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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Ein Gastkind aus Brasilien

Erfahrungsberichte mehrerer Gastfamilien

Clara aus Brasilien

Als für unsere Tochter Ann-Christine feststand, dass sie mit DFSR für 1 Jahr als Austauschschülerin in die USA gehen wird, entschieden wir uns, während dieser Zeit auch eine Austauschschülerin aufzunehmen. Unsere Familie besteht aus meinem Mann und mir und unseren sechs Kindern. Bis auf Ann-Christine sind alle unsere Kinder schon erwachsen, studieren an unterschiedlichen Orten und sind aus diesem Grund teilweise nur an den Wochenenden im Haus. Ann-Christine war natürlich einverstanden, dass ihr Zimmer während ihres USA-Aufenthaltes für ein Gastkind hergerichtet wurde.

Nachdem wir von DFSR einige Bewerbungen von Gastschülern erhalten hatten, entschieden wir uns ziemlich schnell und einstimmig für Clara, eine 16 jährige Schülerin aus Brasilien. Ich hielt regelmäßigen e-Mail Kontakt mit ihr, so dass Clara unsere Familie und unsere Gewohnheiten schon sehr gut kannte, als wir sie schließlich Ende März in Heppenheim in die Arme schließen konnten. Jetzt sind schon vier Monate vergangen, wir haben sehr viel zusammen unternommen, sehr gut unterstützt durch unsere erwachsenen Kinder, und so konnte Clara in kurzer Zeit viele große deutsche Städte, Museen und Weihnachtsmärkte besuchen. Das größte Erlebnis war für sie zweifelsfrei unser deutsches Weihnachtsfest, das wir mit allen unseren Kindern und deren Freunden und sogar mit unserer Tochter aus den USA, die per Skype zugeschaltet war, gemeinsam feiern.

Ich muss sagen, Clara in unsere Familie aufgenommen zu haben, war eine sehr gute Entscheidung und wir haben sehr viel voneinander gelernt und auch viel zusammen gelacht. Bald nun beginnt hier wieder die Schule und die letzten 6 Monate werden leider wie im Fluge vergehen. Wir würden jederzeit wieder das großartige "Abenteuer" Gastfamilie eingehen.

Gabriela aus Brasilien (Abschlussbericht der Betreuerin)

Gabi hat 10 Monate in Deutschland verbracht und sich während ihres Aufenthaltes sehr zum Positiven verändert. Anfangs war sie noch sehr schüchtern und zurückhaltend, jetzt ist sie sehr viel offener, gesprächiger und selbstbewusster. Sie hat sich in dem letzten Jahr so gut entwickelt und es ist schön zu sehen, welche Person der Schüleraustausch aus Gabi gemacht hat und wie reif sie in den letzten Monaten geworden ist. 

Gabi ist schon sehr traurig, dass sie ihre tolle Gastfamilie bald verlassen muss, denn sie wurde komplett in das Alltagsleben der Familie integriert und wie ein weiteres Familienmitglied aufgenommen. Außerdem hat sie sich in ihrer neuen Heimat Rheine ein komplett neues Leben aufgebaut – eine Koch-Gemeinschaft, neuen Freunde…ihr ganzes Alltagsleben hat sich verändert. Gabi hat definitiv einige der besten Erlebnisse ihres Lebens in Deutschland erlebt und ist sehr froh, so eine nette und liebevolle Gastfamilie bekommen zu haben.  

Während wir rückblickend über ihr Jahr in Deutschland sprachen, hat sie gesagt, dass sie die „Currywurst“ hier vermissen wird und sie ihre Eltern und Schwester in ihrer Heimat Brasilien damit bekochen will. Außerdem wird sie ihre Selbstständigkeit vermissen – dass sie jederzeit alleine irgendwo mit dem Fahrrad hinfahren kann. Eine der schönsten Erinnerungen für Gabi ist aber der gemeinsame Segelurlaub in Kroatien – sie ist immer noch fasziniert von der schönen Natur und dem Meer.

Auch ihre Sprachkenntnisse konnte Gabi während der letzen 10 Monate sehr verbessern. Sie versteht nun alles und kann problemlos antworten und sich an Unterhaltungen beteiligen. 
Kurz gesagt: Gabi hatte in Deutschland eine wundervolle und aufregende Zeit, die ihren Horizont in allen Lebensbereichen erweitert hat. Sie spielt auch schon mit dem Gedanken, eines Tages in Deutschland zu studieren. Die Gastfamilie hat Gabi sehr in ihr Herz geschlossen und so wird es ein sehr schwerer Abschied für alle.  

Duda aus Brasilien (Abschlussbericht der Betreuerin)

Am Dienstag, den 22. November hatte ich meinen Abschlussbesuch bei Duda und ihrer Gastfamilie in Nürnberg. Die letzten zwei Wochen waren scheinbar sehr aufregend für Duda, denn sie hat eine richtige „Abschluss-Tour“ gemacht: Letzten Freitag hat ihr Englischlehrer zum Abschied ein echtes bayrisches Weißwurstfrühstück in der Schule organisiert.  Die meisten der Schülerinnen und Schüler kamen sogar in Dirndl und Lederhosen. Die Gasteltern waren noch am Vortag mit Duda shoppen und haben ihr auch ein original bayrisches Dirndl als Abschiedsgeschenk gekauft. Zu Dudas großer Überraschung haben ihre Gastgeschwister Lisa und Felix am Samstag eine Pyjamaparty für sie organisiert. Einige Freunde kamen zu Besuch und es gab einen schönen Spieleabend. Am Sonntag war die ganze Familie zusammen auf einem Eishockeyspiel der Nürnberg Ice Tigers. 
Es ist sehr schön zu sehen, wie gut sich Duda in Deutschland entwickelt hat. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich anfangs etwas Angst hatte, dass sie Probleme haben würde, sich einzuleben und nicht wirklich viel Deutsch sprechen würde. Umso schöner ist es, dass sie nun ein zweites Zuhause gewonnen hat und sich sehr wohl bei ihrer Gastfamilie fühlt.
Zum Abschluss werden Dudas Eltern und ihr Bruder nach Deutschland kommen um sie abzuholen. Sie werden erst eine gemeinsame Rundreise durch Deutschland machen und anschließend nach Nürnberg zurückkehren, damit die beiden Familien sich endlich persönlich kennen lernen. 
Ich hoffe, dass Duda ihre Zeit in Deutschland genießen konnte und sich ihr ganzes Leben lang positiv an ihren Schüleraustausch zurückerinnern wird. Ich wünsche ihr nur das Beste und hoffe, dass sie wieder gut in Brasilien ankommt.