Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Sophie in Norwegen

Meine Gedanken vor dem Auslandsjahr

Alle, die sich mit dem Thema Auslandsjahr beschäftigen, werden sich über Vieles Gedanken machen. Ob Ängste, Vorfreude, schon erste wichtige Dinge, die auf die Packliste müssen oder auch wie die Familie wohl sein wird. 

 

Auch ich hatte viele verschiedene Gedanken. Positive, als auch Negative. Doch genau das gehört dazu. Und nicht nur die positiven Gedanken sind wichtig, sondern auch die Negativen. Ich habe meine Vertrag im Herbst unterschrieben und hatte dann noch fast ein Dreivierteljahr bis ich wirklich abgereist bin. Allein schon, als ich meinen Vertrag unterschreiben sollte, war ich die ganze Zeit mit den Gedanken beim Vertrag und dem folgenden Jahr. Ich war mir ziemlich sicher, dass ich das machen möchte und trotzdem lag mein Vertrag eine ganze Woche offen auf meinem Schreibtisch und ich habe mich nicht getraut ihn zu unterschreiben, denn trotz allem hatte ich Zweifel. Meine Gedanken waren zum Beispiel, was wenn ich jetzt unterschreibe und in einem halben Jahr will ich dann doch nicht mehr oder ich bin dort drei Monate lang und habe dann so Heimweh, dass ich nur noch nach Hause möchte. Doch diese Gedanken sind vollkommen normal und man sollte auch wirklich abwägen, ob man diesen Vertrag unterschreiben möchte. Dies war glaube ich die erste große Entscheidung, die ich selbst treffen musste, wo ich komplett auf mich und mein Gefühl vertrauen und hören musste. 

 

Schließlich habe ich den Vertrag dann unterschrieben und die Vorfreude nahm einen immer größeren Raum ein. Doch die Ängste und Zweifel kamen immer mal wieder zurück. Auch das ist normal, doch dann muss man sich motivieren, es wirklich durchzuziehen und das Positive überwiegen zu lassen. 

 

Besonders in den Wochen vor meiner Abreise habe ich mich oftmals gefragt, warum mache ich das überhaupt. Doch ich habe mich immer wieder daran erinnert, dass ich das mache weil es einzig und allein mein Wunsch war, dass dies komplett meine Entscheidung war und ich das als große Chance sehen sollte, erwachsen und reifer zu werden. 

Meine größte Flut an Gedanken hatte ich auf dem Weg zum Flughafen und als ich mich von meiner Familie verabschiedet habe. Ich wurde so mit Emotionen überflutet. Ich war total aufgeregt, habe mich sehr gefreut, aber gleichzeitig habe ich auch gemerkt, dass dies das letzte Mal für zehn Monate ist, dass ich meine Eltern umarme und persönlich sehe. Diesen Gedanken habe ich nur einen einzigen Moment zugelassen, denn ich habe mir dann verboten, daran zu denken. Ich wollte das Jahr und damit auch den Beginn direkt genießen und keinen Gedanken an zu Hause dazwischenkommen lassen. Und im Nachhinein war es nicht schlimm ein Jahr im Ausland zu leben. 

 

Ehe ich mich versehen habe, war die erste Woche, der erste Monat, die ersten fünf Monate um und auf einmal war dann schon die letzte Woche angebrochen.