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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Hannah in den USA

Sightseeing, Skifahren und Prom

Wie bereits angekündigt, habe ich in diesem Monat viel ´Sightseeing` mit einem Besucher meiner Gastfamilie gemacht, der zuvor noch nicht in Utah gewesen ist. Einige Sehenswürdigkeiten kannte ich schon, ich habe jedoch auch viel Neues gesehen.

Neben alten Gebäuden wie dem “State Capitol”, der “City Creek Mall” oder dem “Salt Lake Temple” haben wir auch ein ehemaliges Olympia Stadion und die “East High“ (aus Highschool Musical) besucht und haben uns beeindruckende Landschaften und Naturwunder angeschaut.

Eines meiner Lieblingserlebnisse war unsere Wanderung in den Bergen. Wir sind für mehrere Stunden durch meterhohen Schnee gelaufen. Um uns herum war ein Wald mit schneebedeckten Tannen und vereinzelten Hütten, die so weit eingeschneit waren, dass man fast auf der Höhe des Daches lief. Je näher wir dem Ziel kamen, desto kürzer wurden die Wegweiser und Schilder, bis sie schließlich ganz verschwanden. Man konnte nur noch hoffen, dass man den richtigen Fußspuren folgt und nachher am Ziel ankommt. Wir hatten Glück und kamen am Ende an den “Donut Falls” an. Es war eine kleine Höhle mit einem kleinen, halb eingefrorenen Wasserfall. Auf dem Rückweg sind wir noch einen kleinen Umweg gegangen und haben ein buntes Iglu entdeckt.

An einem anderen Tag sind wir zu den “Salt Flats”, einem zum großen Teil ausgetrockneten Teil des Salzsees, gefahren. Nach knapp 2,5 Stunden Fahrt durch Salzfelder, “Salzfabriken” und Salztürme waren wir schließlich an der trockensten Stelle des ausgetrockneten Sees angekommen. Bis auf eine kleine Regenpfütze war alles so ausgetrocknet, dass man ganz normal darauf laufen und sogar mit dem Auto fahren konnte. Dieses ist der einzige Teil des Sees, den man eigentlich nur betreten darf. 

Die Berge und der Salzsee, beides war sehr sehenswert und definitiv die langen Wege wert.

Zudem bin ich im März endlich dazu gekommen, Skifahren zu gehen. Ich bin zwar in Deutschland schon ein paar Mal Ski gefahren, da meine Familie aber nicht wirklich fährt, bin ich zum Skifahren noch nie übers Sauerland hinaus gekommen und bin auch seit 2017 nicht mehr gefahren. Jedoch wollte ich jetzt, wo ich schon fast in den Rocky Mountains wohne, auch mal den angeblich „besten Schnee der Welt“ ausprobieren.

Also bin ich mit einer Freundin zum Nightskiing gegangen. Bei der ersten Abfahrt war ich noch ziemlich unsicher, später wurde es aber immer besser und ich hab‘s ohne größere Stürze oder Verletzungen geschafft und hatte jede Menge Spaß dabei. 

Das wahrscheinlich größte Highlight im März war der Prom, der trotz Corona mit nur wenigenEinschränkungen stattfinden konnte.

Die ganze Woche zuvor gab es beim Lunch schon immer kleinere Aktivitäten und das Hauptgesprächsthema war überall, wer alles zu Prom geht bzw. wer schon gefragt wurde (und natürlich von wem 😉)

Wir mussten uns voranmelden und einen negativen Coronatest vorlegen, der innerhalb der letzten 48 Stunden gemacht wurde, sodass bis kurz vorher niemand wusste, ob er überhaupt teilnehmen durfte. Danach konnte der Prom aber ganz normal, nur mit Maskenpflicht, durchgeführt werden.

Der Test war nicht nur für den Prom hilfreich, sondern auch gut, um die symptomfreien Leute aufzudecken, die möglicherweise ahnungslos zur Schule gehen. Der Test fiel allerdings sehr gut aus, wir hatten nur drei positive Tests, und die waren nur von Schülern, die nicht auf unsere Schule gehen.

Ich wurde am Dienstag vor dem Prom vom Cousin meines Sweethearts Dates gefragt, ob ich mit ihm zum Prom gehen würde, meine Antwort war natürlich ja. Da der Prom so spät bekannt gegeben wurde und mein Date sich auch noch Zeit gelassen hatte mich zu fragen, hatte ich nur noch drei Tage Zeit, um ein Kleid und Schuhe zu finden – und das alles in genau der Woche, in der wir umgezogen sind! Den ganzen Stress war es jedoch auf jeden Fall wert. Ich hatte einen sehr schönen Tag.

Gegen Mittag wurde ich von meinem Date abgeholt. Neben uns zweien war auch noch mein Sweethearts Date*, meine beste Freundin (hier in den USA) und zwei weitere Paare, die ich bis dahin noch nicht kannte, in meiner Gruppe. Für das Daydate ** sind wir in einen Escape Room gegangen, den wir jedoch leider verloren/ nicht geschafft haben. Danach ging‘s zum Umziehen für den formellen Part noch einmal nach Hause. 

Als wir wieder abgeholt wurden, trugen wir alle schicke Kleider und Anzüge. Wir fuhren nach Salt Lake City, um dort in einem schicken italienischen Restaurant zu essen und dann ein Fotoshooting am Capitol und der City Creek Mall zu machen.

Anschließend ging es zum Prom. In diesem Jahr war das Thema „Hollywood“ und alles war zu diesemThema dekoriert. Die Wände zum Eingang der Turnhalle, in der der Prom sattfand, waren mit der Silhouette der Hollywoodberge beklebt und hatten auch den bekannten “HOLLYWOOD” Schriftzug. Darüber klebten Sterne, auf denen man in der Woche zuvor beim Lunch unterschreiben konnte. Auf dem Boden lag ein roter Teppich, sodass man fast meinen konnte, man wäre wirklich in Hollywood gewesen. Besonders, weil einige Seniors ihren Prom ganz besonders haben wollten und sich für sich und ihre Dates Limousinen gemietet hatten.

Der eigentliche Prom war eine normale Party mit Bühne und Musik. Die einzigen Unterschiede zu ähnlichen deutschen Partys waren, dass alle formeller gekleidet waren, dass keine deutsche Musik lief und natürlich, dass kein Alkohol ausgeschenkt wurde.

Danach ging es noch zum „Arctic Circle“, einem Fastfood und Eisladen, in dem wir dann noch mit unserer Gruppe gesessen haben. Ursprünglich wollten wir noch bei einem aus der Gruppe Spiele spielen, allerdings waren wir so lange im „Arctic Circle“, dass sich das nicht mehr gelohnt hätte.

Ein weiteres spannendes Erlebnis war der Umzug. Wir sind zwar nur in ein anderes Haus in knapp 20 Minuten Entfernung gezogen und gehen noch auf die gleiche Schule, sodass es nicht so viel Unterschied macht, allerdings bin ich in noch nie zuvor umgezogen. Dieseswar für mich auch eine ganz neue Erfahrung. Die Zeit davor war ein wenig stressig und ich kam mir manchmal etwas überflüssig vor. Alle waren am Sachen packen und aussortieren, da war ich mit meinem einen Koffer und zwei Kisten sehr schnell durch.

Jetzt wohne ich näher an der Schule und habe es nicht mehr so weit zu den meisten meiner Freunde. Außerdem habe ich so die Chance, noch eine neue Nachbarschaft kennenzulernen. Der Umzug hatte also auf jeden Fall auch Vorteile für mich. 

Die Hauptsaison vom Hockey hatte ja bereits geendet. Allerdings hatten wir uns noch für die Play-offs qualifiziert, in denen wir leider bei einem sehr knappen Spiel in der dritten Runde rausgeflogen sind.

Ich habe mich noch relativ kurzfristig von zwei Freundinnen überreden lassen, mit ihnen Football zu spielen, was auch im März begann. Obwohl mir Hockey immer noch mehr Spaß macht, gefällt mir Football auch ganz gut und ist definitiv eine gute Alternative für den Sommer. 

In Utah gibt es übrigens die einzige offizielle Girls Tackle Football League für Highschooler.

 

* Da man auf den Dates hier nicht wirklich “dated”, ist es ganz normal, dass man den gleichen Partner innerhalb der Freundesgruppe mit zu anderen Dances nimmt. Wenn man nicht wirklich zusammen ist, ist es sehr selten, dass man den gleichen Partner zweimal nimmt.

** In meinem Februar Bericht kann man nachlesen, wie so ein Dance genau abläuft 

 

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