Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Sophie in Norwegen

FAQ - Allgemein

  1. War es einfach sich in Norwegen einzuleben und zurecht zu finden?

    Die erste Zeit ist mit die aufregendste des gesamten Jahres. Alles ist neu, man muss sich langsam in den Alltag der Familie einleben und auch integrieren. Doch dabei lernt man sich gleich viel besser kennen. Wir haben direkt am Anfang extrem viel zu lachen gehabt. Ich würde sagen, Norwegen als Land an sich ist nicht schwer, um sich dort einzuleben und zurecht zu finden. Klar, man kann die Sprache höchstwahrscheinlich noch nicht, doch deine Gastfamilie ist auf jeden Fall die ganze Zeit dein erster Ansprechpartner. Meine Gastschwester hat mir zum Beispiel geholfen, wenn es darum ging, die Monatstickets für den ÖPNV vor Ort zu besorgen. Auch haben sie mir vieles erklärt, haben mir meinen Schulweg gezeigt oder wie ich von A nach B komme. Ich würde sagen, Kommunikation ist das wichtigste, denn ohne diese kann man sich nur notdürftig zurechtfinden. Man muss auf die Menschen zugehen, wenn man ein Problem oder eine Frage hat und dann sind sie auch gewillt, einem zu helfen. Denn nicht nur für dich ist es eine aufregende Zeit, sondern auch für die Gastfamilien, schließlich müssen sie dich auch erstmal kennenlernen und dich in ihren Alltag integrieren.

     

  2. Wie habe ich mich verändert?

    Ich würde sagen, ich bin offener und toleranter geworden. Ich war früher sehr schüchtern, wenn ich von fremden Personen umgeben war. Ich musste ziemlich viel Mut aufbringen, mich damals in meinen Kursen vorzustellen. Doch einmal gemacht, wurde es immer besser und wenn man schüchtern ist, selbst dann findet man Freunde. Es dauert vermutlich einfach nur etwas länger. Ich war auch schon vor dem Auslandsjahr ziemlich selbstständig und doch wurde ich noch viel eigenständiger als ich es vorher war. Es hat mir unglaublich geholfen, um erwachsen zu werden. Auch dachte ich früher über einige Sachen anders, worüber ich heute eine ganz andere Meinung zu habe.

     

  3. Wie bleibe ich während des Austausches in Kontakt mit meinen Freunden und meiner Familie?

    Ich habe mir dabei gar keinen Stress gemacht. Ich stand die ersten Wochen unerwartet viel mit meinen Eltern in Kontakt, was daran lag, dass wir noch einiges Organisatorisches klären mussten. Mit meinen Freunden hatte ich eher weniger Kontakt. Ich habe mit ihnen telefoniert, wenn ich es für nötig empfand. Ich wollte mich lieber auf mein Leben dort konzentrieren und mich nicht an zu Hause binden. Daher hatte ich manchmal wochenlang keinen richtigen Kontakt und dann wieder stärker. Nur zu meiner Familie stand ich im ständigen Kontakt, einfach weil man sich täglich mal geschrieben hat oder auch wegen kurzer Zwischenfragen sich zuhause gemeldet hatte.

     

  4. Wie war es nach Hause zu kommen? Habe ich mich schnell wieder eingelebt und wie war es mit meinen Freunden?

    Ich bin im Lockdown nach Hause gekommen. Daher war es eher ein sanfter Einstieg. Ich konnte mich erstmal in Ruhe an das Familienleben hier in Deutschland gewöhnen. Meine Freunde habe ich weiterhin größtenteils über Anrufe und Nachrichten erreicht. Es hatte sich also nicht wirklich viel verändert. Als dann alles wieder ein bisschen besser wurde und man sich wieder mit Leuten treffen durfte,  war ich schon wieder ziemlich in meinem deutschen Leben. Ich habe erst circa ein halbes Jahr später gemerkt, dass ich mich verändert habe und ich mich ab und zu ein bisschen unsicher und komisch bei meinen Freunden gefühlt habe. Einfach weil ich da erst merkte, dass sie ein ganzes Jahr ohne mich Dinge erlebt haben. Doch mir hat es in diesem Fall sehr geholfen, dass ich in eine neue Klasse gekommen bin, mit neuen Leuten und konnte mich daher auch in andere Richtungen orientieren. Das war auch gut so, denn so konnte ich mich ein wenig distanzieren, was nur dazu geführt hat, dass ich jetzt wieder super mit meinen damaligen Freunden klar komme.

     

  5. Sind Leute auf mich zugekommen oder musste ich sie ansprechen?

    Viele Leute sind an den ersten Schultagen auf mich zugekommen, weil sie einfach interessiert waren, warum ich nach Norwegen gekommen bin. Doch die meisten haben dann nach einiger Zeit ihr Interesse verloren, dadurch konnte ich dann aber auch endlich meine richtigen Freunde kennenlernen. Von denen hatte ich dann auch erfahren, dass sie sich selbst nicht getraut haben, auf mich zuzugehen. Sie dachten, ich würde mega gut Englisch sprechen, weil ich ja ein Auslandsjahr machen würde und sie daher extrem unsicher waren.