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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Cora in Australien

Soft Landing Camp Sydney

Im Juli flog ich gemeinsam mit anderen Schülern und Schülerinnen nach Australien. Bevor wir jedoch zu der jeweiligen Gastfamilie kamen, hatte DFSR und die australische Organisation SEANZ ein Soft Landing Camp organisiert. Ein Soft Landing Camp ist, wie der Name schon sagt, zum Ankommen in dem Gastland gedacht. Die meisten Schüler verbringen somit drei Tage in einer Jugendherberge, um sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen und mehr über die Organisation und das Gastland zu erfahren.

Nachdem wir also in Sydney ankamen und eine Nacht in einem Hotel am Flughafen verbracht hatten, wurden wir am nächsten Tag zu dem Camp etwas außerhalb von Sydney gebracht. Dort trafen wir auf Austauschschüler von den unterschiedlichsten Orten, wie zum Beispiel Finnland, Schweden, Frankreich, Italien, Dänemark usw. Es war sehr schön, so viele neue Leute kennen zu lernen. 

Als wir ankamen, gab es erstmal Mittagessen und anschließend hatten wir viel Zeit uns umzuschauen. Danach wurden wir in verschiedene Gruppen eingeteilt und jeder erfuhr wo er schlief, denn es gab kleine Hütten mit Zimmern für 8 Personen. In den Zimmern selbst war man nie mit Leuten aus dem eigenen Land zusammen und wir durften nur Englisch sprechen. Das hört sich anfangs etwas chaotisch an, aber es hat gut geklappt und wir hatten viel Spaß.

An diesem ersten und am zweiten Tag im Camp gab es verschiedene Präsentationen, zu denen wir in unseren Gruppen gegangen sind. Diese Vorträge beinhalteten die Regeln der beiden Organisationen, die Umstellung auf das Gastland usw.  Die Präsentationen waren aber interessant und gut aufgebaut, so dass wir selbst kleine Rollenspiele und Quizze gemacht haben. Mir gefiel am besten der Vortrag von zwei australischen Rettungsschwimmern über australische Strände. Sie sprachen über die Gefahren und wie man sich zu verhalten hat. Sie haben uns aber auch gezeigt, was man im Fall einer Notsituation tut und welche Tiere es gibt.

Neben diesen Präsentationen hatten wir immer viel Freizeit. Im Camp war viel Platz und Equipment für verschiedene Spiele und Sportarten. Außerdem gab es drei warme Mahlzeiten und Snacks zwischendurch und man konnte vom Camp aus in einem kleinen Dorf spazieren und einkaufen gehen. Am dritten Tag des Camps sind wir alle früh am Morgen nach Sydney gefahren und haben uns zusammen die Stadt angesehen. Natürlich waren wir zuerst bei der berühmten Oper von Sydney und der Harbour Bridge. Es war einfach umwerfend, diese wundervollen Gebäude richtig vor sich zu sehen.

Danach hatten wir Freizeit, um uns weiter umzugucken und etwas zu essen. Ich bin mit einer kleinen Gruppe in und um das Opernhaus gegangen und wir waren etwas in den Straßen bummeln.  Das war einer der Momente, wo ich wirklich realisiert habe, dass ich in Australien bin, dass dieses riesige Abenteuer auf mich wartet und dass ich so viel erleben werde. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. 

Später am Abend sind wir mit der Fähre in einen anderen Stadtteil, Manly, gefahren. In Manly gibt es eine große Einkaufsstraße, welche direkt zum Strand führt. Im Nachhinein muss ich sagen, dass Manly einer von meinen Lieblingsorten war. Es war überwältigend, zum ersten Mal den australischen Sonnenuntergang am Stand zu erleben. Leider war es noch zu kalt um schwimmen zu gehen, aber wir haben den Abend in vollen Zügen genossen.

Am späteren Abend sind wir dann wieder zurück ins Camp gefahren und wir waren alle etwas traurig, denn Sydney war wunderschön und es war der letzte gemeinsame Abend, bevor wir uns aufteilten und zu unsern Gastfamilien fliegen würden.

Am nächsten Morgen war es dann tatsächlich soweit. Wir sind alle mit dem Bus zum Flughafen gefahren und mussten uns verabschieden. Es war natürlich traurig, aber es würde auch heißen, dass wir an diesem Tag noch zu unseren Gastfamilien kommen würden und das war für alle sehr aufregend.

Ich finde, das Soft Landing Camp war für uns alle eine gute Möglichkeit und ein unglaubliches Erlebnis, um unser Jahr in Australien zu starten. Zum einen konnten wir den Jetlag ausschlafen, aber wir haben super viel gelernt, viel Spaß gehabt, uns gegenseitig Mut gemacht und vor allem neue Freunde fürs Leben gefunden. 

Mittlerweile bin ich zwar schon zurück in Deutschland, aber ich denke immer noch oft an die Zeit zurück. An meine ersten Tage in diesem wundervollen Land. 
Und mit meinen Freunden die ich dort kennengelernt habe? Wir haben immer noch Kontakt und wir planen bereits gemeinsame Reisen in Europa um uns wieder zu sehen.
Ich kann es also nur jedem empfehlen, an einem Soft Landing Camp teilzunehmen und diese wunderbaren Erfahrungen zu machen.