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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Leon in Utah

Mein Auslandsjahr in den USA

Weihnachten und Silvester

In den vergangenen Wochen gab es viel Programm. Hier sind meine Erlebnisse der letzten Wochen:

In Utah liegt Schnee!! Das Utah Valley sieht wirklich toll aus, mit den ganzen schneebedeckten Bergen rundherum, aber ich finde es etwas erschreckend, wie schnell die Zeit vergangen ist. Weihnachten steht vor der Tür und ich war mit meiner Gastfamilie schon in Salt Lake City zum Weihnachtsshoppen. In der Schule hatten wir eine Assembly, bei der wir die Schulspenden der letzten Wochen für Weihnachtsgeschenke für Kinder aus finanziell belasteten Familien verwendet haben. In Gruppen von 3-4 High School Schülern haben wir einen Grundschul-`Paten` bekommen und mit ihnen bei Walmart Geschenke eingekauft. Am Wochenende habe ich nochmal Schnitzel und Spätzle gemacht – als Übung für unser Weihnachtsessen. Außerdem hatten wir einen weiteren FBLA Wettbewerb in der Utah Valley University, bei der alle Teams gut abgeschnitten haben. Am Wochenende vor Weihnachten haben wir mit der ganzen Familie in der Bäckerei meiner Gastgroßmutter Lebkuchenhäuschen verziert. Dies ist eine langjährige Tradition meiner Gastfamilie und hat echt viel Spaß gemacht… und lecker war es auch! Danach waren wir noch bei einem Konzert meines Gastbruders.

Kurz vor Weihnachten waren wir am Thanksgivingpoint. Dort war eine sehr große Lampenwelt zum Durchfahren aufgebaut. Sehr schön! Und dann kam auch schon Weihnachten: Am 24. abends haben wir schön mit der Familie Schnitzel gegessen (eine neue Lieblingsspeise meiner Gastfamilie ;-)) und typisch amerikanisch gab es am 25. morgens die Geschenke.

Es war spannend, mal zu sehen, wie andere Familien Weihnachten feiern. Nach Weihnachten waren wir nochmal ein paar Tage in Saint George. Während der Fahrt hatten wir Bedenken wegen eines Schneesturms überhaupt anzukommen, womit ich im bisher heißen Utah überhaupt nicht gerechnet hatte. Wir hatten eine schöne Zeit dort, im südlichen Saint George, und konnten nochmal ein wenig Wärme tanken. New Year's Eve haben wir bei einer großen Feier in Salt Lake City gefeiert. Es gab viel Musik, Feuerspucker, eine riesige Diskokugel und ein fast enttäuschend kleines Feuerwerk. Die Amerikaner haben Feuerwerke wohl lieber am 4. Juli.

Frühling

Der Anfang des neuen Jahres ist etwas ruhiger verlaufen. Die Festtagsstimmung ist langsam abgeklungen. Dies sind meine wichtigsten Erlebnisse:

Ostern! Ostern in Amerika war eigentlich sehr ähnlich wie in Deutschland. Der Osterhase ;-) hat über Nacht viele bunte Eier versteckt, welche dann von den “Kleinen“ gesucht wurden. Zusätzlich hatten meine Gastschwestern Jelly Beans gesät, die am nächsten Morgen als Lollipops gepflückt werden konnten. Oh – und wir haben Küken bekommen! Meine Gastfamilie hält im Garten einige Hühner! In der Schule haben wir “Skill Certificates“ in den technischen Fächern bekommen und es gab eine Fotoausstellung vom Fotografie Club. Jeder hat seine schönsten Bilder aufgehängt. Mit meinem Business Club, FBLA, waren wir beim Utah-weiten Wettbewerb und auch mit SkillsUSA hatten wir unseren staatsweiten Wettbewerb - und waren sogar ziemlich erfolgreich! Die Stimmung war super! Mit meiner Gastfamilie war ich bei einem weiteren Jazz Konzert in der University of Utah, bei einer Mumienausstellung im noch verschneiten Salt Lake City und mein Gastvater hat mich zur demokratischen Wahlkampfveranstaltung mitgenommen. Letztere war erschreckend, oder vielleicht auch beruhigend chaotisch. So viele Interessenten haben wohl noch nie bei den Demokraten teilgenommen. Und mit Freunden war ich ein paar Mal im Kino. Die Sessel sind so viel bequemer als in Deutschland :-D

Spring Break!! In den Ferien waren wir mit einem riesen Wohnwagen in Moab campen. Ein faszinierender Ort! Die wahnsinnige Weite war extrem beeindruckend. Es war ein wirklich toller Urlaub. Danach wurde der mormonische “Provo Temple“ wiedereröffnet und war für kurze Zeit auch für Leute, die kein Mitglied der Kirche sind, zugänglich. Ich war überrascht, wie europäisch der Einrichtungsstil war. Dann hatten wir ein Fotoshooting mit dem Photography Club, der Theaterkurs hat ein neues Stück vorgestellt und wir hatten den `SAGE Test`. Dieser ist wichtig, um sich bei amerikanischen Universitäten einzuschreiben, etwa wie der Abischnitt. Ich fand es ein wenig merkwürdig, dass ein kurzer Multiple Choice Test so viel Bedeutung für die weitere Bildung hat.

Prom und danach

Wir hatten PROM!!! Prom ist der amerikanische Abschlussball und somit eine der wichtigsten High School Aktivitäten. Zum Teil werden schon Wochen vorher Pläne geschmiedet und Dates gefragt – und dies möglichst kreativ! An Prom waren wir erst Pizza essen, haben dann einen Film geguckt und Spiele gespielt, und dann ging es nach dem Abendessen in einem mexikanischen Restaurant auch schon zum State Capitol für den Tanz! Es war wirklich wie im Film, alle waren schick gekleidet und haben getanzt, das Gebäude war riesig über mehrere Etagen und die Stimmung natürlich super. Auf dem Weg nach Hause gab es dann noch ein Eis und schon war Prom leider wieder vorbei... Es war ein unglaublich schöner und typisch `amerikanischer` Abend. (Und teuer auch..) Ich kann wirklich gut nachvollziehen, warum ihm die meisten Amerikaner schon so aufgeregt entgegenfiebern ;-)

Ein Wochenende habe ich in Denver, Colorado, und den Rocky Mountains verbracht. So hohen Schnee hatte ich vorher noch nie gesehen. Super schön! Dann kamen die Geburtstage meiner Gastfamilie. Ich habe so einige Nächte schlaflos verbracht, um mit meiner Gastschwester Kuchen zu backen. Aber das war es definitiv wert! Interessant fand ich, dass es in Amerika nicht unüblich ist, schon vor dem Geburtstag zu gratulieren und zu feiern. Dann kam die dänische Gasttochter meiner Gastfamilie für eineinhalb Wochen zu Besuch. Es war rührend zu sehen, wie eng das Verhältnis auch nach Jahren noch war. Viel zu kurz danach war dann auch schon die letzte Schulwoche. Da alle Noten schon feststanden, war sie super entspannt. Erst wurden die echt schönen Jahrbücher verteilt (ein paar meiner Fotografien haben es sogar hinein geschafft!) und dann haben wir gegenseitig auf den freien Seiten unterschrieben. Im Schul TV wurde die letzte Show ausgestrahlt und Stück für Stück ist Ruhe in den sonst so unruhigen Schulalltag gekommen. In den Mittagspausen war ich mit meinen Freunden in verschiedenen Restaurants essen und langsam und mit komischen Gefühl habe ich angefangen zu realisieren, dass mein Rückflug immer näher rückt….

Roadtrip, DC und Heimflug

Inzwischen bin ich wieder gut in Deutschland angekommen, aber ich möchte noch kurz über die letzten drei Wochen in Amerika berichten:

Am Nachmittag des vorletzten Schultags kam mein Vater aus Deutschland, um noch einen Roadtrip mit mir zu machen. Am ersten Abend sind wir mit meiner Gastfamilie nach Salt Lake City gefahren. Nach einem zünftigen deutschen Essen bei Siegfried`s Delikatessen haben sie ihm mit Freude den mormonischen Temple Square gezeigt. Am nächsten Tag waren wir vormittags bei der Graduation Ceremony (Abschlusszeremonie). Ich hätte nicht gedacht, dass unsere Schule eine ganze College-Basketballhalle füllen wird. So viele Menschen! Nach ein paar angenehm kurzen Reden haben alle Seniors ihre Abschlusszertifikate ausgehändigt bekommen und die Band ein paar Lieder gespielt.

Direkt danach sind mein Vater und ich Richtung Yellowstone aufgebrochen. In den kommenden 12 Tagen haben wir dann noch Portland, Cannon Beach, die Red Woods (Mammutbaumwälder!), San Francisco, Yosemite, Death Valley, Las Vegas, Saint George, Zions Canyon und Bryce Canyon besucht. Auch nach einem Jahr in den vielschichtigen Vereinigten Staaten war ich überrascht über die großen Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten. Von Cowboy bis Öko-Hippie gibt es dort wirklich alles! Es wird gewiss nicht meine letzte USA Reise gewesen sein. Dann hatte ich nur noch einen Tag mit meiner Gastfamilie. Nach langem Packen und Aussortieren haben wir das Jahr nochmal reflektiert und dann kam auch schon die letzte Nacht in meinem amerikanischen Bett. Ein unbeschreibliches Gefühl, plötzlich seine neu gewonnenen Freunde, seine zweite Familie, seine zweite Heimat zu verlassen und am nächsten Tag aus dem Flugzeug zu steigen, seine Freunde und Familie zu begrüßen und wieder in seiner Heimat anzukommen. Glücklicherweise war dieser Übergang aber etwas entschärft. Gemeinsam mit anderen Austauschschülern aus aller Welt war ich im Ending Camp in Washington DC. Wir hatten drei tolle Tage, mit vielen Gesprächen über unsere Erlebnisse und eine super Stadtführung durch DC. Anschließend möchte ich mich gerne bei jedem bedanken, der mich währen dieser Zeit unterstützt und mir weitergeholfen hat. Ein besonderes Dankeschön geht jedoch an DFSR: Danke, dass Ihr mir meinen Traum vom Auslandsjahr ermöglicht habt! Ich kann mir mein Leben mittlerweile nicht mehr ohne Auslandsjahr vorstellen. Es hat mir in vielerlei Hinsichten Türen geöffnet und mich geprägt. Ich werde es uneingeschränkt weiterempfehlen. Nun freue ich mich auf das Welcome Back Wochenende in Mannheim und bin gespannt auf die Erlebnisse der anderen und das Wiedersehen mit DFSR! Vielen vielen Dank an Euch alle!

Leon berichtet über sein Auslandsjahr in den USA. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in den USA? Wir beraten dich gerne!

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