Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Cora in Australien

Gastfamilienwechsel

Während meiner Zeit in Australien habe ich meine Gastfamilie gewechselt. Da viele vor Abflug sich Gedanken über die Gastfamilie machen und Angst vor einem möglichen Gastfamilienwechsel haben, dachte ich mir, ich berichte euch von meinem Gastfamilienwechsel, denn es war alles viel besser als gedacht.

In den ersten Monaten habe ich mich super mit meiner Gastfamilie verstanden und es gab kaum Probleme, außer in der Anfangszeit, wo ich noch nicht alle Regeln kannte.
Mit der Zeit ist unser Verhältnis leider gekippt. Wir haben viele Gespräche geführt, auch mit meiner Koordinatorin, aber es wurde nur bedingt besser. 
Es hat sich herausgestellt, dass wir einfach nicht wirklich zueinander gepasst haben. Das war sehr schade und es passiert sehr selten und keiner kann etwas dafür. 
Die Familie hatte ihre eigenen Probleme und ich hatte meine und wir haben uns dann nicht mehr wirklich gut verstanden.

Es wurde von Monat zu Monat etwas schlimmer. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich gerne nach Hause möchte, da ich wirklich gute Freunde hatte. Auch meine Schule und der Ort, in dem ich gewohnt habe, waren echt super.

Ich hatte allerdings etwas Angst, die Gastfamilie zu wechseln, da ich mein Ort nicht verlassen wollte.
Ich habe mich viel mit meiner Koordinatorin ausgetauscht. Am wichtigsten jedoch war für mich, dass ich meiner Familie nichts davon erzählt habe. Sie hätten sich nur Sorgen gemacht und hätten nichts dagegen tun können. Somit habe ich das alleine durchgezogen. Dies hat mir auch viel mit meiner Persönlichkeit geholfen, da ich mich nicht nur auf meine Eltern verlassen konnte.

Jedoch nach einer Weile, als der Konflikt schon ziemlich weit fortgeschritten war, meinte meine Koordinatorin, dass ich bei ihr für den Rest der Zeit bleiben kann. Dies war das beste, das mir passieren konnte, denn sie hatte selbst Kinder und auch schon Austauschschüler bei sich wohnen (wie die meisten Koordinatoren).
Mit ihr habe ich mich auch schon von Anfang an super verstanden und ich war mehr als glücklich, bei ihr wohnen zu können.

Somit bin ich zwar erst nach 8 Monaten in Australien zu ihr gewechselt, aber es war die Sache trotzdem wert.

Nach dem Wechsel konnte ich trotzdem auf meiner Schule bleiben und weiterhin meine Freunde treffen. Natürlich fühlte ich mich auch wesentlich besser und so ging es wahrscheinlich auch meiner „alten“ Gastfamilie.

Mittlerweile habe ich gar keinen Kontakt mehr zu meiner ursprünglichen Familie, aber ich sehe meine Koordinatorin als meine richtige Gastfamilie an.

Meine Freunde haben mich stets bei meinem Wechsel unterstützt und wurden somit auch zu meiner Familie.

Ein Gastfamilienwechsel muss also nicht beängstigend sein. Es befreit vor allem. Man muss sich also nicht zu viele Gedanken darum machen, da die Organisation immer für einen da ist und sich rechtzeitig um alles kümmert.