Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Kilian in den USA

Routine und Zeit im Auslandsjahr

 

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Tagebuch Eintrag.

Heute wird es mal um meinen April gehen und was ich so gelernt habe. Ich schreibe das hier gerade in meinem Mathe Unterricht, um euch eine kleine Vorstellung von meiner Situation zu geben :)

Viel Spaß!

 

Alltag & Zeit

Ich möchte euch mal wieder auf den laufenden halten mit meinem Blog aus dem April.

Der April ist mein offiziell achter Monat in Amerika, aber ich kann euch auf jeden Fall sagen, dass es sich wie ein paar Tage, aber auch Jahre anfühlt.

 

Ich wünschte ich könnte erklären, wie komisch es ist sein Zeitgefühl zu verlieren, denn ich war immer eine Person, die Zeit sehr intensiv wahrgenommen hat. Doch seitdem ich in Amerika bin ist die Zeit irgendwie anders. Mir haben vor dem Auslandsjahr so viele andere Austauschschüler gesagt, dass die Zeit schnell vergehen wird, jedoch hätte ich nie gedacht, dass es so schnell ist. Das hat mir auch irgendwie gezeigt, wie sehr man beschäftigt sein kann. Denn die meiste Zeit, die ich hier verbringe ist eigentlich umgeben von irgendwelchen Aktivitäten. Ob es meine Gastgeschwister sind oder einfach meine Hobbies hier- ich habe immer was zutun.

Im April war es erstmal etwas komisch, weil wir von einem Roadtrip nach Hause gekommen sind. Auf einmal saß man nicht mehr 24/7 auf sich. Denn man merkt es wenn man mit 5 anderen Kindern und 2 Eltern in einem kleinen Raum ist. Ich war natürlich zunächst sehr froh, dass ich mein Bett wieder haben darf und es nicht mehr teilen muss, aber irgendwas hat auch was gefehlt.

 

Auf der anderen Seite bestand mein Alltag nur aus Schule und schlafen. Denn wenn man so früh aufsteht und dann später nach Hause kommt, dann werden die Augen schon schwer. Um dagegen zu wirken, habe ich mich dafür motiviert, dass ich eine Routine nachgehe. Ich bin also jeden zweiten Tag joggen und schwimmen gegangen. Das hat mir sehr geholfen so eine generelle Struktur in meinem leben hier zu finden.

In Deutschland hatte ich eigentlich immer eine Routine und seitdem ich hier bin habe ich gemerkt, dass viele Dinge einfach fehlen. Deswegen hat mir das auf jeden Fall geholfen. Ich kann jedem Austauschschüler sagen, dass es wichtig ist eine Struktur zu finden. Denn dann hat man weniger Zeit über Dinge nachzudenken.

 

Wie finde ich Freunde?

Auf der anderen Seite habe ich endlich richtige Freunde gefunden. Ich habe mich am Anfang meines Auslandsjahres so gestresst, dass ich so gerne Freude finden möchte. Jedoch habe ich dann irgendwann realisiert, dass ich aufhören muss permanent danach zu suchen. Wenn es passieren soll, soll es passieren. Und genau so war es auch. Ich habe mich einfach mit dem Handeln bewegt und nichts mehr erzwungen.

Ich sitze jetzt in den Klassen und beim Lunch nicht mehr alleine und mache an Wochenenden manchmal was mit einer Freundin oder einen Freund. Vielleicht habe ich hier nicht viele Freunde, aber ich habe mir von Anfang an gesagt, dass ich lieber eine/n gute/n Freund/in finden würde, anstatt viele die nicht wahr sind. Und genauso ist es jetzt auch. Am letzten Wochenende bin ich zum Beispiel mit einem Freund ins Kino, zusammen mit meinen Gastbrüdern und haben wahrscheinlich den schrecklichsten Film ever gesehen, aber es war trotzdem lustig. Danach haben wir zusammen gebastelt und waren noch zusammen shoppen.

Ich kann inzwischen sagen, dass ich mir am Anfang viel zu viele Gedanken gemacht habe. Ich wünschte ich könnte mir selber sagen, dass alles mit der Zeit besser und einfacher wird. Denn anfangs scheint immer alles so weit entfernt, aber jetzt bin ich fast am Ende meines Auslandsjahres und kann nur jedem sagen, Dinge vergehen schnell.

 

Fazit

Die Zeit in Amerika vergeht wie im Flug und ich kann überhaupt nicht glauben, dass ich einfach bald wieder bei meinem alten Umfeld bin. Ich bin so dankbar für alles was ich hier erleben darf. Ich habe mit der Zeit gelernt, dass man alles schätzen muss. Meine Gastfamilie macht so viel für mich und das ist auf gar kein Fall eine Selbstverständlichkeit. Es gibt so viele dinge hier, aus denen ich gelernt habe. Eine davon ist, dass die Zeit immer nur von einem selbst abhängt.

 

Danke fürs lesen,

Kilian <3