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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Cristina in den USA

Weihnachten - Zwischen Plätzchen, bunten Lichtern und Geschenken

Bunte Lichterketten, Weihnachtsplätzchen und Stockings am Kamin - mein Weihnachten in den USA war eins der schönsten, die ich je erlebt habe.

Schon vor Weihnachten war die weihnachtliche Stimmung unheimlich groß. Auch wenn ich Weihnachten in Deutschland schon sehr liebe, kann man den Aufwand, den Amerikaner allein schon in die Dekorationen stecken, nicht mit dem deutschen vergleichen. Alle Häuser und Gärten waren wunderschön mit Lichtern und kleinen Weihnachtsmännern geschmückt.

Bevor ich nach Amerika kam, besaß meine Gastmutter einmal eine Bäckerei. Deshalb kann sie wunderbar backen. Das ganze Haus hat immer nach frischen Plätzchen und Fudge (ein Schokoladen-Konfekt und eine typisch amerikanische Süßigkeit) geduftet. Weil ich es ebenfalls liebe zu backen, habe ich manchmal viele Stunden mit meiner Gastmutter und Gastschwester in der Küche gestanden.

Zusätzlich dazu hatten meine Eltern aus Deutschland ein riesiges Packet deutscher Lebkuchen an meine Gastfamilie geschickt. Das war als kleines Weihnachtsgeschenk meiner Eltern als Dankeschön an meine Gastfamilie gedacht. Meine Gastfamilie war ganz begeistert, wie anders deutsche Süßigkeiten und Lebkuchen im Vergleich zu den amerikanischen schmecken. Sie sind wesentlich weniger süß, dafür aber würziger und beinhalten häufig viele Nüsse.

Obwohl während meines Auslandsjahres Heimweh zum Glück kein allzu großes Problem darstellte, habe ich meine Familie zur Weihnachtszeit sehr vermisst. Es war mein erstes Weihnachtsfest ohne meine Eltern und meine Schwester und es hat sich komisch angefühlt, es mit einer ganz anderen Familie und mit anderen Traditionen zu feiern. An Weihnachten habe ich mit meinen Eltern und meiner Schwester gefactimet und auf diese Weise zumindest für eine kurze Zeit Weihnachten mit ihnen verbracht. Natürlich war es aber trotzdem nicht dasselbe, wie es richtig mit seiner eigenen Familie zu feiern und ich glaube auch, dass es für meine Eltern schwer war, die Feiertage ohne mich zu verbringen. Jetzt im Rückblick bin ich aber auch sehr froh, dass ich diese Erfahrungen machen konnte, und einen Feiertag mit anderen Traditionen erleben konnte.

Überraschenderweise hatten die Amerikaner noch nie zuvor von Adventskalendern gehört. Die deutsche/europäische Tradition ist nicht sehr verbreitet in den USA. Als ich meinen Gasteltern davon erzählte, waren sie begeistert von der Idee, jeden Tag im November ein kleines Geschenk zu erhalten. Meine Gastmutter hat daraufhin mir und meinen Gastgeschwistern einen Adventskalender mit allerlei amerikanischen Süßigkeiten gebastelt. Später hat sie mir erzählt, dass sie das auch gemacht hat, damit ich während der Weihnachtszeit kein Heimweh nach meiner Familie bekomme. Das war das Süßeste, was sie je für mich gemacht hat.

Statt Weihnachten wie hier am 24. zu feiern, ist in Amerika der 25. der große Weihnachtsfeiertag mit Geschenken und Santa Clause. Am 24. Dezember sind wir alle gemeinsam zur Kirche gegangen und hatten ein schönes gemeinsames Abendessen. Am 25. sind wir, ich und meine Gastgeschwister, ganz früh aufgestanden und haben Geschenke ausgepackt. Nebenbei haben wir frischgebackene Pancakes von meiner Gastmutter gegessen und die typischen rot-grünen Pyjamas, die man aus amerikanischen Weihnachtsfilmen kennt, getragen. Diese haben meine Gastgeschwister von ihrer Großmutter zu Weihnachten geschenkt bekommen und sie war so lieb, mir auch welche zu schenken.

Geschenke für meine Gastfamilie zu finden, war ziemlich schwierig, hat aber auch echt Spaß gemacht. Vor allem mit meiner gleichaltrigen Gastschwester bin ich einige Male shoppen gegangen und dann haben wir immer gemeinsam nach Geschenken gesucht. Dabei habe ich alles Mögliche gekauft, von einem praktischen Lenkradschutz bis hin zu einer Schreibtischlampe für meine Gastschwester. Zusätzlich habe ich noch für jeden einen persönlichen Brief geschrieben.

Meine Gastfamilie war aber auch unglaublich lieb und großzügig mit Geschenken. Sie haben mir viel Kleidung und Make-up und andere nützliche Dinge geschenkt, die ich auch hier in Deutschland noch gerne benutze.

Alles in allem war mein Weihnachten wunderschön und ein Erlebnis, das ich sicher nie vergessen werde. Leider waren die Ferne und das Heimweh während der Feiertage nicht immer einfach. Dennoch war es ein tolles Erlebnis, die Feiertage in einem anderen Land zu verbringen und ich würde jedem diese tolle Erfahrung unbedingt ans Herz legen.