Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Alina in Irland

Die Vorweihnachtszeit

Der Geruch von Plätzchen, das gedämpfte Geräusch von Weihnachtsliedern aus einem anderen Raum und das Knacken und die Wärme des Kamins.  Vor allem jetzt, in der Winter-/ Weihnachtszeit werde ich nostalgisch, insbesondere, da ich vor fast genau einem Jahr aus Irland wieder nach Hause gekommen bin.

Ich erinnere mich, dass meine Gastfamilie, ähnlich wie hier in Deutschland, Anfang Dezember angefangen hat das Haus zu schmücken. Während Weihnachtslieder im Hintergrund liefen, wurde neben Lametta und Mistelzweigen, kuscheligen Decken und Kissen natürlich auch der Weihnachtsbaum aufgestellt. Der Weihnachtsbaum meiner Gastfamilie war künstlich, also bauten wir auch diesen auf. Danach schmückten wir den Baum mit vielen verschiedenen Ornamenten. Besonders erinnere ich mich daran, dass jedes Ornament eine Geschichte hatte. Eines wurde von einem meiner erwachsenen Gastgeschwister im Kindergarten gebastelt, ein weiteres hatte eine vorherige Gastschülerin selbst gemacht, ein anderes wurde von einer Gastschülern aus Spanien gesendet. Auf eine Art und Weise zeigte der Baum verschiedene Teil des Lebens meiner Gastfamilie und das finde ich toll, vor einem Jahr und auch heute noch :).

Auch die Lichter, die im kalten, dunklen Umfeld noch heller erschienen, bleiben mir in Erinnerung. Neben den künstlichen Lichtern, die die Haustür meiner Gastfamilie zierten, waren die Nächte sehr klar und, da es um das Haus keine Straßenlampen gab, also keine weiteren Lichtquellen, waren die Sterne und die Sternenbilder sehr klar. Einfach in den Himmel zu schauen, zu wissen, dass meine Familie in Deutschland den gleichen Himmel sieht, war auf eine gewisse Art und Weise auch beruhigend. Licht spielte im Winter allgemein eine große Rolle. Da es draußen häufig schon dunkel wurde, wenn wir nach Hause kamen, gegen 16 Uhr, sahen wir die Sonne über dem See versinken und auch, wenn es etwas traurig war, dass kaum Sonnenlicht an diesem Tag da war, war es wunderschön dieses erleben zu dürfen.

Doch nicht nur zu Hause erlebten wird weihnachtliche Stimmung. Auch in der Schule hatten wir einen „Christmas Jumper“- Tag, an welchem jeder einen Weihnachtspulli tragen konnte. An diesem Tag hatten wir auch eine Feier, an der gesungen wurde, es wurden verschiedenen Stände aufgebaut, an welchen handgemachte Sachen verkauft wurden, ähnlich wie ein Weihnachtsmarkt nur in einem viel kleineren Rahmen. Aber auch hier war alles mit Lichtern geschmückt, die Menschen waren in Weihnachtsstimmung und dies hat mich etwas vergessen lassen, dass ich bereits eine Woche später abreisen würde.

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Einblick in die Vorweihnachtszeit in Irland mit meinen Erfahrungen bringen. Ich wünsche dir frohe und gesunde Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Alina :)