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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Jonas in Kanada

Mein Alltag in Kanada

Wie sah mein Alltag in Kanada aus? Ich möchte in diesem Artikel einfach mal eine normale Woche exemplarisch aus meinem kanadischen Alltag beschreiben. 

Montags bis Freitags hatte ich immer Schule. Das bedeutete für mich, dass ich um 7.30 Uhr aufstehen musste, um den Schulbus zu bekommen. Dieser hielt eigentlich direkt vor unserem Haus und deshalb reichte mir morgens auch eine halbe Stunde, um mich fertig zu machen. In der Schule hatte ich dann von 8.40 - 11.25 Uhr meine ersten beiden Blocks. Danach gab es Lunch für mich von 11.25 bis 12.16 Uhr (ja echt komische Zeit). Fünf Minuten später, nämlich um 12.21 Uhr begannen meine anderen beiden Blocks und gingen bis 15.03 Uhr. Dies galt für alle Tage außer Mittwoch. Mittwochsmorgen begann der Tag mit 1,5 h „Flexible Learning“. Von 8.40 bis 10.00 Uhr hatte man die Möglichkeit, sich einfach in die Bibliothek oder Klassenräume zu setzten und dort übrig gebliebene Arbeit nachzuholen. Da man in der ganzen Schule seinen eigenen WLAN Zugang hatte, konnte man auch bequem seinen Laptop mitbringen und Präsentationen gestalten oder an Hausarbeiten weiterarbeiten. Ansonsten unterschied sich aber der Mittwoch auch nicht von anderen Tagen, da danach das normale Blocksystem folgte und man wieder bis 15.05 Uhr Schule hatte. Bei mir kamen noch dienstags, sowie auch donnerstags Volleyballtraining mit dazu. Das Senior Team trainierte dann von 15.15 bis 17.30 Uhr. An den Tagen, an denen ich nicht abgeholt werden konnte, fuhr ich auch mit dem Schulbus wieder nach Hause. Meistens war ich dann so gegen 15.40 Uhr zu Hause und machte mir etwas zu essen. Mein Gastvater war noch arbeiten und meine Gastmutter war zwar da, bereitete aber ihre „Art Classes“ für Erwachsene, die meistens am Abend stattfanden, vor. Nach dem Snack ging ich meistens mit unseren drei Hunden raus und ich spielte noch ein wenig mit ihnen. Dann ging ich rein und setzte mich an meine Hausaufgaben. Die dauerten im Vergleich zu Deutschland nie viel länger als eine halbe Stunde. Gegen 19.30 Uhr gab es dann ein „Family Dinner“, das wir gemeinsam mit meiner Gastmutter vorbereiteten. Es war Tradition, sich abends nochmal vom Tag zu erzählen und was in der Schule oder auf der Arbeit passiert war. 

Ein beispielhaftes Wochenende ist sehr schwer zu finden, da ich an vielen Wochenenden ganz unterschiedliche Sachen machte. Manchmal schlief ich aus und machte nicht viel außer vielleicht eine Runde Skaten im Garten. An den meisten Wochenenden verbrachte ich aber den größten Teil meiner Zeit draußen. Eine Sache, die zu jedem Wochenende für mich dazu gehört hat, war das Frühstück, das Mike für die ganze Familie machte. Es gab kroatische Palcinke, da Mikes Familie ehemals aus Kroatien kam und Bacon and Eggs. Palcinke sind im eigentlichen Sinn nichts anderes als die österreichischen Palatschinken. Oft ging ich auch mit Noah und Alex fischen oder wandern. Ich traf mich mit Freunden in Parksville oder in Nanaimo, um in die Mall zu gehen oder einfach nur ein wenig Zeit miteinander zu verbringen. Nach Weihnachten, als noch ein wenig Schnee lag, fuhren wir auch oft mit der gesamten Familie Skifahren. Das Ski Resort war nur eine knappe Stunde von unserem Wohnort weg, weswegen diese Trips häufig auch ganz spontan am Morgen entschieden wurden. Im Sommer dann gingen Mike, Alex, Noah und ich, zusammen mit einem der besten Freunde von Mike, Martin, fischen auf dem Ozean. Das Gefühl ist echt Wahnsinn, wenn man mit einem Boot über den Pazifischen Ozean fährt und Lachse fängt, die man dann am gleichen Abend noch selbst zubereitet und isst.