Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Jonas in Kanada

Meine Gastfamilie

Das sind sie!
Diese sechs Menschen waren für zehn Monate meine Familie und wenn ich ehrlich bin, sind sie das immer noch. Um mal alle Namen von links nach rechts aufzuzählen: Alex, ich, Brody, Noah, Zachary und über uns rechts ist Lesley und links neben ihr ist mein Gastvater Mike.

Alex, eigentlich Alejandro, kommt aus Barcelona. Er war genauso wie ich Austauschschüler bei meiner Familie. Erst hatte er geplant, nur ein halbes Jahr zu bleiben, da es ihm aber so gut gefiel, verlängerte er um ein weiteres halbes Jahr und reiste nur ein paar Tage vor mir ab. Mit Alex verstand ich mich am Anfang nur mittelmäßig, aber von Woche zu Woche wurden wir immer enger und  beim Abschied versprachen wir uns, uns schon bald besuchen zu gehen. Mal ganz am Rande, dieser Besuch fand tatsächlich an Ostern statt, als ich zu ihm nach Barcelona geflogen bin.

Links neben mir sitzt Brody, der mittlere Sohn. Er war kurz bevor wir kamen nach Vancouver gezogen, um dort für eine Skateboard Firma zu arbeiten, die seinem Onkel gehört. Brody skatete und snowboardete viel, weswegen ich durch ihn und auch durch Noah mit Skateboarden anfing.

Noah war für mich in den zehn Monaten zu einem richtigen Bruder geworden. Wir machten sehr viel zusammen. Wir gingen gemeinsam skaten, fischen oder an den Strand. Er war der einzige der Geschwister, der noch zuhause wohnt. Noah ist ein knappes halbes Jahr älter als ich, weswegen es wahrscheinlich sehr gut passte.

Zachary war auch ausgezogen und lebte in Victoria, um zu studieren. Mit ihm unterhielt ich mich viel über das Programmieren. Leider war Zachary nur wenig da, da sein Studium sehr zeitintensiv war und es eine Weile dauert, von Victoria nach Nanoose Bay zu fahren. Meine Gastmutter hatte ein „Art Studio“, in dem sie sowohl Workshops für  kleinere  Kinder, als auch für Erwachsene anbot. Auch war sie selbst künstlerisch tätig und malte und stellte Skulpturen her.

Mein Gastvater leitete einen Standort einer großen Heizungsinstallationsfirma etwa zwanzig Minuten von Nanoose Bay. Mit ihm redete ich oft über Hockey oder das Fischen. Insgesamt habe ich diese Familie schon nach sehr kurzer Zeit total ins Herz geschlossen. Aktivitäten wie z. B. das Fischen waren klare Highlights, denn wer kann schon von sich behaupten, mal auf dem Ozean einen Lachs gefischt und ihn noch am selben Abend selbst gegrillt zu haben. Meine Gastfamilie hatte immer Zeit und ich hatte immer  jemanden zum Reden, wenn es irgendwelche Probleme gab. Egal was war, sie waren immer für mich da. Deswegen fühlte ich mich sehr schnell zuhause und sehe sie noch heute als meine zweite Familie an. Einen großen Teil zum Erfolg meines Auslandsjahres verdanke ich definitiv dieser Familie, weil sie für mich absolut perfekt gepasst haben. Ich hatte durch sie die Möglichkeit, unglaublich viele verschiedene neue Dinge auszuprobieren, die ich selber fast nicht kannte und so nochmal neu entdecken konnte. Außerdem genoss ich ein großes Maß an Freiheit bei der Familie, was mich zu einem sehr selbstständigen und auch erwachseneren Persönlichkeit gemacht hat. Insgesamt hatte ich einfach eine unglaublich tolle Zeit mit meiner Gastfamilie und würde mir bis heute keine andere wünschen.