Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Josina in Australien

Schule mal anders - High School in Australien

Während meines Auslandsjahres letztes Schuljahr habe ich für 5 Monate eine australische High School besucht und dabei viele unvergessliche Erfahrungen gemacht. Schule in Australien ist nicht nur ein Ort, an dem man lernt, sondern ein Ort, zu dem man gerne geht und Spaß hat.

Meine Schule begann morgens immer um zwanzig vor neun mit „Roll Call“ und endete nachmittags um drei Uhr. Für „Roll Call“ ist man in kleine Gruppen innerhalb des Jahrgangs eingeteilt. Dort wird zum einen die Anwesenheit kontrolliert und zum anderen werden wichtige Ankündigen für den Tag gemacht. Um neun Uhr begann der Unterricht, insgesamt hatte ich jeden Tag fünf Stunden. Nach der zweiten und nach der vierten Stunde hatte ich jeweils eine halbe Stunde Pause. Die erste Pause hieß „Recess“ und die zweite „Lunch“. Jede Schulstunde ging 60 Minuten und dadurch, dass es keine Doppelstunden an meiner Schule gab, hatte ich jeden Tag fünf verschiedene Fächer. Um drei Uhr hat der Unterricht jeden Tag geendet, an einem Tag in der Woche jedoch schon nach der vierten Stunde.

Besonders bei meiner High School in Australien war, dass es für jede Fachgruppe ein eigenes, ebenerdiges Gebäude gab. Die Schule war sehr weitläufig und man ist auch immer von außen direkt in den Klassenraum hineingegangen. Dadurch gab es auch keine Flure oder Aufenthaltsräume innerhalb des Gebäudes, in denen man die Pause verbringen kann. So saß ich mit meinen Freunden immer zusammen an einem Tisch im Freien. Es war meistens sehr warm und sonnig, sodass dies kein Problem war.

Weitere Gründe, warum mir diese Schule so viel Spaß gemacht hat, sind der Zusammenhalt der Schule und die große Auswahl an Schulfächern. Das typische „High School – Gefühl“ kam besonders durch den Schulbus und die Schuluniform zustande, welche an meiner Schule aus einem Rock und einer weißen Bluse für die Seniors (Jahr 11-12) und aus einem Poloshirt für die Juniors (Jahr 7-10) bestand. Die Schulfächer waren sehr breit gefächert und in meinem Jahrgang brauchte ich nur sechs Schulfächer, welche ich alle bis auf Englisch selbst wählen durfte. Ich hatte Kochen, Landwirtschaft, Kunst, Musik, Mathe und Englisch gewählt. Der Unterricht hat mir dort sehr viel Spaß gemacht, zumal er viel mehr aus praktischem Unterricht bestand, als ich es aus Deutschland gewöhnt war. Besonders in dem Fach Landwirtschaft bestand ein großer Teil der Stunden damit, sich auf der schuleigenen Farm um die Alpakas, Kühe, Schafe und Hühner zu kümmern! Auch in Musik und Kochen hatte ich viel mehr Praxis als Theorie!

Was mich wirklich begeistert hat, war, wie freundlich Lehrer und Schüler zu mir waren und wie herzlich ich an meiner Schule aufgenommen wurde. In dem halben Jahr habe ich dort sehr viel gelernt und die Schule mit all ihren Besonderheiten und Schulfächern einfach genossen. Australische Schulen sind einzigartig und ich bin so dankbar für all die unvergesslichen Erfahrungen!