Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Pia in Australien

Abschied aus Australien und Wiedersehen mit meiner Familie

Als sich mein Auslandsaufenthalt dem Ende zugeneigt hat, entstand bei meinen Freunden und mir zunächst eine traurige Stimmung. Am Anfang meines Aufenthalts wirkte meine, damals schon auf den Tag genau feststehende, Abreise aus Australien weit weg, doch als nach und nach viele meiner internationalen Freunde schon vor mir nach Hause geflogen sind, stellte sich auch bei mir ein mulmiges Gefühl ein. Spätestens als der Koffer in meinem Zimmer im Haus der Gastfamilie stand, wusste ich, dass es nun bald Zeit war, Abschied zu nehmen. Der Schmerz der bevorstehenden Abreise war zu diesem Zeitpunkt deutlich stärker, als die Vorfreude auf meine Familie und Freunde daheim. 

Es war ganz schön, dass unsere Schule ein Abschieds-BBQ für die Schüler organisiert hatte, die nun bald gehen würden. So konnten wir uns gut von unseren internationalen Freunden verabschieden und noch einmal einen schönen Abend miteinander verbringen. Dazu haben wir uns mit unseren Gastfamilien am Strand in der Nähe eines Surfclubs getroffen. Vor allem haben wir viele Fotos miteinander gemacht und über gemeinsame Erlebnisse gesprochen. Auch die Direktorin unserer Schule hat sich noch einmal von jedem verabschiedet und gab jedem ein kleines Abschiedsgeschenk. Bis zum Einbruch der Dunkelheit haben wir zusammen gegessen und Musik gehört und als wir noch einmal aufs Meer geblickt hatten, hofften wir, die schöne Zeit niemals zu vergessen.

Auch unsere australischen Freunde haben für uns ein paar Tage vor unserem Abflug ein Abschieds-BBQ organisiert. Dieses war etwas persönlicher. Wir sind dafür zusammen einkaufen gegangen und haben den ganzen Tag zusammen am Strand verbracht. Der letzte Abend bei meiner Gastfamilie war sehr emotional. Am Abend haben wir noch einmal alle zusammen gegessen und uns über die vergangene gemeinsame Zeit unterhalten. Dabei haben wir viel zusammen gelacht, doch als der Abend zu Ende ging, veränderte sich unsere zunächst heitere Stimmung ins traurige. Auch die kleine Katze, die meine Gastfamilie während meines Aufenthaltes angeschafft hatte und die von da an immer bei mir war, hat die ganze Nacht an meiner Seite geschlafen. Zur Erinnerung hatte sich jeder International eine australische Flagge gekauft und die Freunde darauf unterschreiben lassen. Im Nachhinein würde ich dies unbedingt empfehlen, da man diese ggf. im Zimmer aufhängen kann.

Ich hatte das Glück, mit einer anderen Austauschschülerin von Brisbane über Hong Kong nach Deutschland zu fliegen, was mir einiges erleichtert hat, da ich mich nicht allein gefühlt habe. Meine Familie zu Hause hielt während unserer Aufenthalte in den Flughäfen beim Start und bei der Zwischenlandung Kontakt mit mir und so langsam stieg die Freude auf ein Wiedersehen. Trotz alledem war es ein unheimliches Gefühl, als unser Flieger in Frankfurt landete. Danach ging alles relativ schnell, mein Heimatland hatte mich wieder, wir holten unsere Koffer ab und liefen unseren Familien entgegen. Ich hatte das Glück, dass meine beste Freundin trotz Abiturstress mit zum Flughafen gekommen war und riesengroß war dann natürlich die Freude, sie wieder zu sehen. Die nächsten Tage stellte sich dann der normale Alltag ein, es war wie immer, obwohl mich meine Familie als verändert wahrgenommen hat, aber dies zum Positiven.