Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Line in den USA

Mein Geburtstag und Weihnachten in Michigan

Hey! 

Ich bin es wieder nach gefühlten Ewigkeiten. 

Der Grund, wieso ich so lange nichts geschrieben habe? Es kamen die Feiertage. Ich wollte sie genießen und so viel wie möglich erleben, um euch mehr erzählen zu können. Also wo fange ich an?

Zuerst kam mein 16. Geburtstag. Yeah! Sweet Sixteen. Um ehrlich zu sein, hat Corona meinen Geburtstag schon etwas “zerstört”. Aber dennoch haben meine Gasteltern versucht, mir einen schönen Geburtstag zu bereiten und es ist ihnen gelungen :) 

 

 

Dann, ein paar Tage später, kam Thanksgiving. Und nein, es war nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Es war enttäuschend und so ging es auch meiner Gastschwester. Ich finde das Prinzip von Thanksgiving wirklich schön. Man kommt mit der Familie zusammen, isst leckeres Essen und hat eine schöne Zeit zusammen. Aber ich bin nach Amerika gekommen, um eine andere Kultur kennenzulernen. Und meine Gastfamilie hat einfach eine andere Einstellung zu Thanksgiving. Das Essen war auf jeden Fall gut, und obwohl ich Vegetariern bin, habe ich dennoch ein Stück vom Truthahn probiert, weil es einfach dazu gehört. Aber die Zeit mit der Familie hat einfach gefehlt, weil Thanksgiving dann doch irgendwie für meine Gasteltern aus Fernsehen gucken bestand, was ich sehr traurig fand. 

 

 

Dann kam endlich der Dezember und wir sind hoch in den Norden Michigans gefahren, um einen Weihnachtsbaum zu fällen. Es war schon ein echt tolles Erlebnis, mitten im Schnee einen Tannenbaum zu fällen.  Natürlich könnte ich euch alles aufzählen, was wir gemacht haben, wie zum Beispiel die Weihnachtslichter Tour oder das Toben im Schnee. Letztendlich werdet ihr (die ein Auslandsjahr machen) auch viele tolle Erlebnisse haben. 

 

 

 

Aber ein Auslandsjahr besteht nicht nur aus tollen Erlebnissen. Es kann auch ganz ernüchternd sein, wenn man Heiligabend in seiner Jogginghose vorm Fernseher verbringt und an Silvester nicht tanzt oder irgendwelche Spiele spielt, sondern Filme guckt. Ja. Ich hatte zum ersten Mal richtiges Heimweh. Ich habe gesehen, wie meine Familie Zuhause feiert und mich gefragt, was ich hier eigentlich mache. Aber genau in diesen Momenten wird mir immer wieder klar, dass es letztendlich das ist, was ich wollte. Ich wollte eine neue Kultur, ich wollte Abenteuer und ich wollte mal etwas anderes erleben. Und das tue ich. Es ist schon etwas anderes, etwas wirklich zu erleben, anstatt immer nur darüber zu reden oder es sich vorzustellen.

 

Ich merke zurzeit, wie dankbar ich einfach für meine Zeit hier bin. Ich lerne immer wieder etwas Neues und fange an mein Leben in Deutschland echt zu schätzen. Ich war an Silvester wirklich etwas traurig, da ich eigentlich Zuhause mit meinen Freunden feiere und wir einfach unsere Rituale haben. Einer meiner besten Freunde hat mir am nächsten Tag diese Audio geschickt: “Also dieses Jahr war halt nicht schlecht, aber ich muss sagen, dass du gefehlt hast.” Solche Nachrichten machen mich einfach glücklich, weil ich weiß, dass ich hier noch so viel Erlebnisse und Erfahrungen auf mich warten, aber ich mich auch auf Zuhause freuen kann, da meine Liebsten auf mich warten.

 

 

 

An alle zukünftigen Schüler, die ein Auslandsjahr machen:  Auch wenn das Auslandsjahr nicht ganz so wird, wie man es sich vorstellt und sich mein Bericht dieses Mal auch etwas negativ anhört; ein Auslandsjahr zu machen, war eine der besten Entscheidungen, die ich treffen konnte. Es ist nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe und es ist auch nicht alles ganz so leicht. Aber letztendlich werde ich hier jeden Tag größer und stärker. Und ich glaube, dass mich diese Zeit hier wirklich prägt und es alles andere als eine Verschwendung ist. 

 

PS: Ich hab es übrigens ins Cheerleaderteam geschafft!!! Yey! *Konfetti*