!DOCTYPE html>

Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Image can't be displayed.

Hannah in den USA

Mein April

Am 1. April war natürlich „April Fools Day“. Aprilscherze sind zwar in Deutschland auch bekannt, so heftig wie dieses Jahr wurde ich aber bisher noch nie reingelegt...

Als ich morgens aufgewacht bin, wollte ich ganz ahnungslos in die Küche gehen und mir Frühstück machen. Allerdings ließ sich meine Zimmertür nicht öffnen, sie war zugebunden, sodass ich zuerst nicht rauskam. Meinem Gastbruder ging es übrigens genauso.
Nachdem ich mich endlich befreit hatte, wollte ich mir Frühstück machen. Statt Milch war jedoch nur Wasser in dem Behälter. Als ich mich daraufhin bei meiner Gastmutter beschwerte, gab sie mir 'richtige' Milch. Diese war jedoch über Nacht in der Kühltruhe gewesen und war somit ein Eisklotz...
Das war schon ein komisches Gefühl, so auf den Arm genommen zu werden!

Im April war es mit dem Eishockey leider wirklich (fast) vorbei. Spiele gab es keine mehr und das Training war auch weniger intensiv. Deshalb hatte ich mich für den Frühling beim American Football angemeldet.

Obwohl ich wegen der reinen Mädchenmannschaft zuerst etwas skeptisch war, bin ich sehr froh, dass ich es doch gemacht habe. Nicht nur der Sport an sich macht Spaß und ist eine coole Erfahrung, ich bin auch froh darüber, dass ich so viele tolle neue Menschen kennengelernt habe.

Auch wenn es erst einmal etwas kompliziert war, die ganzen Regeln und vor allem die Plays auswendig zu lernen, hat es sich gelohnt und es macht mir jetzt richtig Spaß, mich um den Ball zu prügeln.

In den bisherigen Spielen waren wir sogar recht erfolgreich. In der regulären Saison haben wir bisher nur einmal verloren und werden so entweder als Zweite oder als Dritte die Saison beenden und auf jeden Fall in die Play-offs einziehen.

Wir haben aber nicht nur auf dem Platz viel Spaß zusammen, wir versuchen auch mindestens einmal pro Woche etwas gemeinsam zu unternehmen. Ich hatte leider nicht bei allem Zeit, aber wir waren zum Beispiel schon ein paarmal zusammen essen, haben im Park Gatorball (eine Mischung aus Fußball und Football) gespielt oder waren in einer Roller-Disco.

Außerdem war am 4.4. Ostern. Als wir aufgestanden sind, standen im Wohnzimmer Osterkörbe mit ein paar Süßigkeiten und anschließend gab es sehr leckeres Frühstück. Am Nachmittag habe ich das erste Mal meine Gast-Oma und meinen Gast-Opa für etwas längere Zeit gesehen. Wir wollten zuvor wegen Corona den persönlichen Kontakt vermeiden und hatten stattdessen nur ein paar Videochats mit ihnen. Außerdem haben wir ihnen zu Weihnachten kurz Geschenke vorbeigebracht. Davon mal abgesehen hatte ich sie noch gar nicht getroffen. Da sie aber beide nun schon voll geimpft waren, sind wir mit der ganzen Familie zu Besuch dort gewesen.

Meine Gasteltern waren Ende April ein paar Tage verreist. Währenddessen habe ich bei einer Freundin gewohnt, was eine sehr schöne Möglichkeit war, mehr Zeit mit ihr zu verbringen und den Rest ihrer Familie kennenzulernen.

In dieser Zeit habe ich mit ihr und einer anderen Freundin sehr viel unternommen, was sehr schön war, gerade weil ich ja nicht mehr so lange hier bin. Natürlich habe ich in der restlichen Zeit auch noch etwas mit meinen Geschwistern und anderen Freunden gemacht.

Da es endlich Frühling ist und es angefangen hat warm zu werden, konnten wir sehr viel Zeit draußen verbringen. Ich habe es sehr genossen, in den ersten warmen Sonnenstrahlen zu picknicken, Ping Pong zu spielen oder einfach draußen in der Sonne zu sitzen.

Zwei meiner Freundinnen, mit denen ich regelmäßig die Mittagspause verbringe, wollten aus Spaß ein paar deutsche Wörter lernen. Da es ihnen aber so viel Spaß gemacht hat, ist im April daraus fast eine feste Unterrichtsstunde geworden. Jeden Montag und Mittwoch (an den Tagen, an denen wir gemeinsam essen) bringe ich ihnen ein paar neue Vokabeln und Sätze bei. Wir sind ein wenig traurig darüber, dass wir erst knapp zwei Monate vor dem Ende des Schuljahres darauf gekommen sind. Trotzdem ist es ganz lustig, immer mal wieder mit einem “Hallo” oder “Wie geht’s?” begrüßt zu werden.