Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Jonas in Kanada

Packen

Die Zeit vor dem Abflug plätscherte dahin. Während man alle wichtige Dokumente erhalten hattewie Visum oder die Flugnummern, blieb ein Blatt im DFSR Ordner lange Zeit unangetastet. Knapp eine Woche vor Abflug stellte sich mir eine wichtige Frage.

Wie packt man eigentlich für ein Auslandsjahr? Für einen Urlaub, der nur ein paar Tage dauert, war das ja kein Problem. Zehn Monate sind da aber eine andere Hausnummer.  Zum Glück hatten wir von DFSR eine Packliste bekommen, die das ganze vereinfachte. Jetzt gab es nur noch ein Problem und das hieß 23 kg. Ich legte erstmal alles zurecht, was mir wichtig vorkam, und glich dies dann mit der Packliste ab. Dann packten wir erstmal alles ein. Meine Mama hatte einen großen Koffer besorgt, in den alles ohne ein Problem hinein passte. Wir hatten uns dafür entschieden, meinen Skianzug und die dicke Winterjacke schon vorher mit der Post zu schicken, was in den meisten Fällen auch für Gastfamilien gar kein Problem ist. Ich fragte vorher bei meiner Gastfamilie an, ob ich ein Paket schicken konnte, da dies auf jeden Fall günstiger war, als das Übergewicht des Koffers zu zahlen. Nachdem meine ganzen Klamotten und Habseligkeiten eingepackt waren, wogen wir den Koffer - 24 kg. Irgendetwas fehlte aber. Nach kurzem Nachdenken war klar: die Gastgeschenke mussten natürlich auch noch in den Koffer. Jetzt war aber wirklich alles eingepackt. Also wieder ab auf die Waage mit dem Koffer. Nachdem wir  aber den Koffer wogen, stellten wir fest, dass zwar alles sehr gut hineinpasste, ich aber mit 31 kg nicht fliegen konnte.

Ich entschied mich dafür, 
einen zweiten kleinen Handgepäck Koffer für mein Soft Landing Camp in New
York zu packen. Das hatte für mich den Vorteil, dass ich den großen Koffer mit den Klamotten für mein Auslandsjahr bis zur Ankunft in Kanada nicht nochmal aufmachen musste. Des Weiteren war der Handgepäck Koffer auch mit knapp 6 kg von den erlaubten 8 kg nicht komplett voll und man konnte in New York nochmal ein wenig einkaufen gehen. Am Ende flog ich mit einem Rucksack, in dem ich alle Sachen, die ich relativ bald brauchen würde, eingepackt hatte. Darin waren DFSR-Ordner, Laptop, Ladekabel und ein Schlafkissen fürden Flieger. Dazu kamen dann noch mein Handgepäck Koffer mit den Sachen für New York mit knapp 6 kg und mein Koffer für das Auslandsjahr mit allen Klamotten, die ich brauchen würde mit 22,9 kg von den erlaubten 23 kg.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich wahrscheinlich hätte früheranfangen sollen, zu packen, da man nochmal viel besser drüber nachdenken kann, was man alles braucht. Falls man zu viele Klamotten hat, die man auch vor Ort braucht oder man nicht alles in den Koffer hineinpacken kann, kann ich empfehlen, noch einen zweiten großen Koffer aufzugeben, da es insgesamt gesehen günstiger ist, als wenn man das gesamte Übergepäck zahlen muss. Man bekommt den Tipp, bei einem Auslandsjahr wie für einen zweiwöchigen Urlaub zu packen, und dieser traf bei mir auch zu. Die Regel weniger ist mehr trifft auch hierbei sehr gut zu. Der Kleiderschrank erweitert sich in jedem Fall vor Ort, weil man eh nochmal andere Sachen kauft, da vielleicht das Wetter doch anders ist oder ganz simpel die Mode im Zielland, in meinem Fall Kanada, anders ist. In Kanada war es viel typischer, sich in der Mall zu treffen als bei Freuden zuhause. So hat sich in den 10 Monaten in Kanada bei mir einiges an Klamotten angesammelt.