Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Hannah in den USA

Eishockey und Schultanz

Seit dem Ende der Weihnachtsferien geht es wieder normal mit der Schule weiter (leider ohne Silverrush).

Allerdings fing am 18.01. das neue Semester an, und damit gab es auch ein paar Fachwechsel. Eines meiner neuen Fächer ist “Foods and Nutrition”.

Dieses ist eines meiner absoluten Lieblingsfächer. Zum einen hat mir Kochen schon immer Spaß gemacht, zum anderen ist eine meiner besten Freundinnen mit in dem Kurs. Außerdem mag ich den Kurs, weil ich viele praktische neue Dinge lerne, zum Beispiel, wie man in einer professionellen Küche arbeiten würde. Wir bekommen viele sinnvolle Tipps, die einem das Kochen zuhause erleichtern, etwa wie man `richtig` schneidet. Außerdem ist es auch ein Fach, in dem relativ viel geredet werden darf, sodass es einem auch hilft, neue Freunde zu finden.

Ein weiteres Plus für diesen Kurs: Anstatt des Schulessens gibt es einmal die Woche ein von uns zubereitetes Menü, so wie unsere selbstgemachten Nudeln mit Paprika-Käse Soße.

Außerhalb der Schule hat Corona einerseits ein paar geplante Aktionen gestrichen, auf der anderen Seite hat es jedoch auch ein paar schöne andere Unternehmungen ermöglicht, weshalb ich nicht allzu traurig bin. Außerdem versuchen wir, die Sachen, die leider ausfallen mussten, noch nachzuholen.

Eigentlich wollten mein Gastvater, mein Gastbruder und ich Ski fahren gehen. Allerdings haben wir kurz vor der Abfahrt gehört, dass meine Gasteltern in Quarantäne mussten. Sie hatten sich in der Woche davor mit ihren Freunden getroffen, die anschließend an Corona erkrankt waren.

Aus dem gleichen Grund musste auch der Urlaub im Bryce Canyon am darauffolgenden Wochenende abgesagt werden. Die Familie, mit der wir dorthin fahren wollten, ist die, die Corona hatte. Da meine Eltern ja selbst in Quarantäne waren, konnte unsere Familie auch nicht alleine fahren.

An dem Wochenende, an dem wir eigentlich zum Bryce Canyon gefahren wären, haben sich ein paar Teamkameraden vom Hockey überlegt, zu einem Canyon in den Bergen zu fahren, um dort Pond Hockey zu spielen.

Dort angekommen, war der See voller Spaziergänger, Fotografen und Schlittenfahrer. Der See war überall zwischen 12” und 16” (30-40cm) eingefroren. Obwohl es vorher geschneit hatte, hatten wir Glück. Es müssen vor uns schon andere Hockeyspieler dagewesen sein, sodass wir nicht mal mehr Schneeschippen mussten. Nach 2 bis 3 Stunden Hockey bei ca –5 bis -10 °C waren wir alle nass geschwitzt und eiskalt, sodass wir wieder nach Hause mussten. Außerdem wurde es auch schon dunkel.

Ich spiele schon seit Beginn meines Austauschjahrs in der Eishockey-Schulmannschaft meiner Highschool. Zuhause hatte ich schon fast 10 Jahre Inline-Skater-Hockey gespielt, und die Möglichkeit, in den USA Eishockey spielen zu können, war mein großer Traum. Mein Gastbruder spielt im selben Hockeyteam, deshalb haben wir viele gemeinsame Freunde und unternehmen auch viel zusammen.

Mit dem Hockey läuft es auch ziemlich gut, wir haben im Januar einige Spiele gewonnen. Außerdem ist im Januar kein Spiel oder Training wegen Corona abgesagt worden!

Neben ein paar Vorlagen (und Strafzeiten) konnte ich in einem Spiel sogar den MVP (most valuable player/ wertvollster/ bester Spieler) Gürtel erwerben.

Ein weiteres spannendes Erlebnis: Ein Hockeyspieler aus meinem Team ist auch Speedskater und hat im Januar ziemlich erfolgreich an den Junior US-Meisterschaften teilgenommen, was ich dank eines Livestreams mitverfolgen konnte.

Außerdem kam am 21. Januar endlich mein Weihnachtspaket an! Auch wenn es mit 8 Wochen Laufzeit fast einen Monat zu spät zugestellt wurde, haben sich natürlich trotzdem alle über die Geschenke und Süßigkeiten gefreut, die meine Familie uns allen geschickt hatte.

Da die “School dances” wegen Corona alle ausfallen, haben sich ein paar Freunde von mir überlegt, eine ähnliche, so gut wie möglich, corona-konforme Variante des “sweetheart dance”s zu machen.

Wir waren fünf Mädchen, die alles geplant haben. Ich konnte leider nicht wirklich mithelfen, da ich natürlich nicht weiß, wie genau so ein amerikanischer Schulball abläuft. Logischerweise mussten wir, da ja die Mädchen das geplant hatten, einen “Girls´ choice” dance machen. Es wusste ja kein Junge, dass diese “Veranstaltung” überhaupt stattfinden sollte.

Als erstes muss man als die Person, die nach einem Date fragt, ein Plakat basteln und es dem gewünschten Date nachts im Dunkeln vor die Tür legen und weglaufen. Auf dem Plakat versteckt man seinen Namen und wartet anschließend auf die Antwort, die genauso überbracht wird. Nur, dass man bei der Antwort natürlich schon weiß, von wem sie kommt.

Die meisten nutzen eine Art schlechten Anmachspruch oder Witz über sich oder das Date für das Plakat. Für mich war es natürlich naheliegend, einen Witz über Deutschland/ mich als Deutsche zu machen. Allerdings wurde mir das dadurch erschwert, dass mich mein Date nicht kannte. Die anderen Mädchen hatten mir ein (fast) Blind Date vermittelt, da alle meine männlichen Freunde vergeben sind.

Wir wussten beide, dass wir existieren, da wir den gleichen Freundeskreis haben, aber da wir nie gleichzeitig Lunch haben und man sich gerade nicht regelmäßig in Gruppen treffen sollte, hatten wir uns noch nicht kennengelernt. Somit musste ich mich für etwas entscheiden, von dem ich wusste, dass er es verstehen würde:

“Do you want to go to SWEETHEARTS with me? - For YES say “yes”/- For NO write a 5 page essay in German” (Willst du mit mir zu “sweethearts” gehen? - Für ja, sage ja/ - für nein, schreibe mir einen 5-seitigen Aufsatz in Deutsch)

Nach ca zwei Tagen bekam ich dann die Antwort:

“I´d be a DING DONG if I didn´t say yes” (Ich wäre ein Ding Dong (ziemlich dämlich), wenn ich nicht ja sagen würde)

Der erste Teil des typischen Dances sollte genauso stattfinden wie sonst (nur mit Masken) und statt des eigentlichen “Dance” haben wir einen Spieleabend nur mit uns 10 geplant.

Wie das genau lief und wie das Blind Date war, erfahrt ihr im Februarbericht.

 

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