Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Alexa in Australien

Wiedersehen mit der Familie

Ich flog am 14.05.2018 wieder zurück nach Deutschland.

Auch wenn die Vorfreude darüber, dass ich in ungefähr 24 Stunden meinen Vater wiedersehen würde, sehr groß war, überwog die Trauer, dass ich meine Gastfamilie verlassen musste. Meine Mutter hatte mich zuvor für ein paar Wochen in Australien besucht, von daher hatte ich sie schon wiedergesehen und nun würde sie mit mir zurück nach Deutschland fliegen.

Der Rückflug war weitaus angenehmer als der Hinflug und wir landeten frühmorgens am 15.05.2018 in Frankfurt. Natürlich hatte mein Vater mir versprochen, dass er meine Mutter und mich abholen würde, jedoch war das leichter gesagt als getan. Er stand am falschen Gate und musste mir erst übers Telefon erklären, wo er gerade war. Nach fünfminütiger Suche fanden wir uns dann endlich – mein Vater war mit einem riesigen ,,Welcome-Home-” und einem Herz-Luftballon nicht zu übersehen. Wir mussten uns die Tränen verkneifen und haben uns für gefühlte Stunden umarmt.

Während der Fahrt zurück nach Hause sprachen wir eigentlich durchgängig nur über Australien und was meine Mutter und ich (aber hauptsächlich ich) dort so erlebt hatten. Mein Vater war zwar immer über alles informiert, wollte aber viele Einzelheiten noch einmal von mir persönlich hören. Zuhause angekommen half mein Vater uns noch, die Koffer nach oben zu tragen und verabredete sich mit mir am nächsten Tag zum Abendessen.

Der 15.05.2018 war ein Dienstag und das gab mir die perfekte Möglichkeit, meine beste Freundin in der Schule zu überraschen. Ich hatte ihr nicht gesagt, wann genau ich wiederkommen würde. Jeder außer ihr wusste, dass ich an diesem Dienstag ankommen würde und half mir bei der Überraschung. Ich brachte andere Freunde dazu, sie für eine gewisse Zeit im Klassenzimmer aufzuhalten. Ich hätte sie natürlich auch auf dem Schulhof überraschen können, aber sie ist sehr schüchtern, weswegen ich es ihr ersparen wollte, vor der ganzen Schule in Tränen aufgelöst zu sein. Auf dem Weg zum Unterrichtsraum traf ich auf weitere Freunde, die mich herzlich begrüßten und die ganze Aktion auch filmten. Ich machte mich also auf den Weg in den Raum, wo meine beste Freundin gerade eine Matheaufgabe an die Tafel schrieb. Als sie mich bemerkte, fiel sie mir direkt weinend und kreischend um den Hals. Nach zwei Minuten hatte sie sich beruhigt und beschwerte sich, dass sie doch die Matheaufgabe noch zu Ende rechnen müsse. Alle anderen begrüßten mich währenddessen herzlich und gaben mir kleine, nachträgliche Geburtstagsgeschenke.

Am Abend trafen sich dann alle bei mir und wir genossen die Tatsache, dass ich mich nun wieder unter ihnen zu Hause befand.

Meine Großmutter und meine Großtante besuchte ich ebenfalls noch am selben Tag, da sie während der Abwesenheit meiner Mutter unseren Hund betreut hatten und er nun wieder nach Hause konnte. Meine Großmutter und Großtante freuten sich riesig, mich wiederzusehen und staunten über meine langen Haare, die inzwischen um die 20 Zentimeter gewachsen waren, und über mein angeblich verlorenes Gewicht, obwohl ich keinen Kilo abgenommen hatte.

Mein Hund wiederum brauchte seine Zeit, um mich wiederzuerkennen und war am Anfang sehr skeptisch, wusste jedoch nach einem Tag wieder, wer ich war und freute sich dann noch nachträglich über meine Ankunft.

Die Freundin meines Vaters sah ich am darauffolgenden Tag wieder und sie war so über meine Rückkehr erfreut, dass sie mir (wie meine beste Freundin) weinend um den Hals fiel. Sie staunte ebenfalls über meine Haare und meine schlanke Figur.

Es brauchte zwar seine Zeit, sich wieder einzuleben, aber es war für mich kein großes Problem. Außer, dass man sonntags nicht mehr einkaufen konnte.

Jeder, den ich nach meiner Rückkehr traf, fragte mich, wie es war. Selbst andere Schüler und Lehrer aus der Schule, mit denen ich kaum etwas zu tun hatte, fragten mich nach meinen Erfahrungen und wollten wissen, wie es in Australien "so läuft". Ich habe ihnen immer mit Begeisterung davon erzählt. Vor allem Lehrer, die an meiner Bewerbung teilhatten oder mich schon durch meine ganze Schullaufbahn begleiteten – wie mein damaliger Englischlehrer – nahmen sich gerne mal während der Pause 20 Minuten Zeit und ließen mich erzählen.