Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Emily in den USA

Sport an der High School

Wie viele sicher schon wissen, wird Sport an der High School sehr groß geschrieben. Auch an meiner Schule war das so. Da ich auf einer sehr kleinen Schule war, hatten wir nicht so ein großes Angebot an Sportarten, aber für mich war auf jeden Fall einiges dabei.

Gleich in den ersten Tagen haben meine Gasteltern mir sofort alle möglichen Aktivitäten meiner Schule gezeigt. Da wir schon bevor ich dort ankam Kontakt hatten, wussten sie, dass ich gerne Sport in den USA treiben würde und haben mich immer unterstützt, das richtige für mich zu finden.

Als das Schuljahr anfing, war gerade Herbstsaison. Da meine Schule klein war gab es also nur die Möglichkeit, dem Cross Country Team oder dem Volleyball Team beizutreten. Da ich allerdings weder genug Ausdauer für längere Laufstrecken hatte, noch mich für Volleyball interessiert habe, bin ich keinem der Teams beigetreten. Stattdessen habe ich mich in die Band eintragen lassen, welche in der Schulzeit stattfand und ein Mal die Woche abends eine Probe auf dem Footballfeld hatte, da es eine Marching Band war. Ein bisschen Bewegung hatte ich also trotzdem.

In der Wintersaison habe ich mich dazu entschieden, Basketball auszuprobieren. Der Start war sehr holprig, da wir einen relativ strengen Coach hatten, bei dem wir extrem viel sprinten mussten. Da musste ich mich erst Mal dran gewöhnen. Da ich Basketball noch nie vorher gespielt hatte, haben wir beantragt, mich in JV, also dem Junior Varsity Team, spielen zu lassen. Eigentlich ist es eine Regel, dass 12.-Klässler, zu denen ich auch gehörte, im Varsity Team spielen müssen, also in dem Team, das um wirkliche Punkte für die Schule spielt. Aber für mich wurde eine Ausnahme gemacht, worüber ich auch sehr froh war und auch immer noch bin.

Im Laufe der Saison wurde ich immer besser und ich fing an, die Regeln zu verstehen, wodurch ich mich auch bei den Spielen nicht mehr so doof angestellt habe, wie es vorher der Fall war.

Durch den Sport habe ich auch meine ersten richtigen Kontakte zu anderen Schülerinnen hergestellt und erst hier die ersten richtigen Freunde gefunden. Zum Thema Freunde habe ich bereits einen anderen Beitrag geschrieben, falls du also Interesse hast, kannst du dir den auf jeden Fall auch anschauen.

Als die Wintersaison vorbei war, fing ein paar Wochen später die Frühlingssaison an. Es gab für mich die Auswahl von Track and Field, also Leichtathletik, oder Softball, also im Prinzip Baseball mit anderen Regeln. Eigentlich hat mich beides interessiert, weshalb ich versucht habe, in beiden Teams gleichzeitig zu spielen. Anfangs hat es gut geklappt und ich habe es gut balancieren können, allerdings ist Track and Field bei mir bald eher in den Hintergrund gerückt und da ich extrem viel Spaß an Softball gefunden hatte, habe ich nach Absprache mit meinem Coach mit Track and Field aufgehört, um mich auf Softball zu konzentrieren. Für eine Anfängerin habe ich mich gar nicht so schlecht angestellt und da wir dieses Jahr sehr viele Anfänger im Team hatten, hatte ich keinen großen Nachteil den anderen gegenüber. Unsere ersten Spiele haben wir alle verloren, was wir aber nicht schlimm fanden, da wir es alle als Chance gesehen haben, dazuzulernen. Unsere Coaches waren auch sehr freundlich und haben uns so gut unterstützt, wie sie konnten, wenn wir Hilfe gebraucht haben. Als die Saison vorbei war, war ich sehr traurig. Ich hatte diesen Sport und mein Team sehr lieb gewonnen und wollte, dass die Saison noch nicht vorbei ist. Als wir keine Spiele mehr hatten, stand für mich fest, dass ich diesen Sport in Deutschland unbedingt weiterspielen möchte und war sehr froh, dass es ein Team in meiner Nähe gibt. Nun spiele ich in diesem Team, was mich sehr glücklich macht.

Ich würde also allen empfehlen, wenn sie einen Sport interessant finden, es einfach mal auszuprobieren. Vielleicht findet man dabei seine Traum-Sportart.

Ich hoffe, dir hat dieser Beitrag gefallen.

Bis zum nächsten Mal,

Deine Emily