Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Anna in Manchester

Halbzeit

Halbzeit!!

Wahnsinn, wie schnell die Zeit hier vergeht..

Mit gemischten Gefühlen starte ich nun in den Februar, in den 6 Monat meines Auslandsjahres.

Zum Einen freue ich mich natürlich riesig auf meine Rückkehr nach Deutschland, meine Familie und meine Freunde, aber auf der anderen Seite möchte ich garnicht daran denken, dem Ganzen hier Tschüss sagen zu müssen.

Ich finde, jetzt zur Halbzeit ist ein kleiner Rückblick nötig, um einfach mal zu realisieren wie unfassbar wertvoll die Zeit hier ist. Meine erste Woche war die wohlmöglich schwerste. Alle neuen Eindrücke sind gefühlt auf mich eingeprasselt und ich musste mich erstmal selbst wiederfinden. Warum es mir so schwer gefallen ist hier ordentlich anzukommen weiß ich selbst nicht wirklich. Ich vermute aber, dass der späte Schulstart, das schlechte Wetter und das unerwartete Gefühl der Einsamkeit einfach ein bisschen viel waren. Das heißt aber noch lange nicht, dass es bei jedem Austauschschüler so aussehen muss! Und wenn doch: keep going!!

Denn auch wenn ich mich durch Heimweh oder Ähnliches manchmal schlecht gefühlt habe, war es immer die lehrreichste Zeit und vorallem kann man sich ja auch Hilfe suchen, zu Freunden gehen, Übernachtungspartys schmeißen und das als Grund sehen, wirklich mal raus zu kommen.

Ich denke aber auch gerne an die tolle Gastfreundschaft und das liebe Empfangen an der Schule zurück. Unser 'Head of Sixth Form' hat uns am ersten Tag alles erklärt, uns mit einigen Schülerinnen bekannt gemacht und uns durch die Schule führen lassen. Und nach dieser Begegnung wusste ich, dass ich auf der Loreto Grammar School immer ein offenes Ohr finden werde und nur von Glück sprechen kann dort gelandet zu sein.

Über die letzten Monate habe ich dann, nicht nur durch mein Jungstudium am Royal Northern College of Music, sondern auch durch viele Begegnungen und den Unterricht wahnsinnig viel gelernt, vermutlich mehr als in den letzten Jahren zusammen.

Aber wirklich genau kann ich mich garnicht mehr an all meine Erlebnisse erinnern. Vorallem Oktober und November sind so vorbeigerauscht, dass ich oft darüber grübel, was ich eigentlich in den Monaten gemacht habe und bin letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass das für mich garnicht so wichtig ist, jedes Detail der Zeit hier zu wissen. Denn je schneller die Zeit vergeht, desto sicherer kannst du sein, dich gut eingelebt zu haben. Und genau so war es bei mir.

Als ich dann im Januar aus Deutschland zurückgekommen bin, habe ich mir das 'wiedereinleben' viel schwieriger vorgestellt als es letztendlich war. Ich hab mir so viel vorgenommen über die zwei Wochen zu Hause, dass ich es garnicht abwarten konnte, damit loszulegen.

Mein Plan war wieder gut in die Schule reinzukommen, zu lernen und zu erfahren, bestimmte Stücke auf der Geige zu spielen und irgendwann mal in den 'Lake oder Peak District' zu fahren. Diese sind 'national parks' in Mitteengland. Ich konnte mir nun tatsächlich eine kurze Reise dorthin organisieren, da ich einfach bei der Familie von einer Freundin mitfahren darf.

Und wer kann den bei solchen Plänen nicht gespannt sein auf die kommende Zeit??

Mich erwarten hier sicherlich noch unendlich viele neue Erfahrungen, Herausforderungen, Momente für die Ewigkeit und ich habe es mir als Ziel gesetzt in fünf Monaten rückblickend sagen zu können: Das war das geilste Jahr meines Lebens und ich habe es geschafft, so viel wie nur möglich aus der Zeit zu machen.

Also, auf fünf weitere geniale Monate!!