Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Milan in den USA

Mein Schulalltag

Vor meinem Auslandsjahr war ich etwas verunsichert ob die Schule schwer sein würde oder ob ich mich darauf vorbereiten müsste oder dergleichen. Ich entschied mich dafür, mich nicht vorzubereiten da ich auch nicht wusste, wie. Ich wusste also nicht was mich erwartete.

Ich kam ungefähr eine Woche vor dem ersten Schultag mit weiteren asiatischen und norwegischen Austauschschülern im Internat an. In den ersten Tagen war für die Austauschschüler alles durchgeplant und wir bekamen ein bisschen Unterricht über die Amerikanische Kultur und was uns noch alles erwartete. Einige Tage vor dem ersten Schultag bekam ich meinen Stundenplan. Er bestand aus acht Fächern, die sich jeden Tag wiederholten. Ich hätte diese Fächer auch wechseln können aber da ich mich kaum auskannte habe ich alles so gelassen. Die Highschool geht von der neunten bis zur zwölften Klasse. Schüler der neunten Klasse nennt man Freshmen, Schüler der zehnten Sophomores, Schüler der elften Juniors und alle Schüler der letzten Klasse Seniors. Die Noten gingen von A – F, wobei A wie eine 1 in Deutschland wäre.

Der Schultag fing um 7:45 Uhr mit 10 Minuten Homeroom an, wo wir in einem Klassenzimmer saßen und unser Homeroom Teacher uns die Neuigkeiten des Tages, Geburtstage, Sportaktivitäten und das Mittagessen vorlas. Es war am Anfang etwas ungewöhnlich aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, fand ich es durchaus praktisch. Zwischen den Fächern hatten wir immer 5 Minuten Pausen um zum nächsten Klassenzimmer zu laufen. An High Schools in Amerika gibt es keine Klassen, sondern Kurse und man sitzt in jedem Kurs im Klassenzimmer eines anderen Lehrers mit anderen Schülern. Das hatte Vorteile denn dadurch hatte ich mit mehr Leuten zu tun.

Nach dem Homeroom hatte ich in der ersten Stunde English I. Über das Schuljahr lernten wir Satzbau, was für mich einfach war da wir das in English schon viel früher gelernt hatten, lasen Gedichte, Texte und auch zwei Lektüren. In der zweiten Stunde hatte ich World History. In World History lernten wir innerhalb von einem Jahr einmal die komplette Weltgeschichte. Das war praktisch, denn an meiner Schule in Deutschland haben wir nicht alle Themen behandelt. Deshalb war es eine gute Ergänzung. In der dritten Stunde hatte ich Ceramics. In dem Kurs ging es ausschließlich um das Werken mit Ton. Wir lernten verschiedene Techniken und bekamen Aufgaben gestellt, die benotet wurden. Die vierte Stunde bestand aus Geometry. Wir lernten Trigonometrie und Flächenberechnungen, was ich alles schon die Jahre davor gelernt hatte. Nach Geometry ging ich in das Klassenzimmer gegenüber für Biology. Biology war die schwerste Klasse und wir lernten Dinge, die man in Deutschland erst im Abi braucht, aber es war durchaus interessant. Am Ende war ich froh, dass ich es in Biology noch auf ein C- geschafft habe.

Nach Biology ging es zum Mittagessen. Alle Schüler der Schule wurden in zwei Gruppen geteilt die nacheinander essen gingen. Obwohl sich alle meine Freunde über das Essen beschwerten, fand ich es besser als das Essen, das ich von meiner Schule in Deutschland gewöhnt war und dazu gab es immer Nachtische wie Donuts, Pudding oder Kuchen. Danach hatte ich Systematic Doctrine was ähnlich wie Religion war. In der siebten Stunde hatte ich im ersten Halbjahr Health-Class und im zweiten Halbjahr Economics. In Health lernten wir alles darüber, wie man gesund lebt und Economics war so ähnlich wie Politik und Wirtschaft aber mit Schwerpunkt auf Wirtschaft. Wir lernten etwas über Preisbildung und Gesetze. Danach hatte ich noch eine Stunde Schulchor. Obwohl das freiwillig war, stand es am Ende im Zeugnis und hat meinen Schnitt verbessert.

Für die, die an der High School Sport gemacht haben, gab es nach der Schule noch zwei Stunden Training. In den ersten zwei Monaten spielte ich Fußball und in den letzten drei Monaten spielte ich Baseball. Man konnte eine Sportart immer für drei Monate spielen. Danach wurde eine andere Sportart angeboten. Im Herbst konnte man zum Beispiel zwischen American Football und Fußball entscheiden, im Winter zwischen Basketball und Wrestling und im Frühling zwischen Baseball, Golf und Leichtatlethik. An Tagen, an denen wir Spiele hatten, wurden wir extra früher aus dem Unterricht gelassen und sind mit dem Schulbus zu den anderen Highschools gefahren gegen die wir gespielt hatten oder mussten beim Aufbauen helfen, wenn es ein Heimspiel war. Dazu nahm ich noch an Mathematik-, Debattier- und Redewettbewerben teil.

Um Sport und andere Aktivitäten machen zu können, muss man einen bestimmten Notenschnitt erfüllen und man darf in keinem Fach ein F haben. Das klingt vielleicht schwer, aber wenn man sich ein bisschen Mühe gab, konnte man es schaffen. Verglichen mit den anderen Fächern die man hätte nehmen können, war mein Stundenplan sogar ein bisschen "langweilig". Es gab zu den normalen Fächern die man auch an deutschen Schulen findet Fächer wie Amerikanische Geschichte, Psychologie, Gesetzeskunde, amerikanische- oder Weltliteratur, Persönliche Finanzen, Anatomie, Zeichnen, Orchester und noch andere Sachen. Alles in allem könnte man sagen, dass Schule in Amerika mehr Spaß macht, da die Lehrer mehr motivieren und es interessante Fächer gibt. Für die meisten Fächer musste man Dinge auswendig lernen und bei den Arbeiten und Tests Fragen beantworten.