Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Emily in den USA

Quarantäne, Homecoming und Halloween

Wie schnell die Zeit vergeht. Jetzt bin ich schon einige Monate in den USA und in diesem Blog werde ich euch mehr über meinen September und Oktober erzählen. 

 

Im September ist verhältnismäßigwenig passiert, allerdings war es trotzdem ein aufregender Monat. In den ersten Tagen war es wie immer: Wir sind zur Schule gegangen, nach Hause, haben Hausaufgaben gemacht, gegessen und geschlafen. Das ist der Alltag. Manchmal sahen wir fern oder wir spielten zu viert ein Kartenspiel mit unserer Gastfamilie, aber das war es dann auch. Das erste spannende Event begann am Freitag, den 11. September. An diesem Tag wurden wir früher von der Schule abgeholt, da meine Gastschwester ein Volleyballturnier hatte. Also fuhren wir einige Stunden Richtung Südosten in den Ort, in dem mein Gastvater aufgewachsen ist. Noch am Tag der Ankunft hatte das Team die ersten Spiele und obwohl meine Gastschwester noch nicht mitspielen durfte, da sie noch nicht genug Trainingsstunden hatte, haben meine Gasteltern und ich fleissig von der Tribüne aus unser Team angefeuert. Am Samstag hatte die Mannschaft noch mehr Spiele und auch hier haben wir wieder zugeschaut. Nachdem das Turnier vorbei war, sind wir mit ein paar Mädchen aus dem Volleyballteam essen gegangen und haben beschlossen, einen Tag längerzu bleiben. Wir hatten viel Spass, sind jedoch relativ zeitig nach Hause gefahren. Die nächsten Tage bestanden aus dem gewohnten Alltag, aber das sollte sich am darauffolgenden Donnerstag ändern. 

 

Ich war wie immer in der Schule, wurde aber in der fünften Stunde gebeten, mit all meinen Schulsachen ins Büro zu kommen. Wie sich herausstellte, wurde eines der Mädchen, mit denen wir uns am Wochenende zum Essen getroffen hatten, positiv auf Corona getestet, woraufhin sowohl meine Gastschwester als auch ich für zwei Wochen in Quarantäne mussten. In der Zeit ist dementsprechend wenig passiert. Trotzdem habe ich ein paar Sachen aus dieser Zeit zu erzählen. Zuerst rede ich über die Schule. 

Es war eigentlich relativ einfach, da die Lehrer nicht auf Schüler in Quarantäne vorbereitet waren, weshalb wir einfach gesagt bekommen haben, was im Präsenzunterricht bis zum Ende der zwei Wochen gemacht wird. Die Zeit für die Aufträge, die wir bis dahin gemacht haben mussten, konnten wir uns selber einteilen, was es sehr entspannt gemacht hat. Meine allererste Quarantäne war also keineswegs negativ. Wir haben viele Spiele gespielt, viel gekocht und gebacken und uns die Zeit gut vertrieben. Etwas Erzählenswertes ist in dieser Zeit noch passiert: Meine Gasteltern haben sich ins Auto gesetzt und sind zu ihren Verwandten gefahren, wo sie einen Hund abgeholt haben, der seitdem unser neues Familienmitglied ist. Sein Name ist Tucker und er ist ein Chihuahua.

 

 

Gleich an seinem ersten Tag bei uns hat er sich sehr wohl gefühlt und mit ihm verging die restliche Zeit der Quarantäne sehr schnell, da wir ganz viel gespielt und gekuschelt haben.

Außerdem haben wir in den zwei Wochen das erste mal ein Lagerfeuer gemacht. Wir haben Hotdogs und S’mores gegessen. Für alle, die es nicht wissen: S’mores sind zwei Kekse gefüllt mit geschmolzenen Marshmallows und Schokolade. Sowohl für meine Gastschwester als auch für mich war es das erste Mal, dass wir S’mores hatten und wir wurden nicht enttäuscht. Es war super lecker.

 

 

Die Quarantäne verging schneller als ich dachte und obwohl es relativ entspannt war, habe ich mich gefreut, wieder in die Schule gehen zu können . Es begann wieder der normale Alltag.

 

Im Oktober hatte ich meinen ersten Wettkampf mit der Band. Wir sind mit dem Bus zu der Highschool gefahren, bei der der Wettkampf stattfand und haben uns auf unseren Auftritt vorbereitet. Als es so weit war, gingen wir auf das Footballfeld und spielten die Lieder, die wir seit Anfang des Schuljahres geübt hatten. Obwohl ich ein paar kleine Fehler gemacht habe, war ich sehr zufrieden. Meine Band hat den zweiten Platz belegt, worauf wir alle sehr stolz waren. 

 

Schon bald war das Ende der Football-Saison da und sowohl die letzte Marchingband-Probe als auch Homecoming kamen näher.

 

Bei der letzten Probe auf dem Footballfeld wurde es mir schon etwas schwer ums Herz. Zum einen wusste ich nicht, was genau jetzt auf mich zukommen würde, wenn wir keine Footballspiele mehr haben, bei denen wir in der Halbzeit hätten auftreten können und zum anderen wurde mir bewusst, dass ich wohl in diesen 10 Monaten nie wieder auf dem Feld spielen würde. An diesem Tag haben wir anstatt 3 Stunden nur 2 Stunden geprobt und der Rest der Zeit wurde den Seniors, also den 12.-Klässlern, zu denen ich auch gehöre, gewidmet. Wir haben uns in die Mitte des Feldes gesetzt, wie wir es nach jeder Probe taten und unsere Lehrerin hat über jeden einzelnen Senior der Band eine kleine Rede gehalten, beispielsweise darüber, was sie besonders schön fand, was sie uns für die Zukunft wünscht etc. Es war herzerwärmend und obwohl es für manche etwas traurig war, haben wir uns auf die nächste Zeit gefreut, da noch viel auf uns wartete.

 

Einen Tag später war das Homecoming-Spiel. Die Band hat das letzte Mal in der Halbzeit gespielt und ich bin das erste Mal vor Publikum marschiert. Ich war ein bisschen nervös, weil wir vor dem Spiel nur eine einzige Probe hatten, bei der die ganze Band anwesend war, aber es hat alles super geklappt. Unsere Halbzeitshow war also ein Erfolg. Leider gab es coronabedingt keinen Homecoming Ball, der wurde vorerst auf Februar verschoben.

 

Das letzte Event, worüber ich euch in diesem Bericht erzählen möchte, ist Halloween.

Ich habe Halloween mit meiner Gastschwester und zwei anderen Austauschschülerinnen verbracht. Wir sind in ein Haunted House gegangen, was sehr viel Spaß gemacht hat.

Das Haunted House war in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Es gab beispielsweise eine Art Irrgarten, einen Zombiebereich, einen Horror-Weihnachtsbereich und noch einige mehr. In vielen Ecken standen Menschen, die einen erschreckt und durch die Räume verfolgt haben. Wir sind also viel gerannt, haben viel geschrien, hatten aber sehr viel Spaß dabei. Am Ende sind wir noch in einen 5 Minuten Escaperoom gegangen, sind aber kläglich gescheitert. 

Wir mussten einen Code für ein Schloss finden und dann eine Kiste öffnen, aber bei uns hat es einfach nicht geklappt. Also haben wir all unsere Zeit genutzt, um eine andere Lösung zu finden. Wie sich aber herausstellte, haben wir den richtigen Code gefunden, aber das Schloss einfach nicht stark genug gezogen.

Danach haben wir noch Eis gekauft und sind dann nach Hause gefahren, wo wir den Abend mit Filmen haben ausklingen lassen.

 

Das ist nun das Ende meines zweiten Berichtes und ich freue mich schon, euch in meinem nächsten Beitrag mehr zu erzählen. 

 

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