Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Mia in den USA

Klischees über Amerika - Entsprechen sie der Wirklichkeit?

Ich habe meine Freunde nach klassischen Klischees über Amerika gefragt und an was sie selbst zuerst denken, wenn sie das Wort USA hören. Ich habe mir vier Klischees davon ausgesucht und werde diese nun mit meinen persönlichen Erlebnissen vergleichen. Es ist also eine sehr subjektive Beurteilung und andere Personen können gut andere Erfahrungen gemacht haben.

 

1. Übergewicht und ungesundes Essen

Ein generelles Klischee ist die Übergewichtigkeit von Amerikanern. Dies trifft natürlich nicht auf alle zu, aber trotzdem haben viele dieses Bild im Kopf. Natürlich hängt dies mit dem ungesunden und fettigen Essen zusammen, welches in Amerika oft sehr viel günstiger ist und deswegen bevorzugt wird. Meine Freunde in Amerika waren größtenteils alle Sportler und haben deswegen zwar sehr viele Kalorien zu sich genommen, jedoch war dies lediglich zum Aufbau der Muskeln und dazu, die Energie im Körper aufrecht zu erhalten. In meinem Freundeskreis war der Großteil also einfach nur muskulös. Außerhalb der Sportteams hingegen habe ich viele Personen getroffen, auf denen dieses Bild doch sehr gut zutrifft. Die Freunde meiner Gasteltern zum Beispiel hatten jeden zweiten Abend Fast Food und der einzig betriebene Sport war ab und zu das Fitnessstudio. Meine Gasteltern selber haben zwar gesund gekocht, jedoch hat auch dieses Essen überdurchschnittlich viele Kalorien und Fette enthalten, sodass auch ich zugenommen habe sobald die Sportsaison zu Ende war. Ich denke einfach durch die Umstellung des Essens ist es normal für einen Austauschschüler zuzunehmen, aber sobald man nach Hause kommt ist dies in kürzester Zeit auch wieder weg.

2. Großes Grundstück mit Haus und Pool

Auch dieses Klischee wurde mir von mehreren Personen vorgeschlagen und grob müsste ich auch erst einmal zustimmen. Ich habe in einer Kleinstadt gewohnt und es war normal, dass jede Familie in einem Haus lebte mit dem perfekten Garten vor der Haustür, lediglich der Pool fehlte ab und zu. Was jedoch auch an dem Fakt gelegen hat, dass es mehrere kleine Seen bzw. Teiche in dem Ort ab und sich somit mehrere Häuser um diese Gewässer befanden und keinen Pool benötigten. Ich habe außerhalb der Großstadt lediglich zwei Appartement Komplexe gesehen und kannte keinen, der tatsächlich in diesen wohnte. In der Großstadt gelten natürlich generell andere Voraussetzungen.


3. Schlechte Allgemeinbildung

Es ist ein globaler Witz dass Amerikaner es ein wenig an Allgemeinwissen mangelt und auch ich habe nicht wirklich andere Erfahrungen gemacht. Dadurch, dass man sich in der Schule für spezifische Fächer entscheiden kann und nicht ein Flächenübergreifendes Fach als Pflichtfach hat, ist das fehlende Allgemeinwissen gut zu verstehen. Dies gehört einfach zu den unterschiedlichen Schulsystemen und da muss man für sich selbst entscheiden, was man nun bevorzugt. Alle Schulsysteme haben Pro und Kontra Argumente, ein Kontra bei den Amerikaners ist eben wirklich das fehlende Allgemeinwissen. Ich selbst musste öfters Fragen beantworten die ich für selbstverständliches Wissen gehalten habe und so lustig es auch manchmal ist, es ist schon ein komisches Gefühl.

4. Offen aber oberflächlich

Amerikaner werden oft als sehr offen und sozial aktiv beschrieben, jedoch soll dies zugleich alles nur oberflächlich sein. Ich persönlich stimme zumindest mit der ersten Aussage zu. Ich würde in Deutschland niemals erwarten so offen empfangen und integriert zu werden, wie von den Amerikanern. Ich wurde oft angesprochen und wurde in interessante Gespräche integriert, obwohl mich kaum einer kannte. So gut wie jeder war bereit mich kennen zu lernen und in ihre Freundesgruppe zu integrieren. Die meisten Freundschaften waren nur kurzlebig, ob man dies nun als oberflächlich beschreiben möchte ist jedem selbst überlassen. Ich denke einfach, dass der Grund dafür die kurze Zeit war, in der ich mit diesem Menschen zutun hatte. Für mich war ein Schuljahr ein ganzes separates Leben, für sie nur ein weiteres normales Jahr, mit einem weiteren neuen Gesicht. Auch wenn ich zu vielen Freunden nicht mehr wirklich Kontakt habe, sie haben mir sehr viel Freude bereitet während meines Aufenthalts in Amerika und dafür bin ich dankbar.

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