Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Philipp in Schweden

Mein Ostern in Schweden

Hej och välkommen! Ich heiße Philipp, war 2021 für dreieinhalb Monate im schwedischen Lappland im Ausland und habe dort auch das schwedische Osterfest verbracht. Gefeiert haben wir Ostern (schwedisch: påsk) dort nicht zu Hause, sondern in den Bergen; das Fest wurde also direkt mit einem kleinen Urlaub in den Osterferien verbunden.

In meiner Gastfamilie bin ich Mitte März angekommen, in einem kleinen Dorf in der Nähe von Gällivare, im hohen Norden Schwedens. Der schwedische Winter hat mir sowieso schon extrem gut gefallen, doch jetzt sollte es noch besser werden: Über Ostern wollten wir einige Tage in die verschneiten Berge in Richtung der norwegischen Grenze fahren! Mit der Familie meines Gastonkels und meinem Gastopa zusammen ging es also gerade erst drei Wochen, nachdem ich in Schweden angekommen war, nach Nordwesten. Damit wir dort vor allem auch Schneemobilausflüge machen konnten, nahmen wir die vier Skoter, wie sie auf schwedisch heißen, auf einem speziell dafür gedachten Anhänger mit und schon ging es los. Dort angekommen richteten wir uns ein, wir hatten ein kleines Camp mit drei tipiartigen Unterkünften und Sauna, jedoch keinem fließenden Wasser. Am ersten Abend gingen wir noch in die Sauna und beobachteten die Nordlichter, die in der stillen Idylle dort wunderschön waren.

Am folgenden Tag unternahmen wir einen großen Ausflug mit den Skotern. Dass dies Karfreitag war, hat man noch nicht wirklich gemerkt, wir haben jedenfalls keinen traditionellen Brauch durchgeführt, außer im Schnee zu grillen, die schwedische Natur zu genießen, abends wieder in die Sauna zu gehen und auch hier die Nordlichter zu bestaunen.

Am Samstag, dem Påskafton („Osterabend“), wurden dann Ostereier gesucht: Es gab bunte gekochte Eier und für jedes Kind ein größeres Osterei, welches mit Süßigkeiten gefüllt war. Neben dem „God morgon!“ wurde außerdem jeder mit einem „Glad påsk!“, also „Fröhliche Ostern!“ begrüßt. Nach einem ausgiebigen Frühstück schwangen sich alle auf die Schneemobile und wir fuhren raus auf den großen Fluss, um dort zu eisfischen, was definitiv auch eine meiner Lieblingserfahrungen ist!

Der Påskdagen („Ostertag“), für uns Ostersonntag, wurde dort nicht allzu groß zelebriert, wir hatten vor allem wieder einfach einen wunderschönen Tag in der Natur. Diesmal ging es mit den Schneemobilen anders als an den Tagen davor, an denen wir meist über die gefrorenen Flüsse und Seen fuhren, richtig in die Berge hinauf: Belohnt wurde die abenteuerliche Fahrt mit einer unglaublichen Aussicht über die schneeweiße Gebirgslandschaft.

Um meiner Gastfamilie auch ein kleines Stück deutscher Osterkultur mitzubringen, hatte ich ein paar Schokohasen von Lindt mit, welche auch seeehr gut ankamen und ziemlich schnell vernascht wurden. :D

Insgesamt wird Ostern recht ähnlich wie in Deutschland verbracht – es gibt Osterhasen, Ostereier und man feiert normalerweise im Kreise der Familie. Mit meiner Gastfamilie habe ich eher ein Ostern erlebt, was vielleicht auch als Familienurlaub zu bezeichnen ist, aber es war trotzdem eine sehr tolle Erfahrung!