Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Alina in Irland

Mein erster Tag in Irland

Der erste Tag ist spannend und nervenaufreibend, ob es der erste Tag an einer neuen Schule ist, neue Menschen treffen, in einem neuen Haus wohnen oder zum ersten Mal in einem fremden Land sein. Als Austauschschüler erlebst du ungefähr alles auf einmal. Und das kann etwas Angst machen. Indem ich dir von meinem ersten Tag erzähle, versuche ich dir die Angst zu nehmen. Eigentlich hatte ich zwei erste Tage: Der erste Tag im Soft- Landing- Camp und der erste Tag in meiner Gastfamilie. Hier werde ich dir von meinem ersten Tag mit meiner Gastfamilie erzählen.  

Vom Soft- Landing-Camp in Dublin sind wir mit verschiedenen Bussen in Richtung unserer Gastfamilien gebracht worden. Der Bus hielt deshalb häufiger und Austauschschüler stiegen aus, um ihre Gastfamilie zu begrüßen. Mit der Zeit wurde der Bus immer leerer und schließlich waren wir noch eine Handvoll von Austauschschülern, die mit zur „Endstation“ fuhren. Schön daran war, dass wir uns schon untereinander austauschen konnten und uns orientieren konnten, wer in welcher Schule und Stufe sein würde. Als wir dann schließlich nach einer Fahrt durch die wunderschöne Idylle Irlands auf einem Parkplatz ankamen, sahen wir schon einige Gastfamilien und deren Autos, sodass die Aufregung hier nicht mehr zu überbieten war. Meine Gastschwester und ich saßen nebeneinander und ich kann mich noch genau an den Bick erinnern, den sie mir zuwarf, denn er spiegelte genau das Gefühlschaos wieder, welches ich in diesem Moment fühlte. Freude, da wir nun nach so vielen Wochen endlich die Menschen kennenlernen würden, bei welchen wir die nächsten Monate leben und mit Ihnen verbringen würden und Aufregung, ob Alles gut verlaufen würde. Als wir ausstiegen und unsere Koffer abholten, erkannten einige Austauschschüler bereits ihre Gastfamilien und auch unser Gastvater stand auf einmal vor uns. Ich erinnere mich nur noch dunkel, wie wir uns genau begrüßt haben, aber ich weiß noch wie er unsere Namen sagte und uns umarmte. In diesem Moment fiel mir wenigstens schon ein kleiner Stein vom Herzen, da mein Gastvater uns so lieb begrüßte und nachdem wir dann die Koffer in den Kofferraum und auf den Rücksitz luden, uns auf der Autofahrt in Richtung unseres Zuhauses viel erzählte und viele Fragen stellte.

Dann ging es für uns nach Ballyconnell, dem nächst-„größeren“ Ort, der sehr charmant ist, mit kleinen Läden, einigen Pubs, und einer kleinen Brücke, die über einen Fluss führt. Hier holten wir einen unserer Gastbrüder ab, der auch sehr nett war und dann ging es für uns zum ersten Mal in unser Zuhause für die nächsten Monate.

Als wir schließlich in unserem wunderschönen Zuhause angekommen waren, begrüßten uns unsere Gasthunde sehr herzlich. Meine Gastmutter war selbst noch unterwegs, da sie meine jüngere Gastschwester abholte. Deshalb gab uns unser Gastvater als erstes eine kleine „Haustour“ und zeigte uns auch unsere Zimmer. Bis meine Gastmutter nach Hause kam, waren meine Gastschwester und ich in unseren Zimmern, um etwas anzukommen. Als meine Gastmutter mit meiner Gastschwester ankam, umarmte auch meine Gastmutter uns und fragte, ob wir einen guten Weg hatten. Meine jüngere Gastschwester begrüßten wir auch herzlich und unsere Gastmutter schlug vor, dass wir einen Spaziergang machen könnten, während sie das Abendessen vorbereitete. Das machten wir dann auch und redeten über Alles und Nichts während wir unsere Umgebung erkundeten. So lernten wir uns schon sehr gut kennen, obwohl wir uns zu dritt erst einige Stunden kannten. Das hat mir so viel Sicherheit gegeben, vor allem am Anfang. Deshalb empfehle ich dir auch ganz viel Zeit mit deiner Gastfamilie zu verbringen. Natürlich, um diese kennenzulernen, da sie deine erste Anlaufstelle mit Vielem sein wird, aber auch, da sie dir Sicherheit geben kann, wie ein Anker im Meer des Neuen im Auslandsjahr.

Nach dem Spaziergang aßen wir dann noch und auch hier redeten wir ganz viel, tauschten uns aus, meine Gasteltern erzählten, was wir in den kommenden Tagen unternehmen könnten, wie wir in den Sommerferien in Irland ankamen.

Nachdem wir zu Abend gegessen hatten, sagten wir schon Gute Nacht, da wir alle von dem Reisetag, den neuen Eindrücken und der vorhergehenden Aufregung so müde waren, dass wir unsere Augen kaum aufhalten konnten. Das Einschlafen war, obwohl ich so müde war, trotzdem etwas schwierig, weil ich noch an meine Familie in Deutschland dachte und mir überlegte, wie die kommenden Wochen und Monate in meiner Gastfamilie aussehen würden.

Ich war aber unglaublich froh, dieses Abenteuer endlich antreten zu dürfen und versuchte mir immer selbst zu sagen, dass alles Gut werden wird und, dass auch wenn etwas schiefgehen wird, jede*r Austauschschüler*in irgendjemanden hat, mit welchem er/sie sprechen kann. Das würde ich dir gerne mitgeben: Dass du offen für alles Neue bist, was dich erwartet und auch wenn du negative Erfahrungen machst, aus diesen lernst und jemandem in deinem Umfeld hast, mit welchem du sprechen kannst. Denke bitte daran, dass du nie alleine bist 😊