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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Mia in den USA

Cross Country

Ich habe das Gefühl, dass Cross Country der typische Sport für Austauschschüler ist. Für die meisten Schulmannschaften muss man Try Outs machen und zumindest an meiner Schule waren die Erwartungen ziemlich hoch. Zudem fangen die meisten Try Outs bereits in den Sommerferien statt, ich persönlich konnte zum Beispiel gar nicht dran teilnehmen. Meine Gastmutter hatte Cross Country vorgeschlagen und mich bereits frühzeitig angemeldet. Bis zu meinem ersten Training wusste ich nicht mal wirklich, was Cross Country überhaupt für ein Sport ist. Als ich dann schließlich erfahren habe, dass es darauf hinauslaufen wird nahezu jedes Wochenende 5 Kilometer laufen zu müssen hätte ich fast wieder hingeschmissen. Ich hatte mir jedoch vorgenommen alles einmal auszuprobieren, also ging ich zum Training.

Es war super anstrengend und ich war relativ enttäuscht von meiner Leistung an dem Tag, aber ich wurde direkt von mehreren Mädchen angesprochen. Alle waren gespannt Austauschschüler in ihr Team zu bekommen und haben sich wirklich um mich gekümmert. Trotz der Anstrengung die wohl definitiv folgen würde, zusammen mit Muskelkater und großem Zeitaufwand, durch die Unterhaltungen die sich boten beim laufen, sah die Chance Freunde zu finden, was im Moment das Wichtigste für mich war.

Ein Mädchen hatte mir gleich beim ersten Training noch vor Schulstart ihre Nummer gegeben und angeboten, mir nach der Schule den Weg zum Trainingsplatz zu zeigen, sowie mich im Auto zu außerschulischen Trainingseinheiten mitzunehmen. Zum Ende meines Austausches hatte sie sich zu einer meiner besten Freunde dort entwickelt.

Vor unseren Meets gab es die Tradition ein Pasta Dinner zu halten. Entweder sind wir zu einem der Teammitglieder nach Hause gefahren, sind zu einem Imbiss gegangen oder haben uns in der Schule breit gemacht. Gefüllt mit einer Unmenge von Nudeln, Breadsticks, Freunden und Gelächter waren die Pasta Dinners wohl mit das Highlight der Saison.

Die Trainingseinheiten waren täglich abwechselnd, aber im großen Ganzen wöchentlich dasselbe. Ich hatte zwei mal in der Woche eine Stunde Training, zwei mal eineinhalb Stunden und einmal zweieinhalb Stunden. An kurzen Tagen haben wir uns lediglich aufgewärmt und sind dann locker dreißig Minuten die Straßen vor der Schule langgelaufen. An etwas längeren Tagen sind wir meist zum See runter gelaufen und haben da Konditionstraining gemacht. Am langen Tag dann schließlich sowohl laufen, als auch ins Schuleigene Gym gehen. Das Gym war ausgestattet mit Tabletts die Übungen angepasst für jeden Schulsport programmiert hatten, die die Schüler frei benutzen konnten, sowie ein extra Trainer, der Übungen mit dem ganzen Team durchgegangen ist.

Insgesamt war es die beste Entscheidung, dem Team beizutreten und es einfach mal auszuprobieren. Ich konnte soviel essen wie ich wollte, habe fünf Kilo abgenommen, einzigartige Erfahrungen gemacht und schließlich großartige Freunde gefunden, die mich auch das restliche Jahr über unterstützt haben.