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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Benjamin in Michigan

High School in Benzonia (Michigan) 2012/2013

Ich möchte gerne von meinen ganz persönlichen Amerika-Erlebnissen erzählen. Ich bin nun schon fast zwei Monate hier in Michigan. Um genau zu sein lebe ich in einem kleinen Dorf, welches den Namen Honor trägt. Allerdings muss man sagen, dass das Dorfleben in Amerika nichts mit dem Dorfleben in Deutschland gemeinsam hat!

Mein Start hier in Amerika war wohl nicht wie man sich es vorstellt. Mein Flug erreichte meinen Zielflughafen, Traverse City, bereits fünf Minuten eher als geplant und meine Gastfamilie war darauf nicht eingestellt und so waren sie noch nicht da, jedoch begrüßte mich meine Koordinatorin, ihre Tochter und ihr mexikanischer Austauschschüler herzlich. Nach wenigen Minuten erreichte auch meine Gastfamilie den Flughafen. 

Als allererstes ging es auf zum Burger essen bei Burger King. Nach der Stärkung machten wir uns auf zu meinem neuen Zuhause auf Zeit. Als wir nach einer kurzen Autofahrt angekommen waren, bekam ich eine Führung durchs Haus, welche im Esszimmer endete, und so saßen wir am Esstisch und haben uns unterhalten bis meine Gastgeschwister und 2 ihrer Freunde, welche die ersten Tage mit bei uns im Haus verbracht haben und mich ebenfalls vom Flughafen abholten, auf die Idee kamen, dass wir doch “Ninja” spielen könnten. So nun fragt ihr euch sicherlich was “Ninja” ist: Es ist ein Geschicklichkeitsspiel, in dem man immer mit nur einer Bewegung versucht, den Anderen aus dem Spiel zu bringen, indem man seinen Ellenbogen abwärts berührt. Nun ja, so spielten wir nachts um 1 Uhr “Ninja” und so endete mein langer Reisetag um 2 Uhr im Bett.
In der folgenden Woche erkundete ich die Gegend mit dem Fahrrad, dem Kanu oder auch zu Fuß, lernte einen Großteil meiner Gastfamilie kennen (meine Gastfamilie ist so groß, dass ich immer noch nicht alle kenne) und ich besuchte zum ersten Mal meine zukünftige Schule, die Benzie Central High School. Hier bekam ich mein “Locker” und meinen “Schedule”, allerdings änderte ich meinen Stundenplan in der zweiten Woche noch einmal, da Drawing absolut nicht mein Fach war.

Mein erster Schultag….
Mein erster Schultag in Amerika war mit total vielen neuen Dingen vollgestopft. Ich war total besorgt, dass ich die Lehrer gar nicht verstehe, mich die Mitschüler nicht mögen und so weiter und sofort. Was war wirklich? Ich habe die Lehrer super verstanden und meine Mitschüler waren total neugierig und so wurde ich ganz schnell ihr “German”. Gleich am ersten Schultag hieß es auch zum ersten Mal Cross Country Practise. Es war wirklich hart, aber es macht einfach super viel Spaß und man wird in den Schulmannschaften sofort aufgenommen. So bin ich ein Huskie geworden. 
Wenn man an einer amerikanischen Highschool ist, wird man ganz schnell aufgenommen und so wurden Football-Spiele und Volleyball-Turniere zum Pflichtprogramm. Ich für meinen Teil besuche diese Events nicht des Sports wegen, sondern einfach nur weil man Freunde trifft und so geht es den meisten Jugendlichen hier. Des Weiteren realisiert man auch, wie gut das deutsche Bildungssystem im Vergleich zum amerikanischen ist. Wenn ich einmal ein Beispiel nennen darf: Ich bin in Honors Geometry und wir reden über Stoff der 6. und 7. Klasse.

Homecoming!
Der Höhepunkt am Anfang des Schuljahres! Es war einfach großartig, das Erlebnis “Homecoming Week” zu haben. Dies beinhaltet das Dekorieren des Schulganges der entsprechenden Jahrgangsstufe, eine Woche voller Mottotage, ein Football-Spiel, ein Lagerfeuer, das Fertigmachen mit Freunden und natürlich der Homecoming-Ball. Es ist einfach eine unbeschreibliche Erfahrung, die man hier macht!

Was erwartet mich in der Zukunft?
Ich warte momentan auf die Basketball-Season, da ich echt Lust auf einen Mannschaftssport habe. Des Weiteren werde ich dieses Schuljahr auch Graduation haben, da ich hier ein Senior (12. Klässler) bin. Natürlich warten auch Thanksgiving, Weihnachten und nicht zu vergessen Halloween auf mich! Ich freue mich schon drauf und ich werde euch davon berichten! Dann hoffe ich mal, dass ich nichts vergessen habe!
-Ben

(Teil 2)
Die Zeit macht riesige Sprünge und so ist es schon Ende Januar. Alles möchte ich euch/Ihnen von den Monaten November bis Januar erzählen.

Im November feierten wir mit der ganzen Familie Thanksgiving im Hause meiner Austauschgroßmutter. Alle versammelten sich gegen ein Uhr zum großen Essen. Jeder brachte eine Kleinigkeit mit und so bereitete ich kleine Schnitzelchen für meine Gastfamilie zu, welche davon einfach begeistert war. Des Weiteren gab es den traditionellen Truthahn mit Füllung und Kartoffelbrei, aber auch Bohnenauflauf und "Ham". Zum Nachtisch gab es verschiedene Kuchensorten, so zum Beispiel Kürbiskuchen und Kirschkuchen sowie eine riesige Schokoladentorte. Nach dem großen Festessen wurde das Thanksgiving Footballspiel geschaut und man freute sich sehr darüber, dass Kid Rock in der Halbzeitpause auftrat. Nun hieß es noch etwas Schlaf zu sammeln, da wir am Abend zum Black Friday Einkaufen gehen wollten.

Wir fuhren um 22 Uhr los und trafen uns mit Freunden gegen 23 Uhr in Traverse City zum Einkaufen. Black Friday ist DIE Einkaufsnacht für Weihnachten, da alle Geschäfte Rabatte bis zu 80% haben. An diesem Tag konnte ich fast alle meine Weihnachtseinkäufe erledigen und wir hatten sogar eine Menge Spaß dabei. Gegen 8 Uhr morgens lockte es uns in die nahe gelegene Burger King Filiale zum Frühstücken und wir kamen erschöpft um 12:30 Uhr mittags nach einer langen Einkaufsnacht zu Hause an.

Eine andere Erfahrung, welche ich hier machen durfte, waren die Weihnachtsfestlichkeiten. Die ganze Familie versammelte sich schon am 23. Dezember wieder im Hause meiner Austauschgroßmutter und wir erlebten einen lustigen und besinnlichen Nachmittag gefüllt mit heißer Schokolade und Weihnachtskeksen. Der Höhepunkt dieses Nachmittags war der lustige Geschenkeaustausch, welcher eine besondere Familientradition darstellte. Jede Person brachte Geschenke, die eher als Witzgeschenke gedacht waren, mit. Danach musste man eine Nummer aus einem Hut ziehen. Nun wurden alle verpackten Geschenke in die Mitte gelegt und jeder suchte sich ein Geschenk aus. Ich erhielt einen ganzen Beutel voller Kerzen, allerdings ist es einem erlaubt zu tauschen und somit endete der Tag für mich mit einer Paranormal Activity DVD.

Am 24. Dezember haben wir uns mit dem anderen Teil meiner Gastfamilie zusammengefunden und es gab einen großen Rinderbraten. Nach dem Essen wurden Weihnachtskarten ausgetauscht und schon bald hieß es, sich auf den Heimweg zu machen.

Am 25. Dezember wurde ich um fünf Uhr morgens von meiner kleinen Gastschwester zum Geschenkeöffnen geweckt und so quälte ich mich aus dem Bett. Wir öffneten alle unsere Geschenke und waren wirklich zufrieden mit dem, was uns Santa brachte. Ich persönlich muss sagen, dass ich es wirklich gut finde, diese Erfahrung gemacht zu haben, ich aber trotzdem das deutsche Weihnachtsfest bevorzuge.

Zu Silvester haben wir nicht großartig gefeiert, mein Gastbruder und ich besuchten ein paar Freunde und wir haben die Nacht mit Pizza und Videospielen verbracht. Kurz vor Mitternacht erschienen dann meine Gasteltern zu Hause, welche ihren Abend zusammen mit Freunden in einem nahe gelegenem Casino verbracht haben, und dann haben wir im Fernsehen zugeschaut, wie die erleuchtete Kugel in New York das neue Jahr einläutete.

Alles in allem muss ich sagen, dass schon das erste halbe Jahr hier in den Staaten großartig war. Mittlerweile bin ich Mitglied des hiesigen Bowling Teams und in zwei Wochen findet der Snowcoming Ball statt.

(Teil 3)
Die letzten Wochen waren sehr gut! Ende Januar fand Snowcoming statt. Snowcoming an meiner Schule war eine sehr abgemagerte Version von Homecoming, dennoch hatte ich eine großartige Zeit mit meinen Freunden! Zuerst trafen wir uns im Haus einer Freundin. Dort haben die Jungs Billard und Tischfußball gespielt und die Mädchen haben sich derweilen fertig gemacht. Als dann alle fertig waren, wurde Pizza gegessen und anschließend gingen wir zum Ball. Ich finde es allerdings etwas schade, dass es hierfür keine Mottowoche gab.

Normalerweise ist auch hier der Valentinstag kein allzu besonderer Tag. Dies hat sich jedoch dieses Jahr geändert, da an den letzten zwei Tagen vor den Weihnachtsferien die Schule ausfiel wegen einer Blizzardwarnung. Außerdem fielen auch die Weihnachtsfestlichkeiten in der Schule aus und das "Christmas-Lunch". Unter diesem Umständen entschied die Schulleitung, diese Festlichkeiten auf den Valentinstag zu verlegen - gesagt, getan: Wir hatten verkürzten Unterricht und dann Weihnachtsaktivitäten, wie z.B. Geschenkverlosung, Brettspiele, Kekse dekorieren und natürlich ein Lunch mit Truthahn und Schinken.

Eine Woche später verbrachte ich das Wochenende in Mackinaw City aufgrund der dort stattfindenden Bowling Regionals. Es war ein sehr gelungenes Wochenende mit den Jungs, auch wenn wir es nicht geschafft haben, weiter zu kommen. Des Weiteren bin ich über die Mackinac Brücke gefahren.

Nun heißt es warten, denn in wenigen Wochen geht es auf nach Florida zum Spring Break.

Benjamin berichtet über sein Auslandsjahr in Michigan. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in den USA? Wir beraten dich gerne!

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