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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Hannah in den USA

Hockey, Geburtstage und der Sweethearts Dance

Eigentlich ist dieser Blog eher dafür gedacht, dass ich euch erzähle, was ich Schönes und Besonderes erlebt habe, und vor allem, um euch einen kleinen Einblick in die Kultur zu zeigen. 

Allerdings möchte ich diesmal mit etwas starten, das eigentlich nicht wirklich typisch amerikanisch ist und auch kein besonders langes Erlebnis war, allerdings war es so tragisch und schön zugleich, dass ich einfach davon berichten muss: 

Ende Januar hatten wir vor einem Eishockeyspiel eine Schweigeminute. Warum konnten wir allerdings nicht verstehen, da die Lautsprecheranlage kaputt war. Am nächsten Morgen bekamen wir dann alle eine E-Mail: Ein Spieler aus unserer Liga war verstorben. Wenn jemand stirbt, ist das natürlich immer ein Schock, besonders, wenn die Person noch so jung war. Da er auf eine andere Schule ging, kannte ich ihn natürlich nicht wirklich. Aber zu wissen, dass jemand, gegen den man noch kurz vorher gespielt hat, gestorben ist, ist trotzdem tragisch.

Seine Eltern und sein Bruder, selbst begeisterte Eishockeyspieler, wussten, wie wichtig ihm Hockey war und hatten alle Spieler der Ligen, in denen er bis zuletzt gespielt hatte, eingeladen, ihn auf dem letzten Weg zu begleiten. Von jedem Team wurden einige von der Schule befreit, die mit Hockeyschlägern und Trikots Spalier gestanden haben. Es war sehr emotional zu sehen, wie viele Leute dafür zusammengekommen sind. Ich glaube, es waren alle Teams vertreten – und das, obwohl wir ja eigentlich gegeneinander spielen und zwischen verschiedenen Schulen meist auch eine gewisse Rivalität herrscht. Diese ist natürlich nicht so extrem wie in einigen Filmen dargestellt, ich kenne auch viele, die Freunde auf anderen Schulen haben. Aber da die Schulen ja in jedem Sport gegeneinander antreten, gibt es schon ein bisschen Konkurrenz 

Dieses tragische Ereignis hat jedoch gezeigt, dass alle Hockeyspieler (und verschiedene Schulen) im Zweifelsfall zusammenhalten, zueinanderstehen und sich unterstützen. “Hockey is family” (Hockey ist Familie) – diesen Satz habe ich schon oft gehört. Ich habe ihn meistens auf die engere Familie (meinen Verein, “Brakel Blitz” oder seit neuestem, die “Riverton Silverwolves”) bezogen. Solche Ereignisse zeigen jedoch, dass man auch die entfernte Familie (die ganze Liga, oder vielleicht manchmal sogar alle Spieler weltweit) dazu zählen kann. Es macht mich unglaublich stolz, ein Teil dieser Community zu sein.

Ansonsten war mein Februar allerdings hauptsächlich voller schöner Erfahrungen. 

Zunächst hatten wir zwei Geburtstage im Februar. Erst hatte mein Gastvater am 9. Geburtstag. Wegen Corona haben wir nicht wirklich gefeiert, aber die ganze Familie war zusammen und wir haben sein Lieblingsessen gegessen, zusammen einen Film angesehen und “Dungeons and Dragons" gespielt. 

Drei Tage später war mein Geburtstag, aber wir haben schon einen Tag vorher gefeiert, da am 12. keiner frei bekommen hat und wir wussten, dass es in den kommenden Wochen stressig werden würde.

Als wir von der Schule kamen, sind meine Gasteltern, mein Gastbruder und ich zum Eisessen zu ‘‘Leatherbee´s” gefahren. Der andere Teil der Familie hat dort schon mit zwei riesigen ‘‘17“ Ballons auf uns gewartet. 

Am nächsten Tag, meinem eigentlichen Geburtstag, war zudem noch chinesisches Neujahr. Eigentlich feiert meine Familie das nicht wirklich, außer dass sie am Abend vorher chinesisch essen. Deshalb und weil ich selbst auch asiatisches Essen liebe, gab es bei der anschließenden ´Feier´ Chinesisch. Mir wurde noch ein Ständchen gesungen und es gab einen kleinen Kuchen, den aber keiner mehr geschafft hat XD. Anschließend habe ich noch ein paar Geschenke und ein Paket von zuhause ausgepackt.

Das Highlight im Februar war für mich der ´Sweethearts-dance´. Wie schon im letzten Bericht geschrieben, habe ich einen Jungen gefragt, den ich nicht kannte und er hat ‘‘ja‘‘ gesagt.

Am Morgen des 13. bin ich mit meiner Schwester zum Blumenladen gefahren, um den ‘‘Boutonniere‘‘ für mein Date abzuholen. Anschließend habe ich mir schicke Alltagsklamotten angezogen und wurde auch schon von meiner Freundin abgeholt. Im Auto waren schon sie, eine weitere Freundin und ihr Date. Anschließend haben wir das Date meiner Freundin abgeholt und dann meins. Nachdem ich ihn von der Tür abgeholt hatte, haben wir uns alle in der Gruppe unterhalten. Es war zwar komisch, dass alle mein Date besser kannten als ich, aber wir haben uns schnell angefreundet und gemerkt, dass wir den gleichen Humor haben. 

Unser `Day-date´ war, mit den anderen zwei Pärchen bowlen zu gehen, wir hatten viel Spaß in unserer Gruppe. Nach dem Bowlen wurden wir wieder nach Hause gebracht, um uns für den eigentlichen Dance, der ja so nicht mal wirklich stattfand, fertigzumachen. 

Zwei Stunden später wurde ich wieder abgeholt und wir sind zu meinem Date gefahren. Diesmal haben wir uns an der Tür gegenseitig unsere Blumen gegeben, ich ihm den Boutonniere und er mir die Corsage. 

Anschließend ging es in einen kleinen Park, um Fotos zu machen. Wir hatten richtig Glück, der Bruder von einer aus unserer Gruppe ist Fotograf, sodass wir sogar richtig professionelle Bilder bekommen haben. In unseren kurzen Kleidern und Hemden, und vor allem wir Mädchen mit offenen Schuhen, haben wir uns bei der Kälte halb tot gefroren. Aber der Schnee wirkt auf den Fotos echt gut und die Bilder waren definitiv die Strapaze wert! 

Anstatt im Restaurant zu essen, haben die Eltern einer Freundin ganz lecker für uns gekocht. Wegen Corona war es uns einfach zu riskant, zur Stoßzeit in ein richtiges Restaurant zu gehen. Aber das Wohnzimmer war richtig eingerichtet wie ein normales Restaurant und wir brauchten nicht einmal aufpassen, dass wir nicht zu laut reden und wurden auch nicht von anderen Gästen gestört. 

Eigentlich hatten wir geplant, statt Dance einen Spieleabend zu machen, haben uns dann aber relativ kurzfristig, am Morgen, umentschieden, vorher noch zu tanzen. So party-/ discomäßiges Tanzen macht natürlich nicht viel Sinn zu zehnt, aber wir hatten alle im letzten Schuljahr ´Ballroom dance` belegt (bzw. ich einen Tanzkurs in Deutschland), sodass wir dann für ca 1,5 Stunden noch ChaChaCha, Jive und Co getanzt haben. Zuletzt haben wir dann doch noch den Spieleabend gemacht, wo wir zuerst ein paar Kindergeburtstagsspielchen und dann einige Runden Codenames gespielt haben. Es war definitiv ein sehr schöner Tag, zwar nicht ganz wie ein echter Dance, aber meine Freunde haben gesagt, dass es so in manchen Aspekten sogar schöner war. 

Nichtsdestotrotz würde ich natürlich gerne auch einen echten Dance miterleben. Es gibt Gerüchte, dass der Prom - natürlich unter strengen Bedingungen - stattfinden soll. Aber selbst wenn, müsste ich noch gefragt werden....

Ende Februar haben wir noch von jemandem Besuch bekommen, der bisher noch nicht wirklich in Utah war. So bin ich dann tatsächlich auch mal zum Sightseeing gekommen, dazu aber mehr im März-Bericht. 

Außerdem werde ich mit meiner Gastfamilie im März auch noch umziehen, die Hockey Play-offs (und damit auch das Saisonende) stehen an, ich werde mit Football anfangen und noch einiges mehr.

 

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