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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Magdalena in den USA

Mein letzter Monat

Hey y’all!

Dies ist der letzte Beitrag von mir, von meinem letztem Monat in den USA.

An sich ist im Mai nicht großartig viel passiert, außer natürlich, dass ich wieder nach Hause geflogen bin. Ein paar meiner Freunde hatten Graduation, da bin ich natürlich hingegangen um zuzusehen. Es war wirklich toll das auch mal erlebt zu haben. Am liebsten wäre ich selbst einer der Seniors gewesen! An den Wochenenden danach wurde ich noch auf ein paar Graduation-Partys eingeladen. Es hat wirklich Spaß gemacht und es war auch schön, alle Freunde nochmal beisammen zu sehen, da wir ja schon Sommerferien hatten und uns so nicht nochmal in der großen Gruppe gesehen hätten.

Als letztes großes Highlight bin ich mit einer Freundin auf ein Country Konzert gegangen. Ich finde, das muss man auch mal erlebt haben, vor allem wenn man 10 Monate in  Oklahoma gelebt hat. Es war ziemlich voll und es hat auch geregnet, aber zumindest hatte ich eine Chance, meine Cowboy Boots in der Öffentlichkeit anzuziehen! ;)

Mein letzter Montag in den USA verlief komplett anders als geplant. Als letzten (Gast)Familienausflug wollten wir nach SixFlags over Texas (Freizeitpark). Bei uns in Oklahoma hat es schon stark geregnet als wir losgefahren sind, doch davon haben wir uns nicht unterkriegen lassen, da der Park bei Regen nicht schließen würde. Angekommen, haben wir uns nach der dreistündigen Fahrt erst mal was zu Essen geholt. An der Kasse wurde uns gesagt, dass der Park nur noch für eine weitere Stunde aufhabe. Die einzelnen Attraktionen und Fahrgeschäfte waren auch schon geschlossen. Also hatten wir keine andere Möglichkeit als wieder zurück zu fahren. Kurz gesagt sind wir also extra nach Texas gefahren um überteuertes Freizeitparkessen zu essen. Super.

Am letzten Tag meines Aufenthaltes ging es auch schon ans Packen. Ich habe viele meiner Klamotten an Freunde verschenkt und auch an Second-Hand Läden gespendet. Am Ende hatte ich wirklich nicht mehr viele Klamotten und dachte, alles würde locker in meinen Koffer passen. Falsch gedacht. Ich habe mit meiner Gastmutter wirklich alles versucht, den Koffer zu schließen, aber es ging einfach nicht. Halb geöffnet, haben wir dann auch versucht ihn zu wiegen – 37 kg!!! Das war natürlich viel zu viel. Es war auch schon spät, sodass wir keine Möglichkeit hatten, einen weiteren Koffer zu kaufen. Jedoch waren, bzw, sind beide meiner Gasteltern im Militär, und da bekommt man ja diese riesen Rucksäcke, also haben wir die Hälfte dort reingepackt. Was lerne ich daraus? Vielleicht vorher einmal Probe packen.

Am nächsten Tag war dann schon meine Abreise. Den ganzen Morgen lang musste ich mich zusammenreißen um nicht loszuheulen. Am Flughafen, kurz vor dem Security Check, wonach ich auf mich alleine gestellt war, gingen die Tränen los. Alle die mich zum Flughafen begleitet haben, haben fast genau so doll geweint wie ich. Ich habe jedem noch eine dicke Umarmung gegeben und dann musste ich auch schon los. So richtig beruhigt habe ich mich erst, als ich in Dallas gelandet bin, um auf meinen Flug nach Frankfurt zu warten.

Allein schon wenn ich an diesen Abschied denken muss, oder darüber schreibe, muss ich mir die Tränen verkneifen.Doch ein Freund hat mir immer gesagt „It’s not a goodbye, just a see you later“, und ich finde, er hat da vollkommen recht. Es war nicht das letzte mal, dass ich meine Gastfamilie und Freunde aus den USA gesehen habe, und ganz bald werde ich sie auch schon besuchen.

Alles in allem war dieses Auslandsjahr die beste Entscheidung meines Lebens. Ich würde es jederzeit wieder machen und auch jedem ans Herz legen, eines zu machen. Man sammelt Erinnerungen und Erfahrungen die dir niemand wieder wegnehmen kann.