in Deutschland natürlich genauso, allerdings sind dort alle Steuern schon im Preis inkludiert, das heißt der 2.00 Euro Kaffee bleibt der 2.00 Euro Kaffee wenn ihr bezahlt. Das ist hier anders, da die Steuern erst an der Kasse zum Preis addiert werden. Das heißt der Kaffee, der im Tim Hortons Menü für einen Preis von  2.00 Dollar angezeigt wird, kostet euch schlussendlich an der Kasse beispielsweise 2.17 Dollar oder ähnliches. 

Bei kleineren Preisen von Getränken fällt das eventuell nicht direkt so stark auf, aber wenn man sich eine neue Hose und ein T-Shirt für 80.00 Dollar kaufen will und plötzlich stehen 95 Dollar auf dem Kassenzettel, dann merkt man den Unterschied sehr schnell. Die additional taxes also immer im Hinterkopf behalten! 

Wie die meisten meiner Freunde, egal ob Kanadier oder Austauschschüler, zahle ich hier eigentlich immer mit Karte, da bar bezahlen in Kanada eher unüblich ist. 

Ein interessanter Fun fact über die Kanadische Währung ist, dass es keine baren 1cents mehr gibt, da sie diese vor ein paar Jahren der Umständlichkeit wegen einfach abgeschafft haben, es gibt 5cents, 10cents und 25cents Münzen. Außerdem gibt natürlich Loonie und Toonie, was kanadisch für ein und zwei Dollar steht. 

Auch wenn man sich vielleicht in den ersten Monat erst noch daran gewöhnen muss, denke ich, dass der Umgang mit dem Taschengeld im Auslandsjahr hilfreich für Umgang mit eigenem Geld im späteren Leben sein kann.